Hallo liebes Forum, liebe Foristen,
ich habe mich heute hier angemeldet in der Hoffnung auf ein paar Tipps hinsichtlich meiner bevorstehenden Baufinanzierung.
Die Ausgangslage ist ein wenig speziell:
Ich bin Single, kinderlos, Mitte 30. Ich habe studiert, sitze nun schon seit einigen Jahren an meiner Doktorarbeit und arbeite "nebenher", einmal ca. 40% im Angestelltenverhältnis mit 1600 Euro brutto und dann noch als Freelancer.
Seit einigen Jahren habe ich eine medizinische Diagnose, die das Potential hat, meine Erwerbsfähigkeit einzuschränken bzw. evtl. auf lange Sicht auch komplett zu negieren (kann sein, muss aber nicht). Eine Berufsunfähigkeitsversicherung über die aktuelle Höhe meines Einkommens ist vorhanden, eine Rechtsschutzversicherung auch.
Da mir meine Situation seit geraumer Zeit große Sorgen bereitet, würde ich mir gerne eine Immobilie kaufen. Meine Eltern unterstützen mich bisher finanziell, je nach dem, wie es gesundheitlich weitergeht, werde ich wohl aber meine Doktorarbeit verwerfen müssen oder eben doch noch fertigstellen. In jedem Fall werde ich dann mehr arbeiten - entweder im Angestelltenverhältnis oder die Selbstständigentätigkeit ausbauen.
Für mich ist aufgrund meiner Situation jegliche Miete (die bei mir nun auch nicht so billig ist) rausgeworfenes Geld, da ich mich absichern möchte. Eigenkapital ist leider nicht vorhanden - ich drücke es mal so aus: es war alles anders geplant ...
Meine Eltern, beide Rentner (Rente zusammen ca. 4200 Euro netto), sind bereit, mich bei dem Hauskauf zu unterstützen, auch, was das Finanzielle angeht. Im Familienbesitz befinden sich zwei abbezahlte Immobilien, einerseits das Elternhaus, das komplett aus jeglicher Finanzierungskiste herausgehalten werden soll, darüber hinaus eine Eigentumswohnung (BJ Anfang Neunziger, permanent in Schuss gehalten und mit solidem Langzeitmietverhältnis), Schätzwert Minimum 200.000 Euro (steht im Einzugsgebiet von Stuttgart, das die letzten Jahre immense Preissteigerungen erlebt - Tendenz also eher nach oben gerichtet). Ein Verkauf der Wohnung wäre möglich, ich möchte das aber verhindern, da die Wohnung natürlich auch eine gewisse Absicherung bietet zwecks meiner Eltern und evtl. gesundheitlichen Problemen.
Ich habe keinerlei Ahnung von Baufinanzierungen, bei meinen Eltern ist es zu lange her, sprich: Unser Wissen ist beschränkt bis nicht vorhanden.
Ich habe nun bereits einige Hypothekenmakler kontaktiert, sowohl telefonisch, per Mail, es haben auch bereits zwei persönliche Treffen stattgefunden.
Vorerst geht es um ein konkretes Objekt, dass ich mir dieser Tage nochmals näher ansehen werde, wenn alles passt, auch kaufen möchte.
Das Haus ist aus dem 18. Jahrhundert, es besteht kein Denkmalschutz, die Bausubstanz ist sehr gut. Das Dach ist in Ordnung, hat aber schon einige Jahre auf dem Buckel. Die Fenster sind keine 10 Jahre alt. Es ist komplett entkernt worden, alle Leitungen und Anschlüsse wurden neu gemacht, d.h. es stehen jetzt folgende Tätigkeiten an:
- Verlegen von Boden im EG (präferiert: Sichtestrich)
- komplette Elektrik (= Steckdosen, Licht - die Leitungen liegen schon)
- neuer Putz (Decke)
- evtl. Fachwerkbalken innen imprägnieren (weiß nicht, ob hier schon etwas gemacht wurde)
- Dielen abschleifen und behandeln im OG
- Ausbau DG (Dämmung und wohnfertig machen) inklusive Dielenaufbereitung analog OG
- Einbau Heizung (welche? noch keine Ahnung)
- Einbau Bad & WC inklusive Boden (präferiert: Sichtestrich)
- Einbau Küche inklusive Boden (präferiert: Sichtestrich)
Architekt, Energieberater, Handwerker werden noch vor dem endgültigen Abschluss des Kaufvertrages hinzugezogen werden, klar.
