Hausbau-Lexikon - Baubegriffe B
<< Vorheriges Thema | Nächstes Thema >>

Baubegriffe B


Bau- und Zonenreglement (BZR) bis Baumassenziffer

Bau- und Zonenreglement (BZR)
In der Regel enthält das BZR kommunale Bauvorschriften in Verbindung eines
Zonenplanes.

Baurecht
Haben dritte Personen die Möglichkeit auf einem Grundstück oder Teil eines Grundstückes zu bebauen oder zu nutzen nennt man das laut Art.675 ZGB Baurecht. In Falle eines selbständigen und dauerhaften Baurechts kann es mit einer eigenen Grundstücknummer im Grundbuch aufgenommen werden. Art. 779 ZGB Baurechtsgeberschaft ist die Dienstbarkeit belastete Eigentümerschaft Berechtigte aus dem Baurecht nennt man Baurechtsnehmerschaft Baurechtszins
Das Entgelt für das Recht auf fremden Grund zu bauen nennt man Baurechtszins.

Baute auf fremdem Boden
Haben Landeigentümerschaft und Gebäudeeigentümerschaft eine privatrechtliche Vereinbarung bezüglich eines Schatzungsgegenstand bezeichnet man dies, Baute auf fremdem Boden.

Bauverbot
Überbauungen eines Grundstückes oder Teile davon kann man im Grundbuch unterbinden lassen. Diese werden unter dem Punkt privatrechtliche Dienstbarkeiten genauer „Servitut“ eingetragen.

Bauwert
siehe unter dem Punkt Zeitwert.

Bauzinsen
Siehe unter dem Punkt Finanzierungskosten.

Bauzone
Ein Gebiet das für kommunale Bau und Nutzungsvorschriften gilt, nennt man Bauzone. Durch einen Zonenplan wird diese Fläche begrenzt.

Bestandteil
Bestandteil nennt man jene Sache die nach ihrer Auffassung zum Bestand gehört. Diese kann auch nicht abgetrennt werden, außer sie wir zerstört, beschädigt oder verändert. (Art. 642 Abs. 2 ZGB).

Betriebseinheiten
Besitzt ein Eigentümer mehrere Grundstücke und bilden diese ein betriebswirtschaftliche Einheit, schätz man diese Gesamt. Diese müssen nicht direkt aneinandergrenzen.

Bodenwert
Den Verkehrswert von einem Grundstück nennt man Boden. Folgende Punkte werden dabei berücksichtigt:
Topographie Immissionen/Emissionen Baugrund Rechte und Lasten Zone (Ausnützung/Nutzung) Grundstückform Erschließung Lage Bauerwartungsland. Noch nicht erschlossenes Land das noch keiner Bauzone zugewiesen ist, nennt man Bauerwartungsland. Dieses kommt aber in naher Zukunft als Bauland in Betracht.

Bruttoeinkünfte (Rohertrag/Bruttomietertrag)
Langfristig erzielbare Einkünfte samt der Unterhalts- und Verwaltungskosten nennt man Bruttoeinkünfte. Diese enthalten auch Zinsen des Eigen- und Fremdkapital, Steuern und Abschreibungen. Nicht enthalten sind Mietnebenkosten wie Heizung und Warmwasser.

Bruttogeschossfläche (anrechenbare Geschossfläche)
Flächen der Wohn- und Arbeitsräume, alle Dach-, Voll- und Untergeschosse samt Kamine, Wände, Mauern und Leitungsschächte sind ltd. (§§ 24, 29 PBG) anrechenbare Geschossflächen.

Bruttorendite
Das prozentuale Verhältnis des Bruttoertrages zum Katasterwert nennt man Bruttorendite.

Bewegungsfuge
Fuge die Herstellungs- und Ausführungstoleranzen aufnimmt, sowie Bau- oder Gebäudeteile, die Dimensions- ,Form und Lageveränderungen aufnehmen, nennt man Bewegungsfuge.

Bauteilfuge
Ist Material gleichartiger Bauteilen oder Fuge zwischen Funktionen.

Bauakustik
Dieses befasst sich besonders mit Schallschutz in Bauten. Darunter fallen Luftschall-, Körperschall- und Trittschaldämmungen.

Bauschalldämmass (Akustik)
Diese wird in Laboratorium oder im Bau gemessen. ISO 140/IV

Bewertetes Bauschalldämmass (Akustik)
Ermittelte Bauschalldämmass der einzelnen Terzbänder gemäss ISO 140/IV.

Belegt (Holz)
Diese werden mit Trägerplatten verwendet, die in einem separaten Arbeitschritt mit Oberflächenmaterial hergestellt werden.

Beschichtet (Holz)
Diese werden mit Trägerplatten verwendet, die bereits eine Direktbeschichtung
bei der Fabrikation erhalten haben.

Baugesetz
siehe Punkt Planungs- und Baugesetz (PBG).

Blindfurnier (Holz)
Furnier das auf Oberflächen nicht sichtbar ist, nennt man Blindfurnier.

Brandschutzmörtel (Verputz)
Damit kann man brandschutztechnische Eigenschaften von Bauteilen verbessern.

Bindemittel (Putzaufbau)
Möchte man inneren Verbund und eine Festigkeit im Putz erreichen, sollte man
zu Bindemittel greifen.

Baustellenmörtel
Mischt man auf der Baustelle Ausgangstoffe zusammen, nennt sich dies Baustellenmörtel.

Belag im Verbund (Bodenbelag)
Ein Belag mit kraftschlüssigen Untergrund.

Bretterboden (Bodenbelag)
So nennt man einen ungehobelten, behandelt oder unbehandelt, genagelt oder geschraubten Boden. Ebenso kann er aus ein oder beidseitig gehobelten Parallelbrettern sein.

