KfW-Wohneigentumsprogramm
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KfW-Wohneigentumsprogramm


Um ein Haus oder eine Wohnung zu finanzieren, nutzen die meisten Eigentümer einen Kredit. Zusätzlich zum Kredit der Hausbank gibt es einige staatliche finanzielle Förderungen und Zusatzkredite. „Sie möchten bauen oder kaufen? Ein Haus oder eine Wohnung modernisieren? Wir fördern Ihre Pläne fürs eigene Zuhause.“ So wirbt die KfW-Bank für ihre Fördermaßnahmen. Wir kennen die KfW-Förderungen für energieeffizientes Bauen und sanieren; die KfW fördert aber auch Bau oder Kauf, wenn die Energieeffizienz nicht im Vordergrund steht.

Für den Bau oder Kauf von selbstgenutzem Wohneigentum hält die KfW ihr Wohneigentumsprogramm bereit. Darüber hinaus wird der Erwerb von Genossenschaftsanteilen für selbstgenutzen Wohnraum durch zinsgünstige Kredite unterstützt. Dieser Allroundkredit für Eigentümer ist auch mit anderen KfWFörderprodukten kombinierbar.
Einen Antrag stellen können alle natürlichen Personen, wobei eine Selbstnutzung auch dann vorliegt, wenn das Eigentum unentgeltlich an nahe Angehörige zur Nutzung überlassen wird.

Beim Bau von Wohneigentum wird der Kauf des Baugrundstückes gefördert, wenn der Kauf bei Antragseingang bei der KfW nicht länger als sechs Monate zurückliegt. Die Baukosten werden einschließlich der Baunebenkosten gefördert; die Baunebenkosten wären z.B. die Honorare für Architekt und Energieberater und Notargebühren. Auch die Kosten für die Außenanlagen sind förderfähig.
Beim Kauf von Wohnungseigentum fördert die KfW den Kaufpreis für eine Wohnung, Kosten für Instandsetzung, Umbau und Modernisierung und auch wieder die Nebenkosten, wie Notar- und Maklergebühren oder die Grunderwerbsteuer.
Auch Schenkung oder Erbe wird gefördert und zwar die Sanierungs- und Umbaukosten, Neubaukosten, die Auszahlung der Miterben und auch die Nebenkosten.

Die Antragsteller erhalten bis zu 50.000 € je Vorhaben. Die Laufzeit beträgt zwischen 4 und 25 Jahre mit bis zu 3 tilgungsfreien Anlaufjahren, in denen man nur die Zinsen zahlt; der Zinssatz wird wahlweise für 5 oder 10 Jahre festgeschrieben. Es gilt dabei entweder der am Tag der Zusage durch die KfW oder der bei Antragseingang gültige Zinssatz – je nach dem, was für den Antragsteller günstiger ist.

Ein weiterer Ergänzungskredit – wieder Energieeffizienz

Für die Umstellung der Heizung auf erneuerbare Energien vergibt die KfW einen Ergänzungskredit. Wenn man künftig mit Pellets, Solarwärme oder anderen erneuerbaren Energien heizen möchte und die alte ÖloderGasheizung ersetzt, kann man den Ergänzungskredit „Energieeffizient sanieren“ beantragen. Das gilt auch für kombinierte Heizsysteme auf Basis erneuerbarer Energien und fossiler Energieträger.
Den Antrag stellen kann jeder, der eine Wohnimmobilie saniert. Der Kauf von frisch saniertem Wohnraum wird ebenfalls gefördert, hier müssen die Kosten der neuen Heizung dann im Kaufvertrag ausgewiesen sein.

Die Kreditsumme beträgt bis zu 50.000 € für jede Wohneinheit. Die Laufzeit beträgt zwischen 4 und 10 Jahre mit 1 oder 2 tilgungsfreien Anlaufjahren. Die Zinsbindung gilt für die gesamte Laufzeit.

Den Antrag stellt man, wie bei allen KfW-Fördermaßnahmen, über die Hausbank.


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