Kaufpreis inklusive Makler, Notar, Grundsteuer - ca. 75.000 Euro
Sanierungskosten angesetzt auf ca. 65.000 Euro
Mir liegen nun einige Angebote vor und ich blicke wirklich nicht durch, zumal sich die Aussagen der Berater zum Teil deutlich widersprechen.
Z.B. wurde konstatiert, dass KFW-Produkte nicht in Frage kommen, weil ich die Energieeffizienz des Hauses (momentan 300 ergo kurz vor "Schieß mich tot") sicherlich nicht auf einen modernen Neubau trimmen kann mit meinen finanziellen Mitteln. Ein anderer Berater wies darauf hin, dass doch einzelne Produkte der Kfw in Frage kommen würden (einzelne energetische Maßnahmen ohne die Forderung nach einer gesamten Energieeffizienz auf Neubauniveau, Eigenheimförderung).
Bisher spruchreif:
1.) Angebot 1 einer Volksbank über Makler von Dr. Klein (persönliches Gespräch):
141.000 Euro - 1,42 % Sollzinsbindung 10 Jahre, 1,5 Tilgung mit Option auf Erhöhung (muss sein, klar, ist viel zu wenig, würde mir aber vorerst noch Luft verschaffen hinsichtlich meiner Situation, zudem Sondertilgungen über 5% möglich)
Makler empfiehlt Bausparvertrag zwecks Absicherung nach Ablauf der Zeit
Darlehensnehmer: Nur ich, Absicherung über Grundschuld (Wohnung der Familie)
2.) Angebot 2 und 3 über Makler von Interhyp (persönliches Gespräch):
DSL Bank und Commerzbank mit geringfügig unterschiedlichen Konditionen - Empfehlung lautet Commerzbank (wegen örtlicher Filialen und der Besonderheit der Immobilie, die ich erwerben möchte)
Splittung: Darlehen (90.000 Euro) plus KfW-Produkt (Eigenheimförderung - 50.000 Euro); das KfW-Produkt ist hier immer auf 10 Jahre angelegt in jedem Modell.
Modell 1 - 15 Jahre Sollzinsbindung --> DSL Bank 1,99 %, Commerzbank 2,12 %
Modell 2 - 20 Jahre Sollzinsbindung --> DSL Bank 2,2 %, Commerzbank 2,52 %
Darlehensnehmer: Familie (alle drei), Absicherung über Grundschuld.
3.) Angebot 4 über Enderlein (telefonisch und per Mail, noch nicht gänzlich ausdefiniert): 72.000 über DSL Bank mit 20 Jahren Sollzinsbindung 2,04 %, ca. 50.000 über KfW verteilt auf zwei für mich nicht näher ersichtliche Produkte bei einer Sollzinsbindung von 0,78 % und 0,93 %. Betrag ist noch zu niedrig gewählt, es war der erste Makler, den ich gewählt hatte - bevor ich mit einem "wissenden" Bekannten die Sanierungskosten grob durchkalkuliert hatte.
Darüber hinaus wurde noch der Vorschlag einer einfachen Kapitalbeschaffung gemacht mit dem Hinweis darauf, dass somit weniger Formalia anfallen (schwierige Schätzung des Wertes der zu erwerbenden Immobilie im jetzigen Zustand, beglaubigte Auflistung der Sanierungskosten durch Fachmann etc.).
Kann mir wer seine Einschätzung geben aufgrund dieser Angaben? Ich wäre sehr dankbar 🙂
Viele liebe Grüße!
ich habe mich heute hier angemeldet in der Hoffnung auf ein paar Tipps hinsichtlich meiner bevorstehenden Baufinanzierung.
Die Ausgangslage ist ein wenig speziell:
Ich bin Single, kinderlos, Mitte 30. Ich habe studiert, sitze nun schon seit einigen Jahren an meiner Doktorarbeit und arbeite "nebenher", einmal ca. 40% im Angestelltenverhältnis mit 1600 Euro brutto und dann noch als Freelancer.
