Hallo Forum,
ich bin neu hier.
Wir beabsichtigen zu bauen und sind auf ein Problem gestoßen, dass uns Kopfzerbrechen bereitet. Ich würde gern eure Meinung dazu hören.
Bei uns im Ort wird ein Neubaugebiet erschlossen. Nach den Entwicklungen der Letzten Monate sind die Aussichten -für uns- groß ein Grundstück zu bekommen. Es wollen eben nicht mehr so viele Bauen. Der € sitzt nicht mehr Locker.
Die Bauauflagen sind sehr hoch. Unter anderem wurde in Wärmekonzept mit der hiesigen Stadtwerke aufgesetzt, das für mich eher einem Konjunkturprogramm für die Stadtwerke gleicht. Aber vielleicht übersehe ich da was.
Aus Geräuschgründen wird auf Erdwärmekollektoren gesetzt die Großflächig von der Stadtwerke angelegt werden. Die Heizungstechnik kommt von der Stadtwerke und kann gegen Gebühr 10 oder 15 Jahre genutzt werden. Die Kosten sind unverschämt, verglichen mit einem stinknormalen Luft-Wasser-Wärmepumpenkonzept für ein KFW 55 oder KfW40 Haus.
Zu den Kosten:
Einmalig soll ein Bauzuschuss und eine Anschlusszahalung iHv. ~25k€ getätigt werden-. Das Deckt den Kollektorbau und den Anschluss an das Netz ab. Dann je nach Leistung der Wärmepumpe die man hingestellt bekommt Monatlich für 10 oder 15 Jahre eine Grundgebühr/Servicepauschale für Bereitstellung gezahlt werden ~ 200 bis 280€/Monat für 6kW. Und obendrauf noch die eigentlichen Wärmekosten hier immerhin nur ca 8 cent/ kWh.
Ich bin ziemlich sauer, weil die Bauleute sich
1) Ihre Technik nicht aussuchen können
2) gezwungen sind ihren Wirtschaftsraum so auszulegen, dass die Stadtwerke mit ihrem Zeug rein kann
3) Ich für 10 respektive 15 Jahre geknebelt werde an die Stadtwerke einen Pauschalbetrag abzudrücken
4) Nach Ablauf der Zeit mit entweder auf eigene Kosten selbst Technik hinstellen kann (Es gibt nur ein lebenslanges Recht auf Nutzung der Wärmequelle), oder irgendwie mit weiteren Zahlungen an die Stadtwerke mit deren Zeug weiter machen kann.
5) Es nicht vorgesehen/erlaubt ist die Photovoltaikanlage mit dem Wärmetauscher zu koppeln, nur mit Hausstrom. (Nachhaltig?)
Was haltet ihr davon? Klar Erdwärme ist wesentlich effizienter als Luftwärmepumpen, wenn ich das alles zusammenzähle habe ich in 10 oder 15 Jahren insgesamt eine Summe von 58k€ bis 64k€ (anschlusskosten + Technikmiete + Servicepauschale etc.) an die hiesige Stadtwerke gezahlt, da ist die Wärme ja noch nicht geflossen, die kommt noch on Top, mir gehört nix davon, und ich muss in 10-15 Jahren mit weiteren Kosten zusehen wie es weiter geht.
Ich halte das für extrem Wucher und eher ein nachhaltiges Konjunkturprogramm für die hiesige Stadtwerke, und nicht für nachhaltiges Heizkonzept..
Was übersehe ich? Dieses ganze wird den Bauleuten als besonders nachhaltig verkauft. Umwelt und so. Und niemand beschwert sich, es wird gebaut wie verrückt.
ich bin neu hier.
Wir beabsichtigen zu bauen und sind auf ein Problem gestoßen, dass uns Kopfzerbrechen bereitet. Ich würde gern eure Meinung dazu hören.
Bei uns im Ort wird ein Neubaugebiet erschlossen. Nach den Entwicklungen der Letzten Monate sind die Aussichten -für uns- groß ein Grundstück zu bekommen. Es wollen eben nicht mehr so viele Bauen. Der € sitzt nicht mehr Locker.
