KfW-Förderungen für Ihr Zuhause
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KfW-Förderungen für Ihr Zuhause


Ein Einfamilienhaus wird Jahrzehnte genutzt, oft durch mehrere Generationen. Das Haus verändert sich dabei. Mal hier einen Anbau, vielleicht zwei kleine Zimmer zusammenlegen, selten wird groß verändert. Die Bewohner aber ändern sich mit dem Alter sehr. Die Beweglichkeit ist früher oder später eingeschränkt, eventuell benötigt man eine Gehhilfe oder gar einen Rollstuhl. Die Nutzung von Bad und WC wird beschwerlicher. Haus und Wohnung müssen sich dann anpassen, baulich und technisch, damit man das gewohnte Zuhause barrierefrei nutzen kann.

Mit „Machen Sie Ihr Haus fit für die Zukunft“ wirbt die KfW für vielfältige bauliche und technische Maßnahmen, um Hindernisse zu beseitigen und die Sicherheit zu erhöhen. Dabei wird jede bauliche und technische Maßnahme gefördert, die Barrieren beseitigt und den Einbruchsschutz erhöht – vom Weg zu Haus und Außenanlagen, über altersgerechte Stellplätze, über die bauliche Änderung von Innenräumen bis hin zu modernen Bild-Gegensprechanlagen.

Im Grund sorgt jede Maßnahme dafür, dass einzelne Bauteile und Nutzungseinheiten so verändert oder ergänzt werden, dass eine barrierefreie Nutzung ermöglicht wird. Barrierefrei bedeutet uneingeschränkt nutzbar, sei es mit Gehilfe, Rollstuhl, mit verminderter Seh- oder Hörfähigkeit. Dabei definieren Mindestanforderungen die technischen Mindeststandards, die für eine Förderung einzuhalten sind. Alternativ sind auch Maßnahmen zur Herstellung von Barrierefreiheit nach DIN 18040-2 (Barrierefreies Bauen, Norm für den Neubau von Wohngebäuden) in den einzelnen Förderbereichen förderfähig. Diese technischen Mindeststandards werden in sieben Förderbereichen erläutert. Alle einzelnen Förderbereiche sind miteinander kombinierbar, wobei die Bestimmungen der jeweiligen Maßnahme vollständig umzusetzen sind.

Hier eine Aufstellung der Förderbereiche:


Förderbereich 1 - Wege zu Gebäuden und Wohnumfeldmaßnahmen
(Wege zu Gebäuden sowie regelmäßig genutzte Einrichtungen,z. B. Stellplätze, Garagen, Sitz- und Spielplätze und Entsorgungseinrichtungen)

Förderbereich 2 - Eingangsbereich und Wohnungszugang
(Abbau von Barrieren und Schaffung von Bewegungsflächen)

Förderbereich 3 - Vertikale Erschließung/Überwindung von Niveauunterschieden
(Einbau, Nachrüstung oder Verbesserung von Aufzugsanlagen als Anbauten oder Einbauten)

Förderbereich 4 - Anpassung der Raumgeometrie
(Änderung des Raumzuschnitts von Wohn- und Schlafräumen, Fluren oder Küchenräumen)

Förderbereich 5 - Maßnahmen an Sanitärräumen
(Anpassung der Raumgeometrie; Mindestmaße, Bewegungsflächen)

Förderbereich 6 - Sicherheit, Orientierung, Kommunikation
(Altersgerechte Assistenzsysteme, z.B. "Ambient Assisted Living" - "AAL" oder intelligente Gebäudesystemtechnik

ohne Endgeräte und Unterhaltungstechnik)

Förderbereich 7 - Gemeinschaftsräume, Mehrgenerationenwohnen
(Umgestaltung bestehender Gemeinschaftsräume oder Schaffung von Gemeinschaftsräumen in bestehenden Wohngebäuden ab drei Wohneinheiten)

Auf alle technische geforderten Mindeststandards kann hier nicht eingegangen werden. Im Grunde müssen bestimmte Mindestmaße für Durchgänge und Bewegungsflächen beachtet werden, Bedienelemente müssen großflächig bemessen sein, tastbar wahrzunehmen und in ihrer Funktion erkennbar.

Zusätzlich werden Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz gefördert.

Der Kredit „Altersgerecht umbauen“ beträgt bis zu 50.000 €, unabhängig vom Alter; Laufzeit 4 bis 30 Jahre , Zinsbindung 5 oder 10 Jahre. Als Investitionszuschuss kann man bis 6.250 € beantragen und bis zu 1.500 € für Einbruchschutzmaßnahmen.


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