Riester Zulagen - Baufinanzierung
(5 Bewertungen)
Riester Zulagen 4.2 5 5votes
Views: 3326
<< Vorheriges Thema | Nächstes Thema >>

Riester Zulagen - Baufinanzierung


Riester-Zulagen waren einst nur für Banksparpläne, private Rentenversicherungen und Fondssparpläne gewährt worden, doch dies änderte sich mit der Einführung der Eigenheimrente.

Dieses Eigenheimrentengesetz gewährt nun, neben anderen Riesterprodukten die Gleichberechtigung auch Wohneigentum das selbst genutzt wird, als Altersvorsorge anzuerkennen. Hierunter fallen auch Einzahlungen die auf Bausparverträge gehen. Damit sind Bausparverträge am 01.01.2008 „riesterwürdig“ geworden. Dennoch gibt es dabei einen Haken, denn die Bausparverträge müssen Riester-Zertifiziert sein. Deshalb sollte man, wenn man sich für einen Bausparvertrag dieser Art interessiert, bei den Bausparkassen nach einem Riester-zertifizierten Bausparvertrag erkunden.

FAQ – Fragen und Antworten rund um Riester und Bausparvertrag
Wenn man alle geförderten Anlageformen, die abgeschlossen wurden zusammenzählt, dann kommt man auf eine Summe die besagt dass zwischenzeitlich schon mehr als 10 Millionen Riesterverträge abgeschlossen wurden. Dies wird seit Dezember 2008 noch durch Riester-Bausparverträge ergänzt. Wie die Stiftung Warentest in ihrem Novemberheft bekanntgab, ist es das Ziel aller 25 Bausparkassen ihren Kunden Riesterverträge in dieser Form anzubieten. Nachstehend werden die wichtigsten Fragen, die es zur Riester-Bausparförderung gibt, genauer erläutert.

Wenn aus dem Riester-Bausparvertrag die Bausparsumme entnommen wird
Das gesamte Bausparkapital das vom Riester-Bausparer erspart wurde, darf ohne weiteres für die Entschuldung, den Kauf oder Bau einer Immobilie die selbst bewohnt wird, genutzt werden. Auch ist es möglich einen Teil des Bausparvermögens, nämlich bis zu 75 Prozent vorzeitig zu entnehmen. Daraus resultiert auch eine Tilgung von Immobiliendarlehen durch die Riesterzulagen. Allerdings müssen Altverträge, also vor dem 01. Januar 2008 abgeschlossene Verträge ein Mindestkapital von 10.000 Euro aufweisen, eine Einschränkung die bei den Neuverträgen nicht besteht. Jedoch entfällt diese Einschränkung ab 2010.

Nun bedarf es aber einiger Vorraussetzungen, da der deutsche Staat keinen Wert darauf legt, das mallorquinische Ferienhaus mitzufinanzieren. Dies bedeutet, dass sich die Wohnung oder das Haus auf deutschem Boden befinden und zu eigenen Wohnzwecken verwendet werden muss. Grundsätzlich ist es so, dass Bausparkapital für die Fertigstellung, beziehungsweise für den Erwerb von Immobilien die selbst bewohnt werden, seit dem 31.12.2007 begünstigt verwendet werden kann. Ebenfalls förderungsfähig ist das erwerben von Dauerwohnrechten seit dem 01.01.2008, weil diese unschädlich sind.

Bei Rentenbeginn, also bei dem Beginn der Auszahlungsphase ist es möglich, dass ein Haus, bzw. eine Wohnung die noch vor dem 01.01.2008 erworben und selbst genutzt wurden, mit dem gesamten geförderten Riester-Kapital zu entschulden.

Wohn-Riester – Was ist das?
Begriffe wie „Eigenheimrente“, „Wohnriester“ und „nachgelagerte Besteuerung“ sind anfänglich ein wenig verwirrend. Dabei ist es eigentlich nur wichtig, dass man weiß dass Bürger die einen Riester-Vertrag als Altersvorsorge abgeschlossen hatten, seit 2008 um eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen oder zu bauen das selbst bewohnt wird, die gesparten Beträge vollständig entnehmen können. Mit diesen Beträgen ist es auch möglich bereits bestehende Darlehen die für den Bau oder den Kauf einer Immobilie genutzt wurden, verwendet werden. Der Begriff „Eigenheimrente“ ergab sich aus der Zulagenförderung.

