Bausparmöglichkeiten bei der Baufinanzierung
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Bausparmöglichkeiten - Baufinanzierung


Bausparen liegt immer noch im Trend, obwohl es schon eine lange Tradition hat.

Man geht in das Institut seiner Wahl und schließt einen Bausparvertrag ab. Dieser hat eine bestimmte Laufzeit und man zahlt monatlich eine feste Rate ein. Die Ansparsumme wird vorher festgestellt und beträgt mindestens 4000 Euro. Aufgrund der Förderungen und Zinsen die gleich in den Vertrag reinfließen, muss man als Kunde nur soviel einzahlen bis die Summe angespart ist. Sobald der Vertrag abgelaufen ist, kann man das Geld abheben oder einen Kredit mit besonderen Konditionen beantragen.

Aufgrund der staatlichen Förderung, ist Bausparen schon ein sehr langer Bestandteil des Finanzwesen in Deutschland.

In Deutschland gibt es die so genannte Wohnungsbauprämie. Jeder der einen Bausparvertrag besitzt und über 16 Jahre alt ist kann diesen in Anspruch nehmen solang sein Jahreseinkommen unter 25.600 € liegt. Die Prämie beträgt 8,8% der jährlichen Einzahlungen. Der Höchstsatz ist jedoch 512 €
Verdient man als Arbeitnehmer im Jahr unter 17.900 € kann man zusätzlich die Arbeitnehmersparzulage beantragen. Die Prämie liegt hier bei 9 % der jährlichen Einzahlungen in den Bausparvertrag, maximal jedoch 470€ Nützt man alle Förderungen aus, kann man zusätzlich bis zu 87,36 € vom Staat erhalten. In Österreich ist das System ähnlich wie in Deutschland, nur in der Schweiz ist die Situation komplett eine andere.

Was wo anders fester Bestandteil ist, kann man in der Schweiz lange suchen. Kaum eine Bank bietet Bausparen an. Nur Genf, Zug und die Regionen des Basellandes bekommen staatliche Hilfe. Die Modelle der einzelnen Kantone sind jedoch auch sehr unterschiedlich. Zwischen 2005 – 2006 wurde noch geplant eine landesweite Vereinheitlichung einzuführen, doch am 10.Juni 2008 wurde dies vom Ständerat erneut abgelehnt.

Steuererleichterungen, Direktzahlung bei Kauf von Grundstücken und guten Konditionen bei Banken, dass ist das Modell des Basellandes. Jedoch gibt es da auch von Bank zu Bank Unterschiede.

Das Bausparmodel ist sehr einfach erklärt. Die Laufzeit beträgt bis zu 10 Jahre und innerhalb dieser Zeit kann man Beträge anlegen, die der Staat festgelegt hat. Diese Rücklagen können dann steuerlich geltend gemacht werden. Verwendet man diese aber nach Ablauf der Frist nicht zum Bauen, sondern für andere Wünsche, so werden diese nachträglich besteuert.

Nach einer fünf jährigen Frist wird die finanzielle Direkthilfe des Staates ausbezahlt. Diese wird vorher nach den Bankkonditionen vereinbart. Dabei gibt es eine Obergrenze die sich auf 20.000 CHF (12345 €) beläuft. Ziemlich viele Banken bieten einen Bonuszinssatz für das angelegte Kapital an der etwa 0,5% beträgt. Dieser ist zwar nicht genormt, ist aber ziemlich verbreitet.

Das Modell aus dem Basellandes, das wir gerade vorgestellt haben, diente damals als Vorlage für die geplante Nationalisierung des Bausparens. Es fördert nachweislich die Wirtschaft und hilft Menschen ein Eigenheim zu kaufen.

Leider ist in vielen Regionen der EU das Thema Bausparen nicht sehr bekannt, da es dort an staatlichen Förderungen mangelt. Vorbilder auf dem Bereich sind auf jeden Fall Österreich, Deutschland und die Schweiz. Auch wenn es Unterschiede in den einzelnen Systemen gibt, ist es dennoch sehr erfolgreich. Zudem dient es als Vorreiter für andere europäische Staaten die hoffentlich auch bald den Weg zum Bausparen finden werden. Wer sich noch genauer damit beschäftigen möchte kann in einer Studie von Dr. rer. pol. Rainer Füeg und Prof. Dr. phil. et lic. rer. pol. Tobias Studer alles genau nachlesen.

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