Bauvorbescheid

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Bauvorbescheid


Der Bauvorbescheid ist kein eigentliches Genehmigungsverfahren. Er dient dazu, vor Einreichung des Bauantrags zu einzelnen Fragen oder Details des Bauvorhabens über eine Bauvoranfrage einen schriftlichen Bescheid zu beantragen. Das ist immer dann hilfreich, wenn rechtliche Vorgaben, z.B. aus dem Bebauungsplan, verschieden ausgelegt werden können oder um sich einzelne Planungsdetails vorab genehmigen zu lassen.

Beispielsweise könnte im Bebauungsplan eine Dachform, sagen wir ein Satteldach, vorgeschrieben
sein. Der Architekt plant nun eine Dachform, die nicht direkt als Satteldach bezeichnet, aber auch
anderen Dachformen nicht eindeutig zugeordnet werden kann, etwa zwei sich im First höhenversetzt
treffende Pultdächer. Zu genau dieser Frage „Wäre ein solches Dach genehmigungsfähig?“
wird dann schriftlich die Bauvoranfrage gestellt. Am besten aussagekräftige Zeichnungen und eine
textliche Beschreibung der Frage schriftlich bei der Baubehörde einreichen. Es wird auch nur zu
diesem einen Detail Stellung genommen. Nach Prüfung und Entscheidung über die Genehmigungsfähigkeit
geht der Bauherrschaft der Bauvorbescheid zu.

Dieser gilt je nach Bundesland zwei bis drei Jahre, sofern er ausnahmsweise nicht kürzer befristet
wird.






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