ᐅ Einfamilienhaus, Einliegerwhg, Doppelgarage + Keller - 1.000.000,- Baukosten?
Erstellt am: 11.11.20 11:50
C
Caro2020
Liebes Forum,
mein Mann und ich planen das oben genannte Bauvorhaben. Wir haben jetzt erste schockierende Richtpreise erhalten. Hier kurz ein paar Eckdaten:
- Grundstück in NRW im Eigentum (ländliche Gegend, nicht Rheinland)
- Einfamilienhaus mit ca. 220 qm Wohnfläche inkl. 60 qm Einliegerwohnung, zzgl. WU-Betonkeller (ca. 140qm - beheizt) - gesamt: ca. 360 qm Wohn-/Nutzfläche
- Massivbauweise, verklinkert, 1,5-geschossig, Satteldach, Schleppdachgaube
- langweilige Architektur (keine Spielereien mit riesigen Fensterfronten, keine freischwebenden Treppen, keine riesigen Spa- und Wellnessbereiche; einziger Luxus: eine "Außentreppe" vom Keller in die Garage)
- Doppelgarage (keine Fertiggarage)
Wir hatten ursprünglich überschlägig mit ca. 2.300,- €/qm durchschnittlichen Baukosten für das eigentliche Wohnhaus zzgl. 700,-/qm Keller zzgl. 50.000,- für die Doppelgarage gerechnet. Mit diesen Vorstellungen und einer Grundrissidee haben wir von einem überregionalen und einem regionalen Generalunternehmer Richtpreisangebote erstellen lassen für einen schlüsselfertigen Bau inkl. Innenausbau - der überregionale Anbieter veranschlagt zwischen 800.000,- und 850.000,- €, der regionale Anbieter sogar knapp 1.000.000,- €. In beiden Fällen wird der Keller für 150.000,- bis 200.000,- € angeboten, wobei uns in Aussicht gestellt wurde, dass ein Teilkeller erhebliche (wie erhebliche??) Einsparungen ermöglichen sollte.
Fragen:
1. Ist der veranschlagte Preis für einen solchen Keller üblich? Wir hatten eigentlich eher 100.000,- für den Keller gerechnet, also etwa 700,-/qm.
2. Ist ein Teilkeller nicht statisch so aufwendig, dass es sich unterm Strich doch nicht wesentlich rechnet im Vergleich mit dem Vollkeller? Oder ist es bei der Größe der Grundfläche durchaus finanziell sinnvoll, einen Teilkeller zu errichten?
3. Ist ein WU-Betonkeller als Teilkeller im Hinblick auf langfristige Dichtigkeit sinnvoll? Oder anders: Kann man sich halbwegs darauf verlassen, dass ein WU-Keller nicht auch mal ausgeschachtet und abgedichtet werden muss, was bei einem Teilkeller bestimmt furchtbar wäre?
4. Ist ein AUFpreis für die gedämmte Klinkerfassade bei einer Hauslänge von ca. 15 m und Giebelseiten mit ca. 10 m Breite von gut 100.000,- € üblich?! Wir haben überschlägig etwa 150 qm Fassadenfläche (Fensterfläche bereits abgezogen).
5. Was sollen wir tun?! 🙂
a) Das Haus verkleinern? (Das bringt nur etwas, wenn der Preis halbwegs linear sinkt, was wir eigentlich nicht gedacht hätten - wir hatten umgekehrt nicht gedacht, dass ein Haus mit 220 qm Wohnfläche gut doppelt so viel kostet wie ein Haus mit 150 qm Wohnfläche.)
b) Den Keller weglassen (schwierig, da viel Werkzeug vorhanden und wegen der Aufteilung mit der Einliegerwohnung im Erdgeschoss der Grundriss nicht so flexibel ist)?
c) Statt des Hauses die Garage unterkellern? (Kann man bis nahezu an die Grundstücksgrenze Abgrabungen vornehmen lassen? Die Garage war bisher als Grenzbebauung geplant.)
d) Bei weiteren Bauunternehmen anfragen?
Wir sind von Herzen dankbar für jeden guten Rat. Bisher hatten wir nicht damit gerechnet, dass wir uns mit unserer - gefühlt großzügigen - Planung so verschätzt haben.
mein Mann und ich planen das oben genannte Bauvorhaben. Wir haben jetzt erste schockierende Richtpreise erhalten. Hier kurz ein paar Eckdaten:
- Grundstück in NRW im Eigentum (ländliche Gegend, nicht Rheinland)
- Einfamilienhaus mit ca. 220 qm Wohnfläche inkl. 60 qm Einliegerwohnung, zzgl. WU-Betonkeller (ca. 140qm - beheizt) - gesamt: ca. 360 qm Wohn-/Nutzfläche
- Massivbauweise, verklinkert, 1,5-geschossig, Satteldach, Schleppdachgaube
- langweilige Architektur (keine Spielereien mit riesigen Fensterfronten, keine freischwebenden Treppen, keine riesigen Spa- und Wellnessbereiche; einziger Luxus: eine "Außentreppe" vom Keller in die Garage)
- Doppelgarage (keine Fertiggarage)
Wir hatten ursprünglich überschlägig mit ca. 2.300,- €/qm durchschnittlichen Baukosten für das eigentliche Wohnhaus zzgl. 700,-/qm Keller zzgl. 50.000,- für die Doppelgarage gerechnet. Mit diesen Vorstellungen und einer Grundrissidee haben wir von einem überregionalen und einem regionalen Generalunternehmer Richtpreisangebote erstellen lassen für einen schlüsselfertigen Bau inkl. Innenausbau - der überregionale Anbieter veranschlagt zwischen 800.000,- und 850.000,- €, der regionale Anbieter sogar knapp 1.000.000,- €. In beiden Fällen wird der Keller für 150.000,- bis 200.000,- € angeboten, wobei uns in Aussicht gestellt wurde, dass ein Teilkeller erhebliche (wie erhebliche??) Einsparungen ermöglichen sollte.
