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ᐅ Erfahrungen mit Strohballenhaus?

Erstellt am: 22.01.20 14:47
S
Specki
Hallo zusammen,

wir stehen ja bei unserem zukünftigen Haus noch ganz am Anfang.
Also die Bank prüft grad möglichen Kreditrahmen und wenn das durch ist schauen wir uns den Bebauungsplan näher an und überlegen uns wie das Haus grob ausschauen soll und dann gehts auf die Suche nach einer Hausbaufirma.
Im Ersten Schritt wird dabei entscheidend sein, welches Material für den Rohbau zum Einsatz kommt.

- Massiv
- Holzständer mit entsprechender Dämmung
- Holzständer gedämmt mit Stroh (Strohballenhaus)

Wir sind fasziniert von der Idee eines Strohballenhauses, weil es wohl kaum ein anderes Haus mit so einer guten Ökobilanz in der Bauphase geben wird. Auch die reine Dämmung durch die 40 cm dicken Strohballen ist schon sehr gut und sollte an KFW40 hinkommen (Ja, wir möchten KFW40, bitte hier jetzt nicht darüber diskutieren).
Die Kosten sind nach derzeitiger Recherche nicht viel günstiger, wie andere Varianten, wobei es die Möglichkeit von viel Eigenleistung bietet, worauf wir Lust haben!

Das Haus wird ein Vollgeschoss und ein Dachgeschoss mit recht niedrigem Kniestock (50 cm, vielleicht geht noch etwas mehr) werden. Mehr gibt der Bebauungsplan nicht her.

Hat hier jemand ein Strohballenhaus oder in irgendeiner Weiße Erfahrung damit?

Gruß
Specki
S
Specki
23.01.20 11:13
Nach meinen bisherigen Recherchen:
- Es setzt Sicht später nicht mehr wirklich, da die Ballen gepresst sind und sie ordentlich verpresst eingebracht werden.
- Es werden keine Zusätze zugegeben, nur der gepresste Strohballen (natürlich mit definierter Qualität)
- Es wird von außen und innen fest Verputzt, somit kein Eindringen von Schädlingen möglich.
- Es gibt wohl Strohballetthäuser, die schon über 100 Jahre stehen, ohne Probleme.
- Brandschutz ist garkein Thema (nicht anders wie bei anderen Holzhäusern) mit der Lehmschicht wird Brandschutzklasse F90 erreicht.
- Schimmel soll auch kein Thema sein, da absolut trocken.
C
Curly
23.01.20 11:19
nachdem wir vor ein paar Jahren ein defektes Wasserrohr in der Küche hatten und uns das Wasser in der Wand bis in den Keller lief, wollte ich definitiv gar kein Holzfertighaus. Bei uns wurde das Rohr repariert und die Steinwand getrocknet, alles war schnell erledigt. Möchte gar nicht wissen wie eine Strohwand danach ausgesehen hätte.

LG
Sabine
S
Specki
23.01.20 11:21
Ja, das ist ein Nachteil, aber den aben andere Holzhäuser auch, da muss dann unter Umständen auch die komplette Dämmung rausgenommen werden an den nassen Stellen.
11ant23.01.20 11:31
borderpuschl schrieb:

Ich denke der Weg über einen regionalen Zimmerer kann sehr gut funktionieren. Du musst diesen aber von der Idee überzeugen
Nein und ja. "Ja" zu "regional", denn ohne kurze Wege (und übrigens auch: ohne Nachhaltigkeit) wäre Bio nicht auch öko. Aber "nein" zu der Idee, die Umsetzung "mit einem Laien, auch wenn er vom Fach ist" zu wagen. Die Konstruktion hat hier mehr Ähnlichkeiten mit dem amerikanischen als mit dem deutschen Fertighausbau (oder noch mehr gar mit dem Schiffsbau), denn hier werden eher Spanten anstatt Gebälk ausgefacht.
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
C
Curly
23.01.20 11:56
ihr solltet noch daran denken, dass so ein „exotischer“ Wandaufbau sicher einen schlechteren Wiederverkaufswert mit sich bringt. Selbst normale Fertighäuser werden von vielen Interessenten gleich ausgeschlossen und lassen sich nicht so gut verkaufen.

LG
Sabine
11ant23.01.20 12:05
Curly schrieb:

ihr solltet noch daran denken, dass so ein „exotischer“ Wandaufbau sicher einen schlechteren Wiederverkaufswert mit sich bringt.
Der hat durchaus auch seine Fans - die Verkäuflichkeit sehe ich also weniger dramatisch, sofern das Haus nicht in Form, Aufteilung oder Ausstattung "speziell" ist; allerdings ließ mich
Specki schrieb:

Also die Bank prüft grad möglichen Kreditrahmen
überlegen, ob die Bank dieser Bauweise ebenso aufgeschlossen ist.
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