Verputzsysteme
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Verputzsysteme


Man kann Innenputze auf verschiedene Weise unterscheiden: entweder nach der Art des Aufbaues in zwei- oder dreischichtige Putze, oder nach der Art des Bindemittels, in mineralische gebundene oder kunststoffvergütete Produkte. Weiters sind auch die Unterscheidungskriterien die die Oberflächenbeschaffenheit betreffen zu beachten.

Dreischichtige Innenverputze
Dieses Verputzsystem kommt in Nassräumen zum Einsatz und besteht aus dem Zementanwurf, Grund- und Deckputz.

Zementanwurf
Mit dem Zementanwurf wird die gesamte Fläche der Wand in einer Schicht von 3 – 5mm abgedeckt und er dient zwischen der Wandoberfläche und dem Grundputz als Haftbrücke.

Grundputz
Mit einer Schichtdicke von 10 – 15mm wirkt der Grundputz als Ausgleichsschicht.

Deckputz
Dieser wird meist mit verschiedenartigen Materialien und Texturen durchgeführt.

Doppelschichtige Innenverputze
Je nach Zusammensetzung kommen sie in Nass- und auch in Trockenräumen zum Einsatz. Sie setzen sich aus einer Grund- und Deckschicht zusammen und können gespritzt werden.

Grundputz
Je nach Unebenheiten der Konstruktionsflächen richtet sich seine Dicke aus. Es gibt folgende unterschiedliche Arten:

Mörtel auf Gipsbasis
Gipsbasis-Mörtel werden meist mit Hilfe spezieller Apparate aufgespritzt. Um den Abbindeprozeß hinauszuzögern enthalten sie nur ca. 50 % Gips und sind normalerweise kunststoffvergütet. Maschinenverputze muss man auf glatten Betonoberflächen ausschließlich nur in Kombination mit einer geeigneten Haftbrücke verarbeiten. Keinesfalls eignen sie sich für Nass- und Feuchträume, da die Möglichkeit besteht, dass das Bindemittel quellt oder sogar fault. Die Dicke der Schicht beträgt ca. 5 – 10mm.
Mörtel mit hydraulischen Bindemitteln
Mörtel mit hydraulischen Bindemitteln werden zur Überbrückung von größeren Unebenheiten eingesetzt und haben eine Stärke von 10 – 15mm. Im Normalfall werden zur Aufnahme von Abrieb oder keramischen Platten hydraulisch gebundene Grundierungen herangezogen.

Dünnschichtputze
Sogenannte Dünnschichtputze werden nicht nur für die Grundierung verwendet, sie erfüllen auch als Glätt- oder Spachtelmasse ihren Zweck. Auch sie eignen sich keinesfalls für Nass- und Feuchträume und mit ihrer Schichtdicke von 2 – 6mm erfordern sie eine sehr plane Wand- und Deckenoberfläche.

Deckputz
Für den Deckputz kann man unterschiedliche Materialien und Texturen verwenden. In Trockenräumen werden Weisskalk, Gips- und Kunststoffmörtel oder auch entsprechende Kombinationen herangezogen.

Weissputze haben eine Dicke von 3 – 5 mm. Man kann sie mit allen nichthydraulischen Materialkombinationen aufziehen. Sie fungieren als Unterlage für Tapeten, Bespannungen und textilen Verkleidungen – hierfür ist eine glatte Oberfläche erforderlich – meist ist ein vorheriges Spachteln notwendig. Gängige Abriebe bestehen aus Weisskalk, Weisszement und Gips. Es gibt eine sehr große Auswahl an verschiedenen Texturen, erhältlich sind auch reine Weisskalkmischungen. Je nach Material und Muster beträgt die Dicke 2 – 3mm.



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