Hallo zusammen,
ich bin vor einigen Jahren mehr zufällig Eigentümer einer Maisonette-Wohnung im Umland von München geworden, welche ich nun gerne (aus verschiedenen Gründen) "loswerden" möchte. Dabei stellen sich mir einige Fragen, zu welchen die Experten hier sicherlich etwas gescheites zu sagen haben:
ich bin vor einigen Jahren mehr zufällig Eigentümer einer Maisonette-Wohnung im Umland von München geworden, welche ich nun gerne (aus verschiedenen Gründen) "loswerden" möchte. Dabei stellen sich mir einige Fragen, zu welchen die Experten hier sicherlich etwas gescheites zu sagen haben:
- Mit einem Baujahr 1991 und seitdem lediglich ein paar üblichen Laminat-„Verschönerungen“ ist die Wohnung inzwischen durchaus als renovierungsbedürftig zu bezeichnen. Ich gehe davon aus, daß ein möglicher Verkaufspreis im renovierten Zustand abzüglich den Renovierungskosten höher liegt als der Verkaufspreis im unrenovierten Zustand. Sehen Leute mit mehr Erfahrung als ich das auch so?
- Die Wohnung ist so ungeschickt („offen“) geschnitten, daß aus über 70 qm Fläche wegen zwei Durchgangszimmern und fehlender Trennwände kein einziger abgeteilter Raum entsteht. Die Wohnung ist so eigentlich nur für einen Single gut zu bewohnen. Mit etwas Umbau-Aufwand während der Renovierung könnte man das wohl ändern und hätte ein Wohn-/Koch-/Esszimmer sowie zwei weitere Schlafräume und damit eine Familienwohnung. Abgesehen davon, daß ich das für sozial sinnvoller halte – würde das nicht einen größeren Interessentenkreis anziehen und dadurch über einen höheren Verkaufspreis auch die Mehrkosten des Umbaus reinholen? (Oder kriegt man in dieser Region ohnehin alles aus der Hand gerissen? Am Ende von Leuten, die dann selbst den Umbau machen und mit Gewinn weiterverkaufen?)
- Falls die Expertenmeinung in Richtung zwei Mal „ja“ geht, werde ich hier gerne Grundrisse einstellen und zur Diskussion stellen.
Ich schließe mich dem allgemeinen Tenor an, dass ich als Verkäufer eine unrenovierte Wohnung anbieten und als Käufer ebensolche bevorzugen würde. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Die Argumente wurden bereits von Vorrednern sehr gut zusammengefasst.
Natürlich sollte man grobe Mängel vorher beseitigen. Wenn es aber um "Schönheitsrenovierung" oder Umplanung geht, dann doch bitte lieber im IST-Zustand lassen und anbieten. Die Mehrkosten für eine Renovierung bekommt man, aus meiner Sicht, in der Regel nicht rein.
Wenns blöd kommt, reißen die Käufer die neugezogenen Wände wieder ab und lassen neu Fliesen usw.
So z.B. jüngst im Bekanntenkreis passiert, dass ein nagelneu gebautes Einfamilienhaus noch unbewohnt wieder verkauft wurde.
Die Käufer haben die Bude komplett auf links gezogen. Fliesen rausgerissen, Türen aus- und umgebaut usw usw.
Tat in der Seele und dem Geldbeutel weh, aber was will man da machen, wenn es geschmacklich einem überhaupt nicht zusagt?!
Natürlich sollte man grobe Mängel vorher beseitigen. Wenn es aber um "Schönheitsrenovierung" oder Umplanung geht, dann doch bitte lieber im IST-Zustand lassen und anbieten. Die Mehrkosten für eine Renovierung bekommt man, aus meiner Sicht, in der Regel nicht rein.
Wenns blöd kommt, reißen die Käufer die neugezogenen Wände wieder ab und lassen neu Fliesen usw.
So z.B. jüngst im Bekanntenkreis passiert, dass ein nagelneu gebautes Einfamilienhaus noch unbewohnt wieder verkauft wurde.
Die Käufer haben die Bude komplett auf links gezogen. Fliesen rausgerissen, Türen aus- und umgebaut usw usw.
Tat in der Seele und dem Geldbeutel weh, aber was will man da machen, wenn es geschmacklich einem überhaupt nicht zusagt?!
B
Bertram10009.02.22 15:35netuser schrieb:
So z.B. jüngst im Bekanntenkreis passiert, dass ein nagelneu gebautes Einfamilienhaus noch unbewohnt wieder verkauft wurde.
Die Käufer haben die Bude komplett auf links gezogen. Fliesen rausgerissen, Türen aus- und umgebaut usw usw.
Tat in der Seele und dem Geldbeutel weh, aber was will man da machen, wenn es geschmacklich einem überhaupt nicht zusagt?!Das ist gerade der blinde Fleck den ich meinte: obwohl es zu absurden Situationen führt, haben sich die Käufer dieses neuen Hauses trotz Renovierungsbereitschaft trotzdem als Interessent für diesen Neubau gemeldet (und den Zuschlag genommen). Obwohl wohl jeder die Bude an eigene Wünsche anpassen würde, kriegt man einfach eine größere Interessengruppe zusammen wenn alles schön aussieht und nicht mehr viel gemacht werden muss. Machen müssen und machen wollen sind nämlich noch einmal verschiedene Paar Schuhe. Ich würde so schönheitsreparierten (also, reparieren und schön, mit Geschmack) dass man guten Gewissens "bezugsfertig" sagen kann. Was damit nachher passiert, ist ja nicht mehr die Sache des Verkäufers.
Menschen, also auch Käufer, sind nicht logisch. Kannste vergessen.
netuser schrieb:
Natürlich sollte man grobe Mängel vorher beseitigenDas finde ich einen guten Hinweis. Eine Maklerin meinte mal, dass Kleinigkeiten schon mal einen höheren Preis ausmachen können. Gepflegt sollte es also sein. Ggf. macht einmal Wände streichen schon was aus. Oder die Reparatur kleinerer Defekte. Gammlige Silikonfugen in der Dusche erneuern.
Ich finde es immer wieder lustig wie Leute versuchen schön (unbestritten) renovierte Wohnungen zum Preis eines Neubaus zu verkaufen.
Da wird viel, viel Geld investiert, aber Heizung, Dämmung usw. sind in einer ETW nun mal Sache der Gemeinschaft und dann meist immer noch alt.
Das ganze mag für einen Eigennutzer, dessen Geschmack man zufällig getroffen hat o.k. sein , für einen Investor absolut uninteressant.
Die einen wollen "schick" und hochwertig saniert haben, die anderen langlebig und geschmacksneutral.
Meiner Meinung nach schränkt die Sanierung den Käuferkreis eher ein.
Da wird viel, viel Geld investiert, aber Heizung, Dämmung usw. sind in einer ETW nun mal Sache der Gemeinschaft und dann meist immer noch alt.
Das ganze mag für einen Eigennutzer, dessen Geschmack man zufällig getroffen hat o.k. sein , für einen Investor absolut uninteressant.
Die einen wollen "schick" und hochwertig saniert haben, die anderen langlebig und geschmacksneutral.
Meiner Meinung nach schränkt die Sanierung den Käuferkreis eher ein.
A
altoderneu10.02.22 15:11Ysop*** schrieb:
Ggf. macht einmal Wände streichen schon was aus. das ist der Punkt, der evtl. mit minimalem Aufwand (ein paar Eimer Farbe und ein Wochenende Arbeit) am meisten ausmacht: einfach und alleine deshalb, weil die Räume dann HELLER wirken!
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