Gezieltes Bewässern
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Gezieltes Bewässern


Im Sommer ist das Bewässern das A und O. Kübelpflanzen und Rasen sind enorm durstig.

Man sollte es möglichst vermeiden nutzlos zu wässern. Die geeigneten Geräte machen diese Arbeit viel leichter, auch der Einsatz von teurer Technik macht sich auf Dauer bezahlt.
Es gilt der Grundsatz: selten und intensiv! Das Wasser muss die Gartenerde gut durchdringen. Zu grosse Wassermengen auf einmal behindern die Sauerstoffverteilung im Boden, weiters werden Dünger und Nährstoffe von den Wurzeln weggeschwemmt. Die erwünschte Wurzelentwicklung wird durch die Trocknungszeiten gefördert.

Alles mit Mass und Ziel
Der Garten muss richtig gegossen werden, ansonsten wird weder der Gärtner, noch werden die Pflanzen zufrieden gestellt. Damit das Wasser auch wirklich die Wurzeln erreicht, ist es ratsam einmal in der Woche den Boden rund um die Kulturpflanzen aufzulockern, dazu eignet sich eine handliche Hacke. Die Pflanzen nehmen somit das Wasser schneller auf. Das Wasserhaltevermögen des Bodens wird verbessert. Eine alte Gärtnerlehre lautet: „Einmal hacken, spart dreimal giessen.“ Zu hohe Wassermengen verursachen ein flaches, oberflächliches Wurzelwachstum. Besser ist es nur alle 2- 3 Tage reichlich zu wässern, als alle Tage nur nass machen. Die Verdunstung ist hierbei geringer und das Wasser dringt tiefer in den Boden ein. Die Fingerprobe ist eine altbewährte Methode um festzustellen, ob der Garten Wasser benötigt oder nicht. Ist der Boden in rund drei Zentimetern Tiefe nicht mehr feucht, gilt Wasser marsch!

Den richtigen Zeitpunkt wählen
Sind die Tage erfüllt mit hohen Temperaturen und dem dazu nötigen Sonnenschein, dann lechzen die Pflanzen und der Rasen nach Durst stillendem Wasser. Trocknet der Boden aus, so genügt ein kurzer Regenschauer meist nicht um das Grün zu befriedigen. Man sollte generell seine grüne Parzelle vor 9 Uhr morgens giessen oder am Abend, so ab 16 und 19 Uhr, je nach Lage. Wässert man am Tag, so besteht die Gefahr, dass die Blätter verbrennen, weiters werden Pilzkrankheiten gefördert. Ein weiterer Grund für die Früh- oder Abendwässerung ist die Verdunstung, unnötig und kostspielig.

Besteht die Möglichkeit irgendwie Regenwasser zu sammeln, erspart man sich viel Leitungswasser. Unzählige Regentonnen in allen möglichen Variationen bietet der Markt an. So etwa schöne Modelle aus Holz oder Felsnachbauten.

Giessmethoden

Handgiessen
Kleine Beete sowie Kübelpflanzen kann man gut mit der Hand giessen, auch bei Neupflanzungen sollte man manuell giessen. Es ist mühsam, aber ein gezieltes Wässern ist möglich.

Überkopfbewässerung
Ideal für Gemüsegarten, grosse Rasenflächen und Staudenbeete. Weitere Vorteile sind: Es ist preiswert, bequem und die Regner sind schnell aufgestellt. Nachteile sind hierbei: Viel Wasser geht verloren, der Boden verschlämmt leicht und die Blüten werden nass.

Tropfbewässerung
Geeignet für Beete, Hecken und Sträucher, Kübelpflanzen und Gewächshäuser. Das Wasser kommt dorthin, wo es nötig ist, und die Blätter bleiben trocken. Bei kalkhaltigem Wasser kömmt es leicht zu Verstopfungen der Röhren, weiters ist die Installation aufwendig.

Unterflurbewässerung
Die netzartig verlegten Topfschläuche im Boden sparen immens Wasser. Dieses Bewässerungssystem ist leicht zu steuern, auch bei eventueller Abwesenheit (Urlaubszeit). Die Schläuche sind erdbraun eingefärbt und fallen somit in Gehölz- und Staudenbeeten gar nicht auf.

Generell sind automatische Bewässerungsanlagen schonend für die Ressourcen. Sie können auch mit aufgefangenem Regenwasser gespeist werden. Dies ist ein wichtiger Beitrag zum respektvollen Umgang mit der Umwelt. Nicht das Motto „viel hilft viel“, sondern gezieltes und somit zeitpunktorientiertes Giessen ist das Gebot der Stunde. Zuviel Wasser bewirkt das Verfaulen der Wurzeln.

Zweifelsohne fällt vom Himmel das beste Wasser, was den Garten betrifft! Also liebe Gärtner sammelt das Regenwasser und setzt es je nach Bedarf ein, denn durch das wandelnde Klima sind länger anhaltende Trockenperioden bald auch bei uns im Mitteleuropa spürbar. Da man sich sowohl einen kulinarischen, als auch einen ästhetischen Nutzen von seinem paradiesischem Rückzugsbereich erwünscht, ist das gezielte Bewässern eine wichtige Aufgabe.


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