Teichbau im Garten
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Teichbau im Garten


Wasser ist das Urelement schlechthin. Ohne Gewässer wäre ein Leben auf der Erde nicht möglich. Sie machen unsere Landschaft abwechslungsreicher, tragen, vor allem in Ballungszentren, zur Verbesserung des Klimas bei und schaffen Möglichkeiten für Erholung, Entspannung und Naturbeobachtungen. Ihr Bestand ist eine Vorraussetzung für den Artenreichtum unserer Tier- und Pflanzenwelt.

Im gesamten gibt es 4 verschiedene Kleingewässer:

  • Der Tümpel ist ein kleines, flaches Gewässer, das immer wieder austrocknet.
  • Der Weiher ist ein natürlich entstandenes Gewässer.
  • Der Teich ist ein künstliches Kleingewässer.
  • Der See besitzt im Gegensatz zum Weiher und Teich eine lichtlose und damit vegetationslose Tiefzone.

Was man beim Teichbau beachten muss:
Bevor man mit dem Bau des Teiches beginnt, sind noch einige Dinge zu klären.
Zum einen gibt es da die rechtliche Seite. In vielen Gebieten besteht eine Genehmigungs- bzw. Anzeigepflicht. Daher ist es am Besten, sich vor Beginn der Bautätigkeit bei den zuständigen Behörden zu informieren.
Es gibt auch Arten die geschützt sind, die an einem Teich leben. Es ist jedoch strikt untersagt, diesen Tieren in ihrem Lebenswandel nachzustellen, sie zu jagen, töten oder sonst wie zu stören.
Genauso sollten Sie bedenken, dass ein Teich eine Unfallgefahr für Kleinkinder mit sich bringt. Als Teichbesitzer besteht für sie daher immer eine Verkehrssicherungspflicht. Sollte es zu einem Unfall kommen, können Sie zur Verantwortung gezogen werden.

Die nächste Frage die sich stellt, ist die der Grösse, Form und Tiefe des Teiches. Je grösser ein Teich ist, desto eher kann sich aufgrund der steigenden Artenvielfalt ein selbstregulierendes und damit stabiles biologisches Gleichgewicht einstellen. Als Mindestgrösse diesbezüglich gelten 10 m². Ökologisch gesehen ist jedoch auch ein kleiner Teich besser als gar keiner.

Die Wahl des Standortes hängt natürlich von der Grösse des Teiches und den Wünschen des Anlegers ab. Darüber hinaus gibt es noch einige Gesichtspunkte die berücksichtigt werden sollten.
Da Wärme und Licht das Pflanzenwachstum und das Leben in einem Teich fördern, ist ein sonniger Standort ideal. Entsprechend schnell erfolgt die Belebung nach der Winterruhe im Frühjahr. Es ist jedoch auch kein Fehler

Tipps
Bei der Festlegung der Lage sind auch mögliche Spiegelungen, die zu reizvollen optischen Effekten führen können, zu berücksichtigen.
Um Naturbeobachtungen zu erleichtern und den Erlebniswert zu erhöhen, ist es vorteilhaft, den Teich von einer Seite zugänglich zu machen
Der Teich sollte sich harmonisch in Umgebung einfügen und zum Stil des Hauses passen.
Tiefer gelegene, feuchte Bereiche eines Grundstückes lassen die Lage eines Teiches als besonders natürlich erscheinen
Die unmittelbare Nähe grosser Bäume sollte vermieden werden. Da diese zu viel Schatten mit sich bringen und den Eintrag organischer Substanzen durch den herbstlichen Laubfall ermöglichen.
einen Schattenbereich mit einzuplanen. Dieser verhindert an heissen Tagen, dass der Teich sich zu stark erwärmt. Nebenbei ist das förderlich, wenn sie Fische in ihrem Teich haben wollen.

Flora und Fauna eines Teiches
Extrem wichtig für das Ökosystem eines Teiches sind auch Wasserpflanzen. Diese haben sich an das ständige Leben im Wasser angepasst. Wasser, Kohlendioxid, Sauerstoff und Nährsalze nehmen sie direkt aus dem Wasser durch Diffusion über ihre Blätter auf. Die Wasserpflanzen werden in Schwimmpflanzen und im Wasser wurzelnde Pflanzen unterteilt.
Besonders wertvoll für das Leben in einem Teich sind die Unterwasserpflanzen und –formen, weil sie das Wasser über die Photosynthese mit Sauerstoff anreichern. Nebenbei entziehen die Wasserpflanzen dem Wasser die Nährstoffe und wirken so einer Eutrophierung, Übersättigung des Wassers mit Nährstoffen, welche das Wachstum von ungewünschten Pflanzen steigert, entgegen.
Ausserdem wirken sie als Licht- und Nahrungskonkurrenten einer explosionsartigen Algenvermehrung entgegen, damit sorgen sie mit für klares Wasser.
Auch die Fauna spielt eine wesentliche Rolle im Ökosystem eines Teiches. Da wären auf der einen Seite die Amphibien. Diese gehören zu den geschützten Arten. Im städtischen Bereich ist es eher selten, dass sich Amphibien an einem Teich ansiedeln. Dann gebe es da noch Amöben. Das sind einzellige formveränderliche Wesen, die ihre Nahrung zur Verdauung umfliessen. Natürlich darf man Fische nicht vergessen. Zu beachten ist jedoch, dass Fische den Laich und die Kaulquappen der Amphibien verspeisen.



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