Seit einigen Jahren habe ich eine medizinische Diagnose, die das Potential hat, meine Erwerbsfähigkeit einzuschränken bzw. evtl. auf lange Sicht auch komplett zu negieren (kann sein, muss aber nicht). Eine Berufsunfähigkeitsversicherung über die aktuelle Höhe meines Einkommens ist vorhanden, eine Rechtsschutzversicherung auch.
Da mir meine Situation seit geraumer Zeit große Sorgen bereitet, würde ich mir gerne eine Immobilie kaufen. Meine Eltern unterstützen mich bisher finanziell, je nach dem, wie es gesundheitlich weitergeht, werde ich wohl aber meine Doktorarbeit verwerfen müssen oder eben doch noch fertigstellen. In jedem Fall werde ich dann mehr arbeiten - entweder im Angestelltenverhältnis oder die Selbstständigentätigkeit ausbauen.
Für mich ist aufgrund meiner Situation jegliche Miete (die bei mir nun auch nicht so billig ist) rausgeworfenes Geld, da ich mich absichern möchte. Eigenkapital ist leider nicht vorhanden - ich drücke es mal so aus: es war alles anders geplant ...
Meine Eltern, beide Rentner (Rente zusammen ca. 4200 Euro netto), sind bereit, mich bei dem Hauskauf zu unterstützen, auch, was das Finanzielle angeht. Im Familienbesitz befinden sich zwei abbezahlte Immobilien, einerseits das Elternhaus, das komplett aus jeglicher Finanzierungskiste herausgehalten werden soll, darüber hinaus eine Eigentumswohnung (BJ Anfang Neunziger, permanent in Schuss gehalten und mit solidem Langzeitmietverhältnis), Schätzwert Minimum 200.000 Euro (steht im Einzugsgebiet von Stuttgart, das die letzten Jahre immense Preissteigerungen erlebt - Tendenz also eher nach oben gerichtet). Ein Verkauf der Wohnung wäre möglich, ich möchte das aber verhindern, da die Wohnung natürlich auch eine gewisse Absicherung bietet zwecks meiner Eltern und evtl. gesundheitlichen Problemen.
Ich habe keinerlei Ahnung von Baufinanzierungen, bei meinen Eltern ist es zu lange her, sprich: Unser Wissen ist beschränkt bis nicht vorhanden.
Ich habe nun bereits einige Hypothekenmakler kontaktiert, sowohl telefonisch, per Mail, es haben auch bereits zwei persönliche Treffen stattgefunden.
Vorerst geht es um ein konkretes Objekt, dass ich mir dieser Tage nochmals näher ansehen werde, wenn alles passt, auch kaufen möchte.
Das Haus ist aus dem 18. Jahrhundert, es besteht kein Denkmalschutz, die Bausubstanz ist sehr gut. Das Dach ist in Ordnung, hat aber schon einige Jahre auf dem Buckel. Die Fenster sind keine 10 Jahre alt. Es ist komplett entkernt worden, alle Leitungen und Anschlüsse wurden neu gemacht, d.h. es stehen jetzt folgende Tätigkeiten an:
- Verlegen von Boden im EG (präferiert: Sichtestrich)
- komplette Elektrik (= Steckdosen, Licht - die Leitungen liegen schon)
- neuer Putz (Decke)
- evtl. Fachwerkbalken innen imprägnieren (weiß nicht, ob hier schon etwas gemacht wurde)
- Dielen abschleifen und behandeln im OG
- Ausbau DG (Dämmung und wohnfertig machen) inklusive Dielenaufbereitung analog OG
- Einbau Heizung (welche? noch keine Ahnung)
- Einbau Bad & WC inklusive Boden (präferiert: Sichtestrich)
- Einbau Küche inklusive Boden (präferiert: Sichtestrich)
Architekt, Energieberater, Handwerker werden noch vor dem endgültigen Abschluss des Kaufvertrages hinzugezogen werden, klar.
