wir bauen eine Doppelhaushälfte direkt an der Grenze. Unser Nachbar will nun mit über 1–2 m Versatz später an uns bauen – also nicht direkt anschließen. Im Gespräch hatten wir den Eindruck, dass ihm die baulichen Folgen dieser Entscheidung nicht bewusst sind. Wir sind mit Planung und baugenehmigung schon durch und wollen langsam anfangen.
Wir fragen uns, wie wir ihn freundlich darauf hinweisen können, dass durch den Abstand erhebliche zusätzliche Risiken und Kosten entstehen – z. B.:
Wie bringt man das am besten zur Sprache, ohne den Eindruck zu erwecken, man will reinreden? Wir möchten einfach spätere Streitigkeiten vermeiden und klären, wer für was haftet, wenn er sich für diese Lösung entscheidet.
Wir fragen uns, wie wir ihn freundlich darauf hinweisen können, dass durch den Abstand erhebliche zusätzliche Risiken und Kosten entstehen – z. B.:
- Er braucht eine eigene Brandwand und darf keine Dämmung, Putz oder Dachteile über die Grenze ziehen.
- Die Dämmung seiner Grenzwand muss trotzdem vollständig ausgeführt und dauerhaft geschützt werden – was ohne Überstand oder ausreichenden Arbeitsraum schwer wird.
- Der entstehende Spalt muss dicht, zugänglich und wartbar bleiben – sonst drohen Feuchteprobleme, Laub, Frostschäden.
- Sockel-, Dach- und Spenglerarbeiten werden komplizierter und teurer – auf beiden Seiten.
- Unsere Küchenabluft liegt an dieser Seite – wir wollen keine Probleme mit Kondensat oder Wärmeabstrahlung an seiner Wand.
- Insgesamt entstehen durch den Versatz Kosten, die man durch einen direkten Anbau vermeiden könnte. Gebäudeenergiegesetz, BayBo usw.
Wie bringt man das am besten zur Sprache, ohne den Eindruck zu erwecken, man will reinreden? Wir möchten einfach spätere Streitigkeiten vermeiden und klären, wer für was haftet, wenn er sich für diese Lösung entscheidet.
W
wiltshire02.07.25 12:19Schorsch_baut schrieb:
Ich gehe davon aus, dass der Nachbar schlicht die Gelegenheit nutzt, eine geschützte Terrasse bauen zu können.Das kann sein. Es ist immer sinnvoll herauszufinden, was denn der eigentliche Wunsch ist. Kein Mensch will einen teuren Versatz nur des Versatzes wegen. Wenn es also um den Sichtschutz geht, habt ihr möglichkeiten über Lösungsalternativen zu spechen, die Deines Nachbarn Ziel dienen und Dich weder Geld, noch Nerven kosten. Bist Du im Gespräch an diesem Punkt, diskutierst Du nicht mehr die Nachteile des Vorhabens gegen Die Vorstellung Deines Nachbarn, sondern die gemeinsame Erreichung beider Ziele. Das ist auch ausgesprochen Zielführend für ein gutes langjähriges Nebeneinander- bzw. Zusammenleben.M
m0LN4rius02.07.25 16:06Ist die Blaue linie in dem Bebauungsplan Bild nicht die Baulinie?
N
nordanney02.07.25 16:15m0LN4rius schrieb:
Ist die Blaue linie in dem Bebauungsplan Bild nicht die Baulinie?Baulinie = Pflicht, auf dieser Linie zu bauen (normal rot)Baugrenze = Grenzen, die nicht über- aber unterschritten werden können (normal blau)
Also mal um hier auch noch eine Meinung beizutragen versetze Fassaden sind bei uns im Baugebiet normal wenn ich so überschlage sind von 50 Doppelhaushälfte mindestens 30 mit Versatz. Warum weil die Grundstücke nicht mit Lineal gezogen sind und ich finde es gar nicht schlimm es lockert auf.
PS. Was wenn er seine Doppelhaushälfte größer als deine bauen wollen würde könntest du auch nicht Verhindern.
PS. Was wenn er seine Doppelhaushälfte größer als deine bauen wollen würde könntest du auch nicht Verhindern.
M
m0LN4rius02.07.25 19:35Naja mir ist das Egal was er macht, ich will nur verstehen warum man umständlicher und 30.- 50.000€ mehr ausgeben will und dann fragt ob er auf meiner Seite dämmen darf usw.
Früher hat man sowieso ineffizient ohne Dämmung gebaut, da war schon der Punkt anders. Und beim Versatz müssen beide Ecken jeweil Doppelhaushälfte extra Erdarbeiten und Tiefe Streifen fundamente haben, weil die Hohenkoten zur Straße halt so sind.
Früher hat man sowieso ineffizient ohne Dämmung gebaut, da war schon der Punkt anders. Und beim Versatz müssen beide Ecken jeweil Doppelhaushälfte extra Erdarbeiten und Tiefe Streifen fundamente haben, weil die Hohenkoten zur Straße halt so sind.
m0LN4rius schrieb:
Früher hat man sowieso ineffizient ohne Dämmung gebaut,Ist das so? Was heißt denn früher? Auch vor 40 Jahren hat man gedämmt, nur nicht mit dem vorgesetzten WDVS.Ähnliche Themen