Bausparen oder Hypothek - Baufinanzierung
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Bausparen oder Hypothek - Baufinanzierung


Vorteile von Bausparen und einem Hypothekendarlehen.

Eigentlich ist es so gut wie nicht möglich einen richtigen Vergleich zwischen den Vorteilen des Bausparens und eines Hypothekendarlehen zu machen. Trotz zahlreicher Annahmen die man setzen muss, würde dennoch keine generelle Aussage getroffen werden können. Jedoch gibt es auch hier, wie bei vielen anderen Dingen im Leben eine Faustregel, die man zumindest nicht außer Acht lassen sollte. Kommt also die Frage auf, Bankkredit oder doch Bauspardarlehen, so, gilt: Über die Zuteilung eines reifen Bausparvertrags sollte der Besitzer gerade dann noch einmal nachdenken, wenn die Hypothekenzinsen ohnehin schon sehr niedrig sind und ein Bankenkredit höchstwahrscheinlich günstiger als ein Bauspardarlehen wäre.

Immerhin ist es schon seit einigen Jahren der fall, dass sich die Bausparkassen über einen großen und treuen Zulauf freuen können, aber ob diese Entscheidung in einer Zeit, in der die Hypothekenzinsen auf dem Tiefstand sind, wirklich sinnvoll ist, kann umstritten werden. Schließlich ist das gerade seit einigen Jahren der Fall. Allein aufgrund der Wirtschafts- und Bankenkrise haben sich die Hypothekenzinsen so in den Keller bewegt. Und dies ist der ausschlaggebende Punkt, der aufgrund der Beleihungsgrenzen und der niedrigen Zinssätze eher für einen Bankkredit spricht, als für eine Bausparfinanzierung.

In der Nachkriegszeit war das Bausparen eine der wichtigsten Finanzierungsquellen, allerdings hat es diese Bedeutung in der heutigen Zeit schon lange verloren. Dabei ist die mangelnde Angebotstransparenz eines der Hauptprobleme in der Bausparfinanzierung. Schwer ermittelbar sind vor allem die wahren Kosten, was aber auch die meisten großen Banken nicht davor zurückschrecken lässt ebenfalls im Geschäft der Bausparer mitzuwirken.

Natürlich ist der Hypothekenzins ein Argument dass man nicht außer Acht lassen sollte, dennoch muss auch bedacht werden, dass bei einem Bauspardarlehen der Vorteil darin zu finden ist, das der Zinssatz konstant ist und das hin bis zur letzten Rate. Nimmt man dahingegen einen Bankkredit, muss der Zinssatz nach dem die Zinsbindungsfrist abgelaufen ist, eine neue Verhandlung stattfinden.

Dabei ist zu beachten, dass sich bei der Zinsverhandlung der „Immobilienzins“ erhöhen wird, wenn eine Steigung des Hypothekenzinses stattgefunden hat. Auf diese Weise kann es zu einer teureren Bankfinanzierung führen. Auf der anderen Seite ist es so, dass der zu Beginn niedrige Zins soviel Einsparungen mit sich bringt, dass die bestehende Gefahr bei der Anschlussfinanzierung ein wenig außer Acht gelassen werden kann. Zudem kann man die Möglichkeit eines Forward Darlehen in Anspruch nehmen und so flexible Möglichkeiten erhalten.

Grundsätzlich ist eine Bausparfinanzierung den Bauherren zu empfehlen, die großen Wert auf eine genaue Kalkulierung der Hausbaukosten legen. Die Mehrkosten die bei einem Bauspardarlehen zu erwarten sind, sind der Preis für eine Kalkulationssicherheit.

Jedoch ist es auch so, dass die Alternative Bankenfinanzierung für viele Personen erst gar nicht in Frage kommt. Wenn nämlich der Bauherr beispielsweise die 60%ige Beleihungsgrenze bei seiner Bank erreicht hat. In solchen Fällen ist ein vorhandener Bausparvertrag nicht unsinnig, besonders wenn noch Kapital fehlt. Immerhin sind Bauspardarlehen nachrangig gewährende Kredite. Die Beleihungsgrenze hierbei befindet sich bei 80 Prozent. Durch den Abschluss einer Bausparpolice ist daher jeder Bauherr ein wenig abgesichert, vor allem dann, wenn er nicht über genügend Eigenkapital besitzt.

Wichtig ist für jeden Bausparer, dass er bis zum erwünschten Zuteilungstermin die Bausparsummenhöhe abstimmt. Einen längeren Zeitraum muss man einberechnen, wenn man noch 50 Prozent ansparen muss. Für den Bauherrn ist es sinnvoller eine kleinere Bausparsumme zu wählen, wenn es bis dahin noch unklar ist wann der Bautermin beginnt. Auf diese Weise kann der Bauherr über die eingezahlte Summe schneller verfügen.

Verzichtet der Sparer auf das Darlehen, lohnt sich der Abschluss eines Bausparvertrages nicht wirklich. Es sei denn, das auf staatliche Prämien ein Anspruch besteht. Solche Prämien haben die Kraft einen Bausparvertrag schon in der Ansparphase zu einer rentablen Geldanlage zu machen. Entscheidet sich der Bauherr auf das Bauspardarlehen zu verzichten, wird über die eingezahlten Beträge eine siebenjährige Sperrfrist gesetzt. Erst nach Ablauf dieser Zeit ist es dem Bausparer möglich die Prämien für einen anderen Grund als eine Baufinanzierung zu erhalten.

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