Kaufpreis inklusive Makler, Notar, Grundsteuer - ca. 75.000 Euro
Sanierungskosten angesetzt auf ca. 65.000 Euro
Mir liegen nun einige Angebote vor und ich blicke wirklich nicht durch, zumal sich die Aussagen der Berater zum Teil deutlich widersprechen.
Z.B. wurde konstatiert, dass KFW-Produkte nicht in Frage kommen, weil ich die Energieeffizienz des Hauses (momentan 300 ergo kurz vor "Schieß mich tot") sicherlich nicht auf einen modernen Neubau trimmen kann mit meinen finanziellen Mitteln. Ein anderer Berater wies darauf hin, dass doch einzelne Produkte der Kfw in Frage kommen würden (einzelne energetische Maßnahmen ohne die Forderung nach einer gesamten Energieeffizienz auf Neubauniveau, Eigenheimförderung).
Bisher spruchreif:
1.) Angebot 1 einer Volksbank über Makler von Dr. Klein (persönliches Gespräch):
141.000 Euro - 1,42 % Sollzinsbindung 10 Jahre, 1,5 Tilgung mit Option auf Erhöhung (muss sein, klar, ist viel zu wenig, würde mir aber vorerst noch Luft verschaffen hinsichtlich meiner Situation, zudem Sondertilgungen über 5% möglich)
Makler empfiehlt Bausparvertrag zwecks Absicherung nach Ablauf der Zeit
Darlehensnehmer: Nur ich, Absicherung über Grundschuld (Wohnung der Familie)
2.) Angebot 2 und 3 über Makler von Interhyp (persönliches Gespräch):
DSL Bank und Commerzbank mit geringfügig unterschiedlichen Konditionen - Empfehlung lautet Commerzbank (wegen örtlicher Filialen und der Besonderheit der Immobilie, die ich erwerben möchte)
Splittung: Darlehen (90.000 Euro) plus KfW-Produkt (Eigenheimförderung - 50.000 Euro); das KfW-Produkt ist hier immer auf 10 Jahre angelegt in jedem Modell.
Modell 1 - 15 Jahre Sollzinsbindung --> DSL Bank 1,99 %, Commerzbank 2,12 %
Modell 2 - 20 Jahre Sollzinsbindung --> DSL Bank 2,2 %, Commerzbank 2,52 %
Darlehensnehmer: Familie (alle drei), Absicherung über Grundschuld.
3.) Angebot 4 über Enderlein (telefonisch und per Mail, noch nicht gänzlich ausdefiniert): 72.000 über DSL Bank mit 20 Jahren Sollzinsbindung 2,04 %, ca. 50.000 über KfW verteilt auf zwei für mich nicht näher ersichtliche Produkte bei einer Sollzinsbindung von 0,78 % und 0,93 %. Betrag ist noch zu niedrig gewählt, es war der erste Makler, den ich gewählt hatte - bevor ich mit einem "wissenden" Bekannten die Sanierungskosten grob durchkalkuliert hatte.
Darüber hinaus wurde noch der Vorschlag einer einfachen Kapitalbeschaffung gemacht mit dem Hinweis darauf, dass somit weniger Formalia anfallen (schwierige Schätzung des Wertes der zu erwerbenden Immobilie im jetzigen Zustand, beglaubigte Auflistung der Sanierungskosten durch Fachmann etc.).
Kann mir wer seine Einschätzung geben aufgrund dieser Angaben? Ich wäre sehr dankbar 🙂
Viele liebe Grüße!
HilfeHilfe schrieb:
1600 brutto + Betrag X aus Freelance Tätigkeit reicht nicht bei diesem Vorhaben.Da das Vorhaben auch in einem Nicht-Bauforum steht, in dem ich angemeldet bin, weiß ich dass die Freelancertätigkeit eine Größenordnung einnimmt, die für die Finanzierung nicht unerheblich ist.
C
Caspar202006.01.17 18:45LinaLustig schrieb:
Architekt, Energieberater, Handwerker werden noch vor dem endgültigen Abschluss des Kaufvertrages hinzugezogen werden, klar.Da wir ja jetzt im Bauform sind;)
Wo ist der Sachverständige vor dem Kauf?