Beleuchtung (Haustechnik)
Um Räume zu beleuchten bringt man eine elektrische Einrichtung namens Beleuchtung an.

Betriebseinrichtungen (Haustechnik)
So nennt man zentrale Dienste und Arbeitshilfen.

Benutzungsgeräusch (Akustik)
Dies sind Geräusche von haustechnischen Anlagen. Deren Intensität und Ablauf ist überwiegend abhängig von der Benutzung.

Baukosten
Alle Kosten für die Erstellung eines Gebäudes inklusive aller Unternehmungen nennt man Baukosten.

Bindemittel (Malerarbeiten)
Dies ist ein pigmentloser und nichtflüchtiger Anteil eines Anstrichstoffs.

Bauschutt (Abbruch)
Darunter fallen mindestens 90% Steine oder gesteinsähnliche Bestandteile wie Ziegel, Glas, Beton, Mauerabbruch, Straßenaufbruch. Diese sind nicht mit Sonderabfällen vermischt.

Bauschutt gliedert sich wie folgt
Ausbauasphalt Strassenaufbruch Mischabbruch Betonabbruch Betonabbruch (Abbruch)
Material das durch Abbruch von bewehrten oder unbewehrten Betonbauten gewonnen wird, nennt man Betonabbruch.

Betonoberflächen (Rohbau)

Typ 1: normale Betonfläche
Flächen die keine besonderen Anforderungen haben:
- beliebige Flächenstruktur
- Gräten und Überzähnen ohne Nachbehandlung

Typ 2: Betonfläche mit einheitlicher Struktur
Fläche die folgende Anforderung hat:
- Flächenstruktur die Einheitlich ist
- Nicht vorgeschriebene Brett- Tafelstruktur
- Gräten und Überzähnen mit Nachbehandlung

Typ 3: Sichtbetonfläche mit Brettstruktur
Sichtbarbleibende Flächen die folgende Anforderungen aufweist:
- Einheitliche Flächenstruktur ohne porösen Stellen
- Grate und Überzähne Poren sind in mäßiger Anzahl zulässig
- Farbtönung die gleichmäßig ist
- Glatte Schalbretter
- Konstante Brettbreite, Brettstöße ist nicht vorgeschrieben
- Einheitliche Brettrichtung und die Schallungsfläche ist parallel zur größeren Abmessung

Typ 4: Sichtbetonfläche mit Tafelstruktur
Sichtbarbleibende Flächen die folgenden Anforderungen haben:
- Einheitliche Flächenstruktur ohne porösen Stellen
- Grate und Überzähne Poren sind in mäßiger Anzahl zulässig
- Farbtönung die gleichmäßig ist
- Glatte Schalbretter
- Konstante Tafelgröße, Tafelstöße sind nicht vorgeschrieben
- Einheitliche Tafelrichtung und die Schallungsfläche ist parallel zur grö0eren Abmessung

Betonüberdeckung (Rohbau)

Bauteile:
Um einen Witterungsschutz zu erhalten muss diese min 20 mm betragen
Bei geschalten Flächen min. 30 mm, bei ungeschalten Flächen sollte sie min. 35 mm betragen. Bei besonderen Anforderungen bezüglich Feuerbeständigkeit und bei korrosiver Umgebung min 50 mm.

Baugips
Baugips wird aus natürlichem Gipsstein hergestellt. Dieser wird erhitzt und gemahlen. Es ist zu beachten, dass Baugips nicht wasserbeständig ist.

Betriebswasser (Haustechnik)
Wasser das nicht den Vorgaben des eidgenössischen Lebensmittelgesetz entsprechen muss, nennt man Betriebswasser. Dieses ist nur für Gebrauchszwecke und nicht als Trinkwasser geeignet.

Bewehren (Naturstein)
Bringt man eine Bewehrung ein, verstärkt diese die Werkstück.

Bruchroh (Naturstein)
Dies ist unbearbeitete Oberfläche die durch Brechen oder Spalten gewonnen wird.

Brett (Holz)
So wird Schnittholz genannt, das mindestens 8mm Breit, und zwischen 8 und 40 mm dick ist.

Baukostenindex
Der Baukostenindex zeigt die Entwicklung der Ausgaben und Kosten von Bauleistungen an. Darunter fallen Arbeit und Material. Nicht aber zum Beispiel das Grundstück selbst.

Bohle (Holz)
Dieses Schnittholz ist mindestens 40 mm dick und die große Querschnittseite ist mindestens doppelt so groß wie die Kleine.

Balken (Holz)
Ist die größere Querschnittsseite mindestens 20 cm, nennt man es Kantholz.

Bodenwassereinlauf BE (Kanalisation)
Um Bodenwasser zu sammeln und abzuleiten benötigt man eine Kanalisation. Diese Einrichtung ist ohne Geruchsverschluss.

Baukostenplan
Der Baukostenplan (BKP) ist eine Norm der schweizerischen Normenvereinigung für das Bauwesen mit folgendem Inhalt:
- Grundstück Vorbereitungsarbeiten
- Gebäude
- Betriebseinrichtungen
- Umgebung
- Baunebenkosten

Bauland
Erschlossenes oder eingezäuntes Land das zur Überbauung geeignet ist, nennt man Bauland.

Baulinie
Diese Linie stellt eine Abgrenzung zwischen Neubauten und Straßen und Gewässer dar.

Baumassenziffer
Die Verhältniszahl zwischen der anrechenbaren Grundstückfläche und umbauten Raum nennt man Baumassenziffer.






<< Vorheriges Thema | Nächstes Thema >>

Oben