Jedoch zahlt man bei der Eigenheimrente keine monatlichen Raten. Daraus resultiert auch, dass man keine Zahlung besteuern kann, wenn es eine mangelnde Rentenzahlung gibt. Deswegen gibt es ein „Wohnförderkonto“, allerdings ist dies nur fiktiv und dient als eine Art Hilfskonstruktion. Mit diesem Konto wird es so gehalten als ob der Bausparer seine späteren Tilgungsbeiträge auf diesem Konto parkt. Dafür erfasst das fiktive Konto Eigenleistungen und Zulagen, also alle geförderten Beiträge. Auch der Entnahmebetrag wird hier festgehalten. Diese Beträge erhalten dann eine jährliche 2 Prozent Verzinsung, solange bis der Bausparer in den Ruhestand eintritt. Dann hat er auf diese Summe die Steuern zu entrichten.

Riester-Bausparvertrag und Einkommensteuer
Da der Bausparer in der Ansparphase eine Menge Zulagen und Steuervergünstigungen erhält, wird die Auszahlung bei dem Eintritt in die Rente besteuert. Dies nennt sich „nachgelagerte Besteuerung“, was darauf zurückzuführen ist, dass die Zeit der Besteuerung nach hinten verschoben wird. Dies hat mehrere Vorteile. Denn der Steuersatz, der während der Berufstätigkeit fällig wäre, wäre bei weitem deutlich höher als es der Satz im Ruhestand ist.

Riester-Bausparverträge und Hausmodernisierungen
Unternimmt man in seinem Haus oder in der Wohnung Maßnahmen die beispielsweise der Einsparung von Energie dienen, so zählt sich dies zu Modernisierungszwecken. Diese sind jedoch nicht förderungswürdig. Das Kapital dass in der Bausparsumme angespart wurde, kann deshalb nicht für Modernisierungsmaßnahmen verwendet werden.

Wohnung oder Haus verkaufen
Nichts spricht gegen einen Verkauf von Wohneigentum, allerdings muss die Fördersumme von dem Verkaufspreis wieder in den Riester-Vertrag fließen. Alternativ hat der Bausparer die Möglichkeit innerhalb einer bestimmten Zeit wieder eine Immobilie in Deutschland zur Eigennutzung zu beziehen. Zieht er jedoch in eine Mietwohnung, vergisst er die Übertragung in einen anderen Riester-Vertrag oder wandert ins Ausland aus, so hat der Bausparer die staatlichen Zulagen wieder zurück zu zahlen.

„Alte“ Regelung bis zum 01.01.2008 – Altvertrag und Wohn-Riester
Die „alte“ Riester-Regelung besagt, dass von einem Riesterkonto ein Minimalbetrag von 10.000 Euro bis hin zu einem Maximalbetrag von 50.000 Euro zu Zwecken eines Wohnungskaufs zinsfrei entnommen werden dürfen. Natürlich muss diese Entnahme bis zum Beginn der Rente wieder ausgeglichen werden, was daraufhin in gleichgroßen monatlichen Raten geschieht. Allerdings ist das eine Doppelbelastung für den Sparer, immerhin hat er dann zwei Beträge einzuzahlen und auch die Mindestsumme wird kaum erreicht.

Dies ist im Hinblick auf den Wohnriester eine offensichtliche Benachteiligung für die Sparer, deren Riester-Vertrag schon vor dem 01. Januar 2008 geschlossen wurde. Denn ihnen wird ein einsetzen des Geldes zur Förderung von Wohneigentum erst dann gestattet, wenn sie eine Summe von 10.000 Euro angesammelt haben. Aber auch Altverträge wurden berücksichtigt, das Ergebnis: Ab 2010 sind auch sie von der Einschränkung befreit. Den Altvertrag zu kündigen ist daher wenig sinnvoll, denn es würden für die Kündigung und die Vertragsumstellung nur weitere Kosten anfallen.

Bericht bewerten


Ihre E-Mailadresse (zur Bestätigung)

Sicherheitsfrage: *







<< Vorheriges Thema | Nächstes Thema >>

Ähnliche Artikel
Wohn-Riester - Baufinanzierung
Offiziell wird der Wohn-Riester als „Gesetz zur verbesserten Einbeziehung der selbstgenutzten Wohnimmobilie in die geförderte Altersvorsorge“ – oder kurz Eig...

Staatliche Förderungen - Zustupf ans eigene Haus
Auch zum wichtigen Thema Förderungen hat das HAUSBAU-FORUM einiges an Wissen gesammelt und präsentiert dieses in den folgenden Informationen. Wer eine Immobi...

Sofortfinanzierung & Zwischenfinanzierung - Baufinanzierung
Mit einem Bausparvertrag eine Sofortfinanzierung oder eine Zwischenfinanzierung vornehmen? Grundsätzlich stellt sich beim Anliegen einer Sofortfinanzierung i...

Bauspar Lexikon - Baufinanzierung
Im „Ratgeber zum Bausparen“ darf ein wichtiges Kapitel nicht fehlen und dieses wäre das Bauspar-ABC. In diesem findet man eine genauere Erläuterung von fachs...

Oben