Bau-Abnahmeprotokoll
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Bau-Abnahmeprotokoll


Der ausgewählte Fachmann wird ein Abnahmeprotokoll mit zum Abnahmetermin bringen. Im Abnahmeprotokoll werden die Teilnehmer der Begehung aufgeführt, das Datum, die abzunehmende Bauleistung. Zeigt sich bei der Abnahme, dass wesentliche Teile der Leistung mangelhaft sind, wird die Abnahme verweigert.

Im Abnahmeprotokoll wird vermerkt: „Wegen dieser Mängel wird die Abnahme verweigert:“, die festgestellten Mängel werden aufgeführt und möglichst genau beschrieben. Also nicht einfach „Fenster funktionieren nicht“; es soll schriftlich geschildert werden, welche Fenster mangelhaft sind, wo sich der Mangel befindet, wie er sich auswirkt. Letztendlich wird mit dem Vermerk „Neuer Termin für die Abnahme nach Beseitigung der Mängel: ...“ auch gleich das nächste Abnahmedatum schriftlich festgelegt. Diese Frist muss angemessen sein, nicht zu kurz.
Bezüglich der vertraglich fälligen Vergütung kann im Protokoll ein Zurückbehaltungsrecht bezüglich der Kosten für die Beseitigung der vorhandenen Mängel vermerkt werden. Zurückbehalten werden darf gem. Gesetz (§641, Absatz 3) ein Betrag in 2-facher Höhe der veranschlagten Mängelbeseitigungskosten – der Rest der fälligen Vergütung wird dann ausgezahlt. Der sogenannte Druckzuschlag soll ein Anreiz für den Unternehmer sein, die Mängel so schnell wie möglich zu beseitigen. Die Bauleistung wird also nicht komplett verweigert, der mangelfreie Anteil wird anerkannt, lediglich der mangelhafte muss nachgebessert werden.
Abschließend wird das Abnahmeprotokoll allen Beteiligten ausgehändigt (auch jenen, die während dem Abnahmeprozedere nicht anwesend waren).


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