Hallo zusammen,
wir sind gerade an der Planung unseres Hausbaus und da kommen immer mehr Fragen auf.
Unser Grundstück (ca. 770 m²) hat Hanglage, was uns aus einigem Einlesen dazu tendieren lässt,
unser Haus mit Keller zu bauen, da wir uns ungerne einbuddeln wollen und gegen eine Erdwand schauen wollen.
Im Anhang habe ich mal einige Auszüge aus dem Bebauungsplan angehängt.
Das Grundstück ist eher länglich geschnitten (ca. 20 m breit und 40 m tief und steigt von der
Straße an. Laut Geoportal Hessen haben wir eine Höhendifferenz von ca. 3 m auf die 40 m Tiefe.
Dann war der erste Gedanke: "Gut, dann bauen wir eben mit Keller". Allerdings haben wir uns dann
mit den einzelnen Höhenangaben aus dem Bebauungsplan auseinandergesetzt und hier könnte es mit der
Traufhöhe von 5 m (gemessen von Fahrbahnoberkante (Scheitelpunkt) Straße,
gemessen lotgerecht vor der Gebäudemitte) zu einem Problem kommen.
Mit den 5 m Traufhöhe müssten wir den Keller doch auch ca. zur Hälfte einbuddeln oder?
Wir hatten uns das so überlegt, dass man ebenerdig quasi von der Straße in den Keller (UG) kann und auf der
Rückseite dann vom Wohnbereich (EG) ebenerdig in den Garten.
Wie schätzt ihr die Maße des B-Plans ein?
Wir waren am Wochenende mal in Bad Vilbel in der Musterhausausstellung und hatten u.a. ein Gespräch mit
einem Herren von Fingerhaus, welcher uns eine Art Kompaktkeller vorgeschlagen hat, zu welchem man
keinen Zugang innerhalb des Hauses hat, sondern nur von außen. Kennt jemand diese Art Keller, bzw. gibt es dazu
bereits Erfahrungswerte? Könnte man dann nicht auch einfach einen "richtigen" Keller bauen?
Haben mal grob die Kosten überschlagen:
Haus (schlüsselfertig) laut Fingerhaus (Typ Sento B): ca. 300.000€
Boden + Wände: ca. 20.000€
Zusätzliche Ausstattung: ca. 50.000€
Keller + Baunebenkosten: ca. 80.000€
Haltet ihr die Zahlen für einigermaßen realistisch?
Kann jemand zufällig noch Bauunternehmen aus dem Raum Mittelhessen empfehlen?
Können Bauunternehmen anhand der vorhandenen Daten einen Kostenvoranschlag geben oder benötigen wir dafür
erst noch ein Bodengutachten bzw. die exakten Höhen etc.?
Fragen über Fragen , aber irgendwo muss man ja anfangen.
Vielen Dank schon mal für jeden Tipp bzw. jede Antwort !

wir sind gerade an der Planung unseres Hausbaus und da kommen immer mehr Fragen auf.
Unser Grundstück (ca. 770 m²) hat Hanglage, was uns aus einigem Einlesen dazu tendieren lässt,
unser Haus mit Keller zu bauen, da wir uns ungerne einbuddeln wollen und gegen eine Erdwand schauen wollen.
Im Anhang habe ich mal einige Auszüge aus dem Bebauungsplan angehängt.
Das Grundstück ist eher länglich geschnitten (ca. 20 m breit und 40 m tief und steigt von der
Straße an. Laut Geoportal Hessen haben wir eine Höhendifferenz von ca. 3 m auf die 40 m Tiefe.
Dann war der erste Gedanke: "Gut, dann bauen wir eben mit Keller". Allerdings haben wir uns dann
mit den einzelnen Höhenangaben aus dem Bebauungsplan auseinandergesetzt und hier könnte es mit der
Traufhöhe von 5 m (gemessen von Fahrbahnoberkante (Scheitelpunkt) Straße,
gemessen lotgerecht vor der Gebäudemitte) zu einem Problem kommen.
Mit den 5 m Traufhöhe müssten wir den Keller doch auch ca. zur Hälfte einbuddeln oder?
Wir hatten uns das so überlegt, dass man ebenerdig quasi von der Straße in den Keller (UG) kann und auf der
Rückseite dann vom Wohnbereich (EG) ebenerdig in den Garten.
Wie schätzt ihr die Maße des B-Plans ein?
Wir waren am Wochenende mal in Bad Vilbel in der Musterhausausstellung und hatten u.a. ein Gespräch mit
einem Herren von Fingerhaus, welcher uns eine Art Kompaktkeller vorgeschlagen hat, zu welchem man
keinen Zugang innerhalb des Hauses hat, sondern nur von außen. Kennt jemand diese Art Keller, bzw. gibt es dazu
bereits Erfahrungswerte? Könnte man dann nicht auch einfach einen "richtigen" Keller bauen?
Haben mal grob die Kosten überschlagen:
Haus (schlüsselfertig) laut Fingerhaus (Typ Sento B): ca. 300.000€
Boden + Wände: ca. 20.000€
Zusätzliche Ausstattung: ca. 50.000€
Keller + Baunebenkosten: ca. 80.000€
Haltet ihr die Zahlen für einigermaßen realistisch?
Kann jemand zufällig noch Bauunternehmen aus dem Raum Mittelhessen empfehlen?
Können Bauunternehmen anhand der vorhandenen Daten einen Kostenvoranschlag geben oder benötigen wir dafür
erst noch ein Bodengutachten bzw. die exakten Höhen etc.?
Fragen über Fragen , aber irgendwo muss man ja anfangen.
Vielen Dank schon mal für jeden Tipp bzw. jede Antwort !