Die Bauauflagen sind sehr hoch. Unter anderem wurde in Wärmekonzept mit der hiesigen Stadtwerke aufgesetzt, das für mich eher einem Konjunkturprogramm für die Stadtwerke gleicht. Aber vielleicht übersehe ich da was.
Aus Geräuschgründen wird auf Erdwärmekollektoren gesetzt die Großflächig von der Stadtwerke angelegt werden. Die Heizungstechnik kommt von der Stadtwerke und kann gegen Gebühr 10 oder 15 Jahre genutzt werden. Die Kosten sind unverschämt, verglichen mit einem stinknormalen Luft-Wasser-Wärmepumpenkonzept für ein KFW 55 oder KfW40 Haus.
Zu den Kosten:
Einmalig soll ein Bauzuschuss und eine Anschlusszahalung iHv. ~25k€ getätigt werden-. Das Deckt den Kollektorbau und den Anschluss an das Netz ab. Dann je nach Leistung der Wärmepumpe die man hingestellt bekommt Monatlich für 10 oder 15 Jahre eine Grundgebühr/Servicepauschale für Bereitstellung gezahlt werden ~ 200 bis 280€/Monat für 6kW. Und obendrauf noch die eigentlichen Wärmekosten hier immerhin nur ca 8 cent/ kWh.
Ich bin ziemlich sauer, weil die Bauleute sich
1) Ihre Technik nicht aussuchen können
2) gezwungen sind ihren Wirtschaftsraum so auszulegen, dass die Stadtwerke mit ihrem Zeug rein kann
3) Ich für 10 respektive 15 Jahre geknebelt werde an die Stadtwerke einen Pauschalbetrag abzudrücken
4) Nach Ablauf der Zeit mit entweder auf eigene Kosten selbst Technik hinstellen kann (Es gibt nur ein lebenslanges Recht auf Nutzung der Wärmequelle), oder irgendwie mit weiteren Zahlungen an die Stadtwerke mit deren Zeug weiter machen kann.
5) Es nicht vorgesehen/erlaubt ist die Photovoltaikanlage mit dem Wärmetauscher zu koppeln, nur mit Hausstrom. (Nachhaltig?)
Was haltet ihr davon? Klar Erdwärme ist wesentlich effizienter als Luftwärmepumpen, wenn ich das alles zusammenzähle habe ich in 10 oder 15 Jahren insgesamt eine Summe von 58k€ bis 64k€ (anschlusskosten + Technikmiete + Servicepauschale etc.) an die hiesige Stadtwerke gezahlt, da ist die Wärme ja noch nicht geflossen, die kommt noch on Top, mir gehört nix davon, und ich muss in 10-15 Jahren mit weiteren Kosten zusehen wie es weiter geht.
Ich halte das für extrem Wucher und eher ein nachhaltiges Konjunkturprogramm für die hiesige Stadtwerke, und nicht für nachhaltiges Heizkonzept..
Was übersehe ich? Dieses ganze wird den Bauleuten als besonders nachhaltig verkauft. Umwelt und so. Und niemand beschwert sich, es wird gebaut wie verrückt.
K
k-man202129.11.22 20:13Ich würde es auch nicht machen. Mal ganz abgesehen von den hohen Kosten gehört zu einem eigenen Haus für mich insbesondere auch ein Stück Unabhängigkeit, die ich hier in einem wichtigen Thema für lange Zeit nicht hätte.
k-man2021 schrieb:
eigenen Haus für mich insbesondere auch ein Stück UnabhängigkeitManche würden das Komfort nennen! 😀Auch eine Mietwohnung hat ihren eigenen Komfort. Das muss man sich nur mal bewusst machen. Auch Unabhängigkeit, denn hinter sich die Tür zusperren und erst Wochen später wiederkommen muss bei einem Eigentumsgrundstück/Einfamilienhaus organisiert werden.
Aber ich gebe dem TE rechnerisch recht.
Ich würde es allerdings machen, wenn die Zahlen für mich unterm Strich stimmen. Denn wenn andere Optionen (Grundstücke, Hausbau, BT-Angebote) teurer sind, dann sag ich frei: machen.
Andere bauen sich Einliegerwohnung für ein Vielfaches der Förderung, und nennen das Freiheit, andere wiederum statten ihr Haus für 20000€ an Komfortgeschichten aus, um unabhängig zu sein (Lüftung, Automation), ob man das immer so in Zahlen aufwiegen kann, bezweifle ich.