L
LinaLustig06.01.17 21:39Es gibt bei dieser Krankheit keinen "üblichen Verlauf", da es eine sogenannte Orphan Disease ist. Ich kann hinsichtlich dessen nur mutmaßen aufgrund von den weltweitenen Betroffenenkontakten, die ich habe. Aber auch das ist nicht zutreffend, weil die Medikamente, die zur Verfügung stehen, alle eigentlich im Hinblick auf ein, zwei andere Krankheiten entwickelt wurden, die Betroffenen sehr unterschiedlich ansprechen. Sprich: Es gibt Menschen, bei denen die Krankheit ausbricht, die auf gar nichts ansprechen und somit sofort erwerbsunfähig sind. Ich spreche bisher sehr gut auf mein erstes Medikament an, habe aber schon Gewöhnungseffekte, muss also bald "weiterziehen" zu den nächsten Präparaten.
Ich möchte mich aus unterschiedlichen Gründen gar nicht näher diesbezüglich auslassen, habe es aber erwähnt, weil viele eben ansonsten doch sagen würden: Gute Ausbildung, warte doch einfach noch ein paar Jahre, dann hast Du Eigenkapital etc. 🙂
Ich bin ein klassischer Worst Case-Rechner und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ein Immobilienkauf jetzt sinnvoll ist. Warum? Mal abgesehen von den billigen Bauzinsen, der zu erwartenden Wertsteigerung in der Kaufregion (oder zumindest Wertstabilität), des großen Potentials der Immobilie (sehr günstiger Kaufpreis weil eben noch einiges zu machen - ich habe diverse gute Kontakte, die dabei helfen können --> Immobilie wird, wenn "gut" ausgebaut, sehr wahrscheinlich irgendwo zwischen 150.000 und 200.000 vom Wert eingestuft werden) ...
... ist es so, dass meine Eltern mir JETZT noch helfen können finanziell und das auch machen wollen, sprich: sie helfen mir beim Abzahlen. Ich kann JETZT noch arbeiten, das wird, wenn es nicht danebenläuft, auch noch diverse Jahre so gehen. Im besten Falle evtl. auch lebenslang, abhängig von meinem individuellen Fall und Glück hinsichtlich der Forschung (an der Krankheit selbst wird nur sehr wenig geforscht, aber andere Forschungsbereich grenzen an --> Synergieeffekte).
Es ist ein blödes Thema, aber ... Ich bin Alleinerbe. WENN bei meinen Eltern keine hässlichen Krankheiten dazwischenkommen, erbe ich Immobilien in einer Region, die im Wert ständig steigt momentan - momentaner Schätzwert, niedrig angesetzt: 550.000 Euro. Dann ist es eh alles kein Thema.
Sollten Krankheiten kommen, Pflegefall etc. - dann bleibt sehr sicher noch genügend Geld, um mein Haus trotzdem abzubezahlen.
Meine eigene Berufsunfähigkeitsversicherung ist so hoch, dass ich mir die Abschlagszahlungen alle leisten könnte, das Haus VOR der Rente abbezahlen kann und trotzdem noch leben kann - und das auch, wenn mich die Erwerbsunfähigkeit die nächsten Jahre ereilt.
Worst Case ist für mich: Erbe weg wegen Pflegefall etc., ich berufsunfähig (Kreditwürdigkeit) und keine Immobilie (mehr) da, sprich: Familieneigentümer weg und ich habe keine Immobilienfinanzierung begonnen bzw. abbezahlt. Das ist sicherlich schlimmer als der zweitschlimmste Fall - übernommen mit allem, weil eben auch verschiedene Stricke gerissen. Dann muss ich eben verkaufen während der Finanzierung. In beiden Fällen ist es dann eh ...
Ich kann in diesem Zusammenhang wirklich nur betonen, wie wichtig es ist, eine gute Berufsunfähigkeit abzuschließen, wenn man NACH 1960 geboren ist. Als ich meine vor Jahren abgeschlossen habe, hätte ich nie im Traum daran gedacht, dass ich sie eventuell vielleicht mal brauchen könnte ...
