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ᐅ LAS -Rohr (Abgasrohr, Gastherme) aussengeführt - wie entkoppeln vom Mauerwerk?

Erstellt am: 22.05.26 18:28
N
naliain
N
naliain
22.05.26 18:28
Hallo Profis,

ich wäre dankbar für ein paar Tipps aus der Praxis.

Wir möchten in unserem Wochenendhaus eine einfache Gastherme einbauen. Bisher wurde dort nur mit Kamin geheizt. Eine Wärmepumpe macht bei diesem Haus weder finanziell noch funktionell wirklich Sinn.

Meine Frage betrifft das LAS-Rohr. Dieses soll durch das Mauerwerk geführt und außen an der Fassade befestigt werden. Da ich relativ empfindlich auf Körperschall und Brummgeräusche reagiere, möchte ich möglichst vermeiden, dass über das LAS Schwingungen ins Mauerwerk übertragen werden.

Auf gummierte Rohrschellen werde ich natürlich achten. Unsicher bin ich aber bei der Wanddurchführung selbst: Wie führt man das Rohr dort am besten aus, damit keine Schallbrücke entsteht?

Soweit ich verstanden habe, sollte man das Rohr nicht starr einmörteln. Stattdessen liest man öfter etwas von Futterrohr oder elastisch geschlossenem Ringspalt. Mich würde interessieren, wie so etwas in der Praxis umgesetzt wird und welche Materialien dafür üblich sind, z. B. Mineralwolle, Sylomer oder Brandschutz-Silikon.

Und noch eine Frage: Wenn das LAS-Rohr 10 cm Außendurchmesser hat, welchen Durchmesser sollte die Kernbohrung sinnvollerweise haben, damit genügend Platz für die Entkopplung bleibt?

Vielen Dank schon mal!

Ralf

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Hallo naliain,

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N
Nauer
24.05.26 12:14
Hi,

starr einmörteln wäre bei sowas tatsächlich ziemlich genau das, was man nicht machen sollte, auch wenn es leider noch oft genug so hingepfuscht wird. Gerade bei älteren Wochenendhäusern mit eher leichtem Mauerwerk hörst du jede kleine Schwingung schneller als in einem massiven Neubau mit 36,5er Wand. Die Therme selbst ist meist garnicht das große Problem, eher das leichte Mitschwingen vom LAS bei bestimmten Drehzahlen vom Gebläse.

Futterrohr mit elastischem Ringspalt ist da schon der richtige Ansatz. Mineralwolle geht grundsätzlich, bringt aber allein oft weniger als manche denken, weil sie halt nicht entkoppelt sondern eher stopft. Ich würde eher ein etwas größeres Futterrohr setzen und den Ringspalt sauber mit weichem Material ausführen, z.B. Brandschutzsilikon außen und innen nur locker hinterfüllt. Ringraumdichtungen funktionieren technisch sauber, sind aber bei einem simplen LAS an nem Wochenendhaus fast schon die Porschelösung für den Supermarktparkplatz, wenn du verstehst was ich meine.

Wichtig ist eher, dass die Konsole außen nicht zu stramm angeknallt wird. Genau da entstehen oft die Brummgeräusche nach 2-3Jahren, wenn sich minimal Spannung aufbaut. Gummierte Schellen sind ok, aber schau dass wirklich EPDM-Einlagen drin sind und kein billiger harter Kram. Sylomer geht natürlich auch, wird aber im privaten Bereich gern etwas übertrieben eingesetzt. Man liest halt viel dazu im Netz.

Und noch was was viele vergessen: Wie soll die Therme selbst befestigt werden? Wenn die direkt an einer dünnen Innenwand hängt, überträgt sich der Körperschall teilweise stärker darüber als übers LAS. Was für ein Mauerwerk hast du denn dort überhaupt, Vollstein, Bims oder irgendwas Leichtes?