Hallo zusammen.
Ich wende mich an dieses Forum weil wir als Familie und Hauseigentümer gerade ein riesiges Problem haben.
Vor ca. 8 Jahren sind wir in unser neu gebautes Fertighaus einer recht bekannten Firma eingezogen. Den Namen nenne ich noch nicht...dazu gleich mehr.
Wir hatten uns für diese Firma entschieden weil wir bei einem Besuch eines Fertighauszentrums ein tolles Gefühl hatten. Auch die Planung, Ausführung und alles andere klappte super. Wir hatten nie Probleme.
Letztes Jahr im Februar entdeckte meine Frau dann an der Außenwand im Bereich eines Fensterrahmens kleine braune Flecken. Wir dachten uns zuerst nichts dabei bis ich im Internet las, dass es Feuchtigkeit sein kann. Ich habe daraufhin unseren damaligen Bauleiter angerufen und ihm die Sache geschildert. Er kam sofort mit einem Feuchtigkeitsmesser und bestätigte die feuchten Stellen. Dazu gab er noch zu das dass Problem bekannt sei und in einer bestimmten Produktionszeit es zu Undichtigkeiten kommen kann. Wo genau die Feuchtigkeit her kommt wissen sie auch nicht. Es hat aber etwas mit der Verbindung von Fenster, Fensterbank (Aluminium) und Rollladenkasten zu tun. Inzwischen ist dieses Problem aber Konstruktionsseitig gelöst und es werden nur noch Fensterbänke aus Stein verbaut. Er gab uns noch den Tipp dem Geschäftsführer zu schreiben und ihm mit Bekanntgabe der Sachlage in der Öffentlichkeit zu drohen. Der Bauleiter hat inzwischen gekündigt! Das sagt ja auch schon alles. Aber gesagt, getan. Ein relativ nettes E-Mail geschrieben und prommt eine Antwort bekommen. Mir wurde mitgeteilt das wir ein schriftliches Angebot bekommen und sollte ich mit dem Thema in die Öffentlichkeit treten werden sie juristische Schritte einleiten und am Haus keine Reparaturen durchführen.
Dann kam der Schock mit der Post. 20000€ soll die Reparatur kosten. Dabei wird die komplette Hausseite überarbeitet. 5x neue Fensterbänke, Ausbau aller Fenster.... auch wurde gleich darauf hingewiesen das man die Reparatur danach sieht weil dann ja logischerweise an drei Hausseiten Alubänke und an einer Seite Steinbänke sind. Auch wird die Seite neu verputzt und gestrichen was man auch sieht. Zusätzlich werden keine Schäden am Garten übernommen.
Nun meine Frage: Was würdet ihr unternehmen? Rechtsschutz haben wir keinen. Bauleiter hat gemeint das ein Rechtsanwalt keine Chance hätte weil dies damals Stand der Technik war. Das hätten schon andere vor uns probiert.
Ich habe mir auch schon überlegt jede Fuge und Ecke mit Silikon abzudichten.
Jetzt wisst ihr auch warum ich mich mit dem nennen der Firma schwer tue.
Viele Grüße
Ich wende mich an dieses Forum weil wir als Familie und Hauseigentümer gerade ein riesiges Problem haben.
Vor ca. 8 Jahren sind wir in unser neu gebautes Fertighaus einer recht bekannten Firma eingezogen. Den Namen nenne ich noch nicht...dazu gleich mehr.
Wir hatten uns für diese Firma entschieden weil wir bei einem Besuch eines Fertighauszentrums ein tolles Gefühl hatten. Auch die Planung, Ausführung und alles andere klappte super. Wir hatten nie Probleme.
Letztes Jahr im Februar entdeckte meine Frau dann an der Außenwand im Bereich eines Fensterrahmens kleine braune Flecken. Wir dachten uns zuerst nichts dabei bis ich im Internet las, dass es Feuchtigkeit sein kann. Ich habe daraufhin unseren damaligen Bauleiter angerufen und ihm die Sache geschildert. Er kam sofort mit einem Feuchtigkeitsmesser und bestätigte die feuchten Stellen. Dazu gab er noch zu das dass Problem bekannt sei und in einer bestimmten Produktionszeit es zu Undichtigkeiten kommen kann. Wo genau die Feuchtigkeit her kommt wissen sie auch nicht. Es hat aber etwas mit der Verbindung von Fenster, Fensterbank (Aluminium) und Rollladenkasten zu tun. Inzwischen ist dieses Problem aber Konstruktionsseitig gelöst und es werden nur noch Fensterbänke aus Stein verbaut. Er gab uns noch den Tipp dem Geschäftsführer zu schreiben und ihm mit Bekanntgabe der Sachlage in der Öffentlichkeit zu drohen. Der Bauleiter hat inzwischen gekündigt! Das sagt ja auch schon alles. Aber gesagt, getan. Ein relativ nettes E-Mail geschrieben und prommt eine Antwort bekommen. Mir wurde mitgeteilt das wir ein schriftliches Angebot bekommen und sollte ich mit dem Thema in die Öffentlichkeit treten werden sie juristische Schritte einleiten und am Haus keine Reparaturen durchführen.
Dann kam der Schock mit der Post. 20000€ soll die Reparatur kosten. Dabei wird die komplette Hausseite überarbeitet. 5x neue Fensterbänke, Ausbau aller Fenster.... auch wurde gleich darauf hingewiesen das man die Reparatur danach sieht weil dann ja logischerweise an drei Hausseiten Alubänke und an einer Seite Steinbänke sind. Auch wird die Seite neu verputzt und gestrichen was man auch sieht. Zusätzlich werden keine Schäden am Garten übernommen.
