Ziegeldach
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Ziegeldach


Die Ziegel, die aus Lehm hergestellt werden, können verschiedenste Farben und Formate aufweisen. Die Ziegelformate sollten schon während den Projektierungsarbeiten Berücksichtigung finden.

  • Klosterziegel
    Hauptsächlich in den Mittelmeerländern und dem Tessin vorzufinden, wird bei den Klosterziegeln zwischen dem untenliegenden rinnenförmigen Mönch und der darüber gewölbten Nonne unterschieden. Das Wasser wird durch die vertikalen Furchen geradewegs in die Dachrinne geleitet. Durch das hohe Gewicht und die aufwendigen Anschlüsse werden die Klosterziegel heutzutage nur noch im historischen Zusammenhang mit Tessinerdachlandschaften eingesetzt. In Anspruch genommen werden sie zumeist in Verbindung mit einem Unterdach aus Eternit zum Ausgleich des großen Fugendurchlasses der Deckung. Die Dachneigung beträgt ca. 20°, während der Dachbelag auf ein Flächengewicht von ca. 150 bis 200 kg/m² kommt.

  • Biberschwanzziegel
    Die Form der glatten oder vertikal strukturierten Biberschwanzziegel ist flach und brettartig. Sie sind im Rund-, Segment-, Spitz- oder Gradschnitt erhältlich. Weiters unterscheidet man noch zwischen der Doppel- und Kronendeckung. Die Dachneigung der Ziegel, die sich für alle steilen Dächer eignen, beläuft sich auf 35°. Das Flächengewicht des Dachbelages beträgt ungefähr zwischen 80 und 90 kg/m².

  • Flachziegel
    Die als Wasserfalle wirkenden Doppelfälze erlauben eine gerade laufende Eindeckung ohne jegliche Überlappung. Die Dachneigung beträgt ohne Unterdach ca. 30°, 18° bis 20° mit einem Unterdach und 15° mit einem ohne Fugen. Die Neigung ist um eta 5° bis 10° anzuheben, sollten sich die Flachziegel in einer gefährdeten Lage befinden. Das Flächengewicht beträgt ca. 50 kg/m².

  • Pfannenziegel
    Die Doppelfälze der Pfannenziegel, die primär den Flachziegeln entsprechen, sind seitlich überhöht. Da in der Verfalzung bloß kleine Verschiebungen möglich sind, müssen der Lattenbestand und die Dachbreite auf das ausgesuchte Produkt abgestimmt werden. Ohne Unterdach beträgt die Neigung des Daches 20°, mit Unterdach 15° bis 18° grad und mit einem fugenlosen Unterdach 10° bis 12°. Wie bei den Flachziegeln ist die Neigung an exponierten Lagen um ungefähr 5° bis 10° anzuheben.

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