M
Maulwurfbau30.11.22 08:24k-man2021 schrieb:
Ich würde es auch nicht machen. Mal ganz abgesehen von den hohen Kosten gehört zu einem eigenen Haus für mich insbesondere auch ein Stück Unabhängigkeit, die ich hier in einem wichtigen Thema für lange Zeit nicht hätte.Ja das sehe ich auch so. Ich persönlich würde mich unwohlfühlen dabei, gebaut zu haben, aber trotzdem gerade bei der Haustechnik nicht "Herr" im eigenen Haus zu sein. Und für dieses Abhängigkeitsgefühl auch noch jahrzehntelang zu blechen.X
xMisterDx30.11.22 21:51Wie berechnen sich die 8 Cent/kWh? Strom? Tatsächliche Wärme?
Beim Rest... ne Erdwärmebohrung würde dich privat eine ähnliche Summe kosten. Die Wärmepumpe inkl. Fußbodenheizung kostet dich auch so 20-25 tEUR.
Oder zahlst du die Verlegung der Fußbodenheizung selbst? Ist ein klassisches "rundum sorglos"-Paket. Geht die Wärmepumpe innerhalb der 10-15 Jahre kaputt, stellen dir die Stadtwerke eine Neue hin und schon bist du im Plus und die Stadtwerke im Minus.
Ist wie mit dem Auto. Leasing ist ein bisschen teurer, dafür fährt man rundum sorglos, weil sämtliche Reparaturen in der Leasingrate enthalten sind. Wer sein Auto lieber selbst kauft und es 10 Jahre fährt... der kann Glück haben... aber schon ein mittelgroßer Schaden schmeißt diese Rechnung um.
Und diese Sicherheit lässt sich der Dienstleister bezahlen, wir alle müssen von irgendwas leben...
Beim Rest... ne Erdwärmebohrung würde dich privat eine ähnliche Summe kosten. Die Wärmepumpe inkl. Fußbodenheizung kostet dich auch so 20-25 tEUR.
Oder zahlst du die Verlegung der Fußbodenheizung selbst? Ist ein klassisches "rundum sorglos"-Paket. Geht die Wärmepumpe innerhalb der 10-15 Jahre kaputt, stellen dir die Stadtwerke eine Neue hin und schon bist du im Plus und die Stadtwerke im Minus.
Ist wie mit dem Auto. Leasing ist ein bisschen teurer, dafür fährt man rundum sorglos, weil sämtliche Reparaturen in der Leasingrate enthalten sind. Wer sein Auto lieber selbst kauft und es 10 Jahre fährt... der kann Glück haben... aber schon ein mittelgroßer Schaden schmeißt diese Rechnung um.
Und diese Sicherheit lässt sich der Dienstleister bezahlen, wir alle müssen von irgendwas leben...
K
k-man202130.11.22 22:10xMisterDx schrieb:
ne Erdwärmebohrung würde dich privat eine ähnliche Summe kostenDer TE hat Flächenkollektor geschrieben, keine Bohrung. Der sollte wesentlich günstiger sein… wobei ich nicht verstanden habe, ob der auf dem eigenen Grundstück verlegt wird oder irgendwo anders. Wenn es kein Ringgrabenkollektor ist, wollte ich den eh nicht auf meinem Grundstück haben, dann kann man kein Bäume auf der Fläche pflanzen.X
xMisterDx30.11.22 22:30k-man2021 schrieb:
Der TE hat Flächenkollektor geschrieben, keine Bohrung. Der sollte wesentlich günstiger sein… wobei ich nicht verstanden habe, ob der auf dem eigenen Grundstück verlegt wird oder irgendwo anders. Wenn es kein Ringgrabenkollektor ist, wollte ich den eh nicht auf meinem Grundstück haben, dann kann man kein Bäume auf der Fläche pflanzen.Der Erdwärmekollektor nimmt sich mit der Bohrung nicht viel. Ist alles deutlich teurer, als noch vor 3, 4 Jahren.
Ich glaube das Problem besteht hier, dass man sich auf Erfahrungswerte und vor allem Preise aus dem Bekanntenkreis bezieht, die vor 2020 gebaut haben.
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