Kräuteranbau im Garten
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Kräuteranbau im Garten


Immer mehr Menschen interessieren sich wieder für Heilkräuter und wenden diese auch in den verschiedensten Situationen an. Man will nicht mehr wegen jedem Wehwehchen zur Chemie greifen.

Lange Zeit war es üblich, die Pharmaindustrie in den Himmel zu heben. Doch inzwischen weiss man, dass beispielsweise häufiger Gebrauch von Antibiotika das Immunsystem des Menschen angreift. Man besinnt sich nun wieder zurück auf alte Zeiten, in denen die verschiedensten Kräuter genutzt wurden, um gegen Krankheiten vorzugehen. Abgesehen vom medizinischen Aspekt, sind immer mehr Menschen darauf bedacht sich gesund zu ernähren. Fastfood kommt längst nicht mehr so gut an. Viele Untersuchungen belegen eindeutig, dass eine ausgewogene Ernährung ausschlaggebend ist, ob man fit und gesund ins hohe Alter kommt. Und da dürfen Gewürze auf keinem Fall fehlen.


Wer die Möglichkeit hat einen eigenen Garten anzulegen, der sollte dabei die Kräuter nicht vergessen. Sie tragen nämlich zum gesunden Wachstum anderer Pflanzen (z.B. Gemüse) bei, und bereichern sowohl die Küche, als auch den Apothekerschrank.

Geschichtliches
Seit Jahrtausenden werden Heil- und Gewürzkräuter studiert. Schon die alten Griechen kannten die Heilwirkung von über 500 Pflanzenarten. Im Mittelalter pflegten die Mönche in den Klöstern die Kräuterkunde, und bauten auch selbst in den typischen Klostergärten die verschiedensten Heilpflanzen und Küchenkräuter an.
Früher wie heute werden Kräuter angebaut, getrocknet und zu Tinkturen, Auszügen, Teemischungen und Säften weiterverarbeitet. Da man industriell hergestellte und getrocknete Gewürze nicht mit den frischen und aromatischen Erzeugnissen aus dem eigenen Garten vergleichen kann, sieht man, dass sich der Anbau mehr als lohnt. Es ist alles andere als kompliziert ein Kräuterbeet anzulegen!

Planung ist wichtig
Wer sich nun für einen Kräutergarten entschliesst, der muss diesen planen und auf einige Dinge achten:
Der Standort ist wie bei jeder anderen Pflanze ungemein wichtig. Am besten, man beobachtet wo auf dem Grundstück am meisten Sonne hinfällt. Die meisten Kräuter benötigen nämlich einen sehr sonnigen Standort, damit sich ihr Aroma auch richtig entfalten kann. Basilikum, Salbei, Lavendel oder Rosmarin sind z.B. Südländer und somit Sonnenkinder. Heimische Sorten, wie der Waldmeister, begnügen sich mit einem schattigen Fleckchen. Der Boden ist auch sehr entscheidend. Ein gesunder Boden weist einen hohen Humusgehalt auf, welcher an der dunkelbraunen bis schwarzen Färbung erkennbar ist. Der pH-Wert sollte zwischen 6 und 6.5 liegen. Weiters sollte der Boden eine gute Krümelstruktur haben, gut durchlässig und bis in die Tiefe gelockert sein. Es zahlt sich aus, eine Bodenuntersuchung machen zu lassen, damit man weiss, woran man ist. Die meisten Kräuter bevorzugen einen nährstoffarmen Boden. Pflanzengemeinschaften: Man muss darauf achten, dass Kräuter, die man nebeneinander anbaut, auch gut miteinander harmonieren. Manche Sorten beeinflussen sich negativ, andere wiederum vertragen sich bestens. Dies sollte man vor dem Bepflanzen einkalkulieren. Die Grösse: richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen. Eine Fläche von 2-4 m² kann für eine Familie schon ausreichend sein. Wer sich aber einen „richtigen“ Kräutergarten wünscht, der sollte mit einer Fläche von 10-12 m² rechnen.

Schlusswort
Wer keinen eigenen Garten hat, kann auch auf dem Balkon und sogar auf der Fensterbank Kräuter anbauen. Dabei gelten mitunter dieselben Bedingungen. Der Standort und die Erde müssen den jeweiligen Kräutern angepasst sein. Sowohl der Garten als auch der Balkon sollten zum Verweilen einladen und Harmonie ausstrahlen. Dies erreicht man, wenn man auf Sortenvielfalt und Mischkultur setzt. Die Natur sollte dabei ein Vorbild sein.

Funktionen der Kräuter
Kräuter sorgen für Abwechslung in der Küche. Sie verbessern das Wohlbefinden. Sie verzaubern ihre Umgebung mit ihrem Duft. Sie sind wichtige Futterpflanzen für sehr viele Insekten. So werden Tiere angelockt, die im Garten nützliche Arbeit leisten, schädliche Tiere in Zaum halten und für ein biologisches Gleichgewicht sorgen.


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