Euribor-Darlehen - Baufinanzierung
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Euribor-Darlehen - Baufinanzierung


Euribor (Euro Interbank Offered Rate) bezeichnet den Zinssatz von Termingeldern in Euro im Segment des Interbankengeschäfts.

Über vierzig Banken ermitteln Tag für Tag einen Durchschnittswert, der den Referenzzinssatz darstellt. Dies geschieht, indem diese Kreditinstitute Meldung über die Höhe des Zinssatzes machen, zu welchem sie die kurzfristigen Anlagen von Konkurrenz-Kreditinstituten verzinsen möchten. Im Allgemeinen hängt der Euribor von der EZB ab, er fällt oder steigt aber nicht analog zum EZB-Leitzins, da der Euribor in erster Linie mit dem geschäftlichen Gebaren der Geldinstitute in Zusammenhang steht.

Bei einem Euribor-Darlehen wird den Kunden mit einem Aufschlag von 0,8 bis 0,9 Prozent von der Bank nun jenes Geld offeriert, welches andere Banken bei ihr in der kurzfristigen Form des Euribors angelegt haben. Eine Folge dieser Maßnahme sind vergleichsweise hohe Zinsen von rund zwei Prozent.

Gerade in der Baufinanzierung stellt sich ein Euribor-Darlehen als günstige, aber auch risikoreiche Alternative dar. Die Ursache dafür liegt in der Tatsache begründet, dass der Zinssatz bei einem Euribor-Darlehen vierteljährlich geändert wird. Das bedeutet, dass der Bauherr zwar enorm von einem Euribor-Darlehen profitieren kann, aber über viel Kapital verfügen sollte. Die Banken minimieren das potenzielle Ausfallsrisiko ihrerseits, indem sie bei einer Baufinanzierung lediglich Kombinationen von Euribor-Darlehen und Festzinsdarlehen anbieten.

Um gegen eine spontane Zinssteigerung gewappnet zu sein, kann ein Euribor-Darlehen zu jedem Quartalsende gekündigt werden. Aufgrund etwaiger Zinserhöhungen ist das Euribor-Darlehen für jene Bauherren interessant, die ihr Bauvorhaben auch problemlos mit einem herkömmlichen Festzinsdarlehen finanzieren könnten. Es wird empfohlen, die eingesparten Aufwendungen für die Zinsen einer frühzeitigen Darlehens-Tilgung zuzuführen.

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