KfW-Effizienzhäuser
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KfW-Effizienzhäuser


In Zeiten steigender Energiekosten spart man mit einer energieeffizienten Wohnimmobilie bares Geld. Energieeffizient bedeutet, dass man mit der dem Gebäude zugeführten Energie möglichst sparsam umgeht, ohne aber auf modernen Wohnkomfort verzichten zu müssen. Das Zusammenspiel von Baumaterial, Haustechnik und nicht zuletzt der Nutzung eines Wohnhauses entscheidet, ob Rohstoffe verschwendet oder effizient genutzt werden. Nun bringt jedes energieeffizient gebaute Haus auch eine finanzielle Mehrbelastung für die Bauherrschaft – man gibt zuerst mehr Geld aus, um späterhin zu sparen.

Die Energiepreise werden weiterhin ansteigen, mal langsamer, mal stärker; die für Raumheizung und Wassererwärmung meist genutzten Rohstoffe sind immer noch die nicht erneuerbaren Energieträger Öl und Gas. Und nicht erneuerbar bedeutet, diese Energieträger werden immer knapper, und Verknappung führt zu Preiserhöhung. Heizenergie effizient zu nutzen, wird sich künftig lohnen, auch wenn man das bei den momentan günstigen Energiepreisen nicht voraussehen mag. Heizenergie effizient nutzen heißt, die Wärmeverluste des Hauses zu minimieren: Ein Heizsystem mit wenig Wärmeverlusten und hohem Wirkungsgrad, eine gute Wärmedämmung der Gebäudehülle (Dach, Außenwände, Fenster) und ein möglichst hoher Grad an Nutzung erneuerbarer Energieträger.
Die für den Bau eines energieeffizienten Hauses erforderliche finanzielle Mehrbelastung muss die Bauherrschaft aber nicht allein tragen. Die bundeseigene KfW-Bankengruppe fördert den Neubau energieeffizienter Wohnhäuser über zinsgünstige Kredite, einen Tilgungszuschuss und Zuschüsse für die fachliche Baubegleitung durch einen Energieberater. Die Fördermaßnahmen sind dabei je KfW-Effizienzhaus-Standard in der Höhe der finanziellen Förderung gestaffelt.

Energieeffizient bauen: Das KfW-Effizienzhaus

Die Kfw fördert den Neubau von Wohnhäusern mit den KfW-Effizienzhaus-Standards 40, 40 Plus und 55. Hier gilt, je kleiner die Zahl, desto effizienter das Haus und desto höher fällt die KfW-Förderung aus. Und was bedeuten die Zahlen nun konkret?
Diese Zahlen sind im Grunde Vergleichswerte in Prozentangabe. Verglichen wird jeweils mit dem Energiebedarf eines mit dem eigenen Bauvorhaben vergleichbaren Referenzgebäudes. Dieses Referenzgebäude erfüllt die Mindestanforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) hinsichtlich des Jahresprimärenergiebedarfes und des Transmissionswärmeverlustes (d.i. die Dämmqualität der Gebäudehülle), nennen wir dieses Referenzgebäude einfach KfW Effizienzhaus 100, für 100%.

Ein KfW-Effizienzhaus 55 hat einen Jahresprimärenergiebedarf von nur 55 % des vergleichbaren Referenzgebäudes. Tilgungszuschuss 5 % der Darlehenssumme, bis zu 5.000 Euro für jede Wohneinheit.

Ein KfW-Effizienzhaus 40 hat einen Jahresprimärenergiebedarf von nur 40 % eines vergleichbaren Referenzgebäudes. Tilgungszuschuss 10 % der Darlehenssumme, bis zu 10.000 Euro für jede Wohneinheit. Ein KfW-Effizienzhaus 40 erfüllt die Vorgaben an das KfW-Effizienzhaus 40 zuzüglich der Forderung nach einer stromerzeugenden Anlage auf Basis erneuerbarer Energien, einem stationären Batteriespeichersystem (Stromspeicherung), einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und der Visualisierung von Stromerzeugung und Stromverbrauch über ein entsprechendes Benutzerinterface. Tilgungszuschuss 15 % der Darlehenssumme, bis zu 15.000 Euro für jede Wohneinheit.

Momentane Konditionen: Kredithöhe jeweils 100.000 Euro, Laufzeiten von 4 – 30 Jahren, Zinsbindung 10 – 20 Jahre, Zinssatz von 0,75% - 1,5%.


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