Baugenehmigungsverfahren - Zusammenfassung
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Baugenehmigungsverfahren - Zusammenfassung


Die verschiedenen Genehmigungsverfahren und die damit zusammenhängende Wartezeit wurden erläutert. Wird im Neubaugebiet gebaut, wird das Bauvorhaben als genehmigungsfreies Wohnungsbauvorhaben behandelt; die Wartezeit lässt sich hier am besten planen: ein Monat nach einreichen der Bauunterlagen.

Nun baut nicht jeder im Neubaugebiet. In vielen Gemeinden gibt es noch Baulücken und Restgrundstücke,
die nicht im Bereich eines Bebauungsplanes liegen. Auch sind Umnutzungen von
landwirtschaftlichen Gebäuden, von alten Dorfschulen oder ausgedienten Bahnhöfen nicht selten.
Wie kann man hier die Dauer des Verfahrens abschätzen?

Wohngebäude werden im vereinfachten Genehmigungsverfahren entschieden. Die Behörde prüft
also bis zu zehn Tage die Vollständigkeit der Bauunterlagen und hat dann in der Regel einen Monat
Zeit, um über den Bauantrag zu entscheiden. Wenn kein Bebauungsplan das Grundstück regelt,
muss man eigentlich immer damit rechnen, dass weitere Behörden am Genehmigungsverfahren beteiligt
werden und sich die Bearbeitungsfrist auf bis zu drei Monate verlängert. Gerade beim Bauen
im Bestand, Baulücken schließen, Umnutzung und/oder Modernisierung alter Gebäude kann das
Denkmalschutzamt mitreden wollen; auch wenn das eigene Gebäude selbst nicht denkmalgeschützt
ist, kann die Umgebung geschützt sein und wirkt auf das eigene Bauvorhaben ein.

Auch die Umnutzung landwirtschaftlicher Gebäude ist nicht immer problemlos möglich; oft sind
diese als landwirtschaftlich privilegiert, können nicht einfach zu Wohnzwecken umgenutzt werden.
Außerhalb geschlossener Ortschaften, „im Außenbereich“ heißt das im Baugesetzbuch, müssen
weitere Aspekte wie Gewässer- oder Naturschutz beachtet werden. All dies wird von weiteren Behörden
geprüft.

Wenn Sie nicht in klar geregelter Umgebung bauen, rechnen Sie am besten immer mit drei Monaten
Bearbeitungsfrist. Hier ist es vor der eigentlichen gestalterischen Planung wichtig, die an der
Durchführung des Genehmigungsverfahrens eventuell beteiligten Behörden kennenzulernen und
bespricht das Vorhaben vorab persönlich umfassend mit den zuständigen Sachbearbeitern.


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