Nun meine Frage: Was würdet ihr unternehmen? Rechtsschutz haben wir keinen. Bauleiter hat gemeint das ein Rechtsanwalt keine Chance hätte weil dies damals Stand der Technik war. Das hätten schon andere vor uns probiert.
Ich habe mir auch schon überlegt jede Fuge und Ecke mit Silikon abzudichten.
Jetzt wisst ihr auch warum ich mich mit dem nennen der Firma schwer tue.
Viele Grüße
Y
yvimarkus16.01.19 13:13Das weiß der Ex-Bauleiter auch nicht. Der Fehler ist nicht genau zu lokalisieren.
Mit was für einem Material kann ich da ran gehen?
Mit was für einem Material kann ich da ran gehen?
yvimarkus schrieb:
Mit was für einem Material kann ich da ran gehen?Das kann man erst sagen, wenn der Fehler lokalisiert ist.
Putz undicht -> Putzen
Fensterbank undicht -> neue Fensterbank? Neue/andere Spenglerschrauben? ...
Temporäre Abdichtung -> Acryl
Bauwerksanschlüsse dauerhaft abdichten im Außenbereich -> PU-Dichtmasse, die für die jeweiligen angrenzenden Materialien zugelassn ist (Holz, Putz, Blech...). Gibts z.Bsp. in verschiedenen Farben von den gelb/roten aus Baar in der Schweiz.
Trotzdem: Bevor du nicht weisst, wo die Brühe herkommt und was in der Wand ggf geschädigt, ist das alles rumpfuscherei.
C
Caspar202016.01.19 13:41yvimarkus schrieb:
Sachverständiger?Schon mal ein Anfang.
yvimarkus schrieb:
Das weiß der Ex-Bauleiter auch nicht. Der Fehler ist nicht genau zu lokalisieren.Nun ja, irgendeiner hat sich ja gedacht warum es das konstruktiv geändert werden muss.
Und ein Bauleiter ist ja nicht unbedingt der Spezi an sich.
yvimarkus schrieb:
Den Namen nenne ich noch nicht...dazu gleich mehr.Der spielt auch keine Rolle.
yvimarkus schrieb:
Er gab uns noch den Tipp dem Geschäftsführer zu schreiben und ihm mit Bekanntgabe der Sachlage in der Öffentlichkeit zu drohen.yvimarkus schrieb:
Aber gesagt, getan. Ein relativ nettes E-Mail geschrieben und prommt eine Antwort bekommen. Mir wurde mitgeteilt das wir ein schriftliches Angebot bekommen und sollte ich mit dem Thema in die Öffentlichkeit treten werden sie juristische Schritte einleiten und am Haus keine Reparaturen durchführen.Ok! Ihr habt nicht gedroht, aber die Öffentlichkeit müsst ihr ja schon erwähnt haben, von selbst kommt die Firma ja nicht darauf.
yvimarkus schrieb:
Der Bauleiter hat inzwischen gekündigt! Das sagt ja auch schon alles.Nein, das sagt gar nichts. Stellenwechsel passieren in der Branche schon mal.
Mängel werden nicht per Mail bekannt gegeben, sondern per Einschreiben.
Allerdings seid ihr überhaupt nicht mehr in der Situation, die Firma auf Mängel hinzuweisen.
Hättet ihr noch die Telefonnummer des Bauleiters in Eurem Handy, sodass Ihr Euch bei ihm gemeldet habt?
Oder habt ihr 10 Jahre Gewährleistung?
Ansonsten seid ihr jetzt nach 8 Jahren in der Situation des Eigentümers eines in die Jahre kommenden Hauses, wo man die gelben Seiten nimmt und sich einen Fachmann raussucht, der sich der Renovierung annimmt. Informationen über die Gründe der Feuchtigkeit habt ihr ja.
Gerade auch, wenn die Firma damals nach Stand der Technik gebaut hat.
Wenn Ihr natürlich einen großen Aufriss machen wollt, dann geht zu Eurem Käseblatt... allerdings kann das auch teuer werden, wenn es um Rufschädigung geht.
Möglicherweise geht da was über Verdeckte oder versteckte Mängel ,läßt sich wohl nur über einen Anwalt klären.Ich würde mit nur einem Fenster anfangen und das von einer normalen ansäßigen Firma aufmachen und untersuchen lassen.
Evtl. ergeben sich dabei auch die richtigen Ansatzpunkte um gegen die Fertigbaufirma vorzugehen.
Evtl. ergeben sich dabei auch die richtigen Ansatzpunkte um gegen die Fertigbaufirma vorzugehen.
C
Caspar202016.01.19 18:58Knöpfchen schrieb:
Möglicherweise geht da was über Verdeckte oder versteckte Mängel ,läßt sich wohl nur über einen Anwalt klären.Aber nach 8 Jahren? Naja, das bedeutet aber nen echt langen Atem; insbesondere weil es muss ja arglistig bzw besonders arglistig sein; und das nachzuweisen?
Also ich würde da nen Sachverständigen drufgucken lassen; und dann im nächsten Schritt 1-2 Fenster durch nen lokalen Handwerker dementsprechend behandeln
Ähnliche Themen