Fragen:
1. Ist der veranschlagte Preis für einen solchen Keller üblich? Wir hatten eigentlich eher 100.000,- für den Keller gerechnet, also etwa 700,-/qm.
2. Ist ein Teilkeller nicht statisch so aufwendig, dass es sich unterm Strich doch nicht wesentlich rechnet im Vergleich mit dem Vollkeller? Oder ist es bei der Größe der Grundfläche durchaus finanziell sinnvoll, einen Teilkeller zu errichten?
3. Ist ein WU-Betonkeller als Teilkeller im Hinblick auf langfristige Dichtigkeit sinnvoll? Oder anders: Kann man sich halbwegs darauf verlassen, dass ein WU-Keller nicht auch mal ausgeschachtet und abgedichtet werden muss, was bei einem Teilkeller bestimmt furchtbar wäre?
4. Ist ein AUFpreis für die gedämmte Klinkerfassade bei einer Hauslänge von ca. 15 m und Giebelseiten mit ca. 10 m Breite von gut 100.000,- € üblich?! Wir haben überschlägig etwa 150 qm Fassadenfläche (Fensterfläche bereits abgezogen).
5. Was sollen wir tun?! 🙂
a) Das Haus verkleinern? (Das bringt nur etwas, wenn der Preis halbwegs linear sinkt, was wir eigentlich nicht gedacht hätten - wir hatten umgekehrt nicht gedacht, dass ein Haus mit 220 qm Wohnfläche gut doppelt so viel kostet wie ein Haus mit 150 qm Wohnfläche.)
b) Den Keller weglassen (schwierig, da viel Werkzeug vorhanden und wegen der Aufteilung mit der Einliegerwohnung im Erdgeschoss der Grundriss nicht so flexibel ist)?
c) Statt des Hauses die Garage unterkellern? (Kann man bis nahezu an die Grundstücksgrenze Abgrabungen vornehmen lassen? Die Garage war bisher als Grenzbebauung geplant.)
d) Bei weiteren Bauunternehmen anfragen?
Wir sind von Herzen dankbar für jeden guten Rat. Bisher hatten wir nicht damit gerechnet, dass wir uns mit unserer - gefühlt großzügigen - Planung so verschätzt haben.
Puh, dann bleibe ich erstmal bei meiner Frage: was hatte ihr im Einzelnen kalkuliert und was konkret im Einzelnen die Baufirmen? Wenn ihr euch alle eh schon einschränkt, was den Platz angeht, sind solche Tipps natürlich schwierig. Darf ich fragen, was die Neubaumotivation ist? Wohnt ihr derzeit im Eigentum oder zur Miete? Wenn im Eigentum, so könnte ja auch der Wert des Eigentums entsprechend gestiegen sein?
Hier sage auch ich als Kellerfetischist: Weg damit 🙂
Du sagst bebaubare Fläche ist ausgereizt.
Höhe Haus auch? (DG statt KG)
Ist evtl eine zweistöckige Garage möglich?
PS: Wenn KG, muss es unbedingt ein Wohnkeller sein?
Ich vermute Raumhöhe, Fußbodenheizung, mehr /größere Fenster machen den Keller schon ordentlich teurer, oder?
Du sagst bebaubare Fläche ist ausgereizt.
Höhe Haus auch? (DG statt KG)
Ist evtl eine zweistöckige Garage möglich?
PS: Wenn KG, muss es unbedingt ein Wohnkeller sein?
Ich vermute Raumhöhe, Fußbodenheizung, mehr /größere Fenster machen den Keller schon ordentlich teurer, oder?
P
Pinkiponk14.11.20 17:56-XIII- schrieb:
Ohne Schischi wären wir bei ca. 2100€ gelandet.Was heißt "Schischi" und woher kommt der Begriff? Klingt hübsch ... und nach etwas, das ich auch haben will. ;-)P
Pinkiponk14.11.20 17:58Weshalb soll/muss es Klinker sein?
Pinkiponk schrieb:
Was heißt "Schischi" und woher kommt der Begriff?Wohl aus dem Französischen, Chichi bezeichnet ein unnötiges, verspieltes Accessoire - im Gegensatz zu Tinnef (wertlos und unnütz) oder Firlefanz (unnötig, aber kein Accessoire).https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/