H
Hausi190904.02.20 17:08Danke für eure Antworten! Das hatten wir schon befürchtet, aber dann müssen wir uns was schönes mit ner Bodenplatte überlegen.
Der Stauraum des Kellers wäre ganz schön gewesen, aber vllt könnte man ja eine große Garage ans Haus dranbauen, mit extra Raum, wo man auch den Hauswirtschaftsraum reinmacht?
Nochmal zur Traufhöhe. Angenommen wir bauen ein Haus (1 1/2 geschossig) mit einem Kniestock von 1,3 m. Wie hoch dürfte das Haus dann über der Straßenkante stehen? Wie hoch rechnet man ein normales Geschoss? 3 m? Dann dürfte das Haus 0,7 m über Straßenkante beginnen? Ist diese Rechnung korrekt?
Ja, ich hatte in dem Geoportal Hessen geschaut. Dort sind die Angaben allerdings auf Meter gerundet und ich weiß nicht, wie verlässlich die Werte sind.
Der Stauraum des Kellers wäre ganz schön gewesen, aber vllt könnte man ja eine große Garage ans Haus dranbauen, mit extra Raum, wo man auch den Hauswirtschaftsraum reinmacht?
Nochmal zur Traufhöhe. Angenommen wir bauen ein Haus (1 1/2 geschossig) mit einem Kniestock von 1,3 m. Wie hoch dürfte das Haus dann über der Straßenkante stehen? Wie hoch rechnet man ein normales Geschoss? 3 m? Dann dürfte das Haus 0,7 m über Straßenkante beginnen? Ist diese Rechnung korrekt?
Ja, ich hatte in dem Geoportal Hessen geschaut. Dort sind die Angaben allerdings auf Meter gerundet und ich weiß nicht, wie verlässlich die Werte sind.
Hausi1909 schrieb:
Ist diese Rechnung korrekt?Das kommt darauf an, wie Du den Kniestock misst. Höhenbezugspunkt laut Bebauungsplan ist ja der Schnittpunkt der Außenkante Mauerwerk mit der Dachhaut, d.h. inkl. des Dachaufbaus, welchen die Kniestockhöhe im Allgemeinen nicht berücksichtigt.Hausi1909 schrieb:
Dort sind die Angaben allerdings auf Meter gerundet und ich weiß nicht, wie verlässlich die Werte sind.In eurem BürgerGIS werden die Höhen mit Dezimeterauflösung angezeigt. Angaben zur tatsächlichen Genauigkeit habe ich auf die Schnelle aber nicht gefunden. Für eine erste Planung sollte es aber reichen. Alternativ schlage ich Laserwasserwage, Schlauchwaage, Nivelliergerät vom Baumarkt oder Baumaschinenverleiher vor. Oder beim Nachbarn klingeln. Der hat bestimmt einen Lageplan mit Höhen von seinem Bauantrag.H
Hausi190904.02.20 19:59Escroda schrieb:
Das kommt darauf an, wie Du den Kniestock misst. Höhenbezugspunkt laut Bebauungsplan ist ja der Schnittpunkt der Außenkante Mauerwerk mit der Dachhaut, d.h. inkl. des Dachaufbaus, welchen die Kniestockhöhe im Allgemeinen nicht berücksichtigt.Könntest du mir das noch etwas genauer erklären? Verstehe die Berechnung der Traufhöhe nicht ganz. Das wäre super nett!
Danke für die Hinweise!
Hausi1909 schrieb:
Wie hoch rechnet man ein normales Geschoss? 3 m?Die Geschosshöhe speziell dieses Modells fand ich auf dessen Produktseite nicht. Außer daß sich Maße im Haus dadurch verschöben - relevant hauptsächlich für die Kopfhöhe auf der Treppe, in der Dusche bzw. am WC - sollte sich der Default-Kniestock der Variante 38° DN von 1,30 m durchaus auch variieren lassen (die Neigung ist weniger ratsam vom Standardmodell zu variieren). Wenn sich ergibt, daß das Haus z.B. mit 1,10 m Kniestock passen würde, ist es also nicht gleich "gestorben". Was da der Aufpreis wäre, weiß ich allerdings nicht.https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
Kann die Panik leider nicht nachvollziehen.
Angenommen, 5m Abstand zur Straße und gleichmäßiger Anstieg wie angegeben, 10m Haustiefe:
Bis 5m verlierst Du 0,375m Höhe, dort schüttest Du 0,35m an, damit die hinteren Räume nicht in der Erde verschwinden. Runden wir auf 0,75m auf. Dann bleibt nach meiner Rechnung:
5m - 0,75 = 4,25m - 2,90m Geschosshöhe (30cm Bodenplatte + 2,60m Deckenhöhe) = 1,35m Kniestock. Das ist sehr guter Standard für 1,5-Geschosser! Da kann man bequem ein Bett unter die Schräge stellen.
Hab ich was übersehen oder warum sind die 5m so dramatisch?
Angenommen, 5m Abstand zur Straße und gleichmäßiger Anstieg wie angegeben, 10m Haustiefe:
Bis 5m verlierst Du 0,375m Höhe, dort schüttest Du 0,35m an, damit die hinteren Räume nicht in der Erde verschwinden. Runden wir auf 0,75m auf. Dann bleibt nach meiner Rechnung:
5m - 0,75 = 4,25m - 2,90m Geschosshöhe (30cm Bodenplatte + 2,60m Deckenhöhe) = 1,35m Kniestock. Das ist sehr guter Standard für 1,5-Geschosser! Da kann man bequem ein Bett unter die Schräge stellen.
Hab ich was übersehen oder warum sind die 5m so dramatisch?
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