Ich möchte mich aus unterschiedlichen Gründen gar nicht näher diesbezüglich auslassen, habe es aber erwähnt, weil viele eben ansonsten doch sagen würden: Gute Ausbildung, warte doch einfach noch ein paar Jahre, dann hast Du Eigenkapital etc. 🙂
Ich bin ein klassischer Worst Case-Rechner und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ein Immobilienkauf jetzt sinnvoll ist. Warum? Mal abgesehen von den billigen Bauzinsen, der zu erwartenden Wertsteigerung in der Kaufregion (oder zumindest Wertstabilität), des großen Potentials der Immobilie (sehr günstiger Kaufpreis weil eben noch einiges zu machen - ich habe diverse gute Kontakte, die dabei helfen können --> Immobilie wird, wenn "gut" ausgebaut, sehr wahrscheinlich irgendwo zwischen 150.000 und 200.000 vom Wert eingestuft werden) ...
... ist es so, dass meine Eltern mir JETZT noch helfen können finanziell und das auch machen wollen, sprich: sie helfen mir beim Abzahlen. Ich kann JETZT noch arbeiten, das wird, wenn es nicht danebenläuft, auch noch diverse Jahre so gehen. Im besten Falle evtl. auch lebenslang, abhängig von meinem individuellen Fall und Glück hinsichtlich der Forschung (an der Krankheit selbst wird nur sehr wenig geforscht, aber andere Forschungsbereich grenzen an --> Synergieeffekte).
Es ist ein blödes Thema, aber ... Ich bin Alleinerbe. WENN bei meinen Eltern keine hässlichen Krankheiten dazwischenkommen, erbe ich Immobilien in einer Region, die im Wert ständig steigt momentan - momentaner Schätzwert, niedrig angesetzt: 550.000 Euro. Dann ist es eh alles kein Thema.
Sollten Krankheiten kommen, Pflegefall etc. - dann bleibt sehr sicher noch genügend Geld, um mein Haus trotzdem abzubezahlen.
Meine eigene Berufsunfähigkeitsversicherung ist so hoch, dass ich mir die Abschlagszahlungen alle leisten könnte, das Haus VOR der Rente abbezahlen kann und trotzdem noch leben kann - und das auch, wenn mich die Erwerbsunfähigkeit die nächsten Jahre ereilt.
Worst Case ist für mich: Erbe weg wegen Pflegefall etc., ich berufsunfähig (Kreditwürdigkeit) und keine Immobilie (mehr) da, sprich: Familieneigentümer weg und ich habe keine Immobilienfinanzierung begonnen bzw. abbezahlt. Das ist sicherlich schlimmer als der zweitschlimmste Fall - übernommen mit allem, weil eben auch verschiedene Stricke gerissen. Dann muss ich eben verkaufen während der Finanzierung. In beiden Fällen ist es dann eh ...
Ich kann in diesem Zusammenhang wirklich nur betonen, wie wichtig es ist, eine gute Berufsunfähigkeit abzuschließen, wenn man NACH 1960 geboren ist. Als ich meine vor Jahren abgeschlossen habe, hätte ich nie im Traum daran gedacht, dass ich sie eventuell vielleicht mal brauchen könnte ...
L
LinaLustig06.01.17 21:45Musketier schrieb:
Da das Vorhaben auch in einem Nicht-Bauforum steht, in dem ich angemeldet bin, weiß ich dass die Freelancertätigkeit eine Größenordnung einnimmt, die für die Finanzierung nicht unerheblich ist."Problem" ist: Ich möchte diese Kiste eigentlich aus der Finanzierung raushalten, wenn es geht.
Warum? Weil ich bisher nie aktiv Akquise betrieben habe für meine Auftrage. Ziel war es, die Doktorarbeit zu schreiben und dafür habe ich eben "nebenher" gearbeitet. Vor ca. drei, vier Jahren fing es dann an mit den Aufträgen - und ich mache seither auch keine aktive Akquise, habe das auch nicht vor, bis sich meine Situation geklärt hat (siehe Anfangsposting). Ich müsste nachschauen, aber im Schnitt waren es, bis auf das erste Jahr, zwischen 7 und ungefähr 20.000 Euro brutto im Jahr zusätzlich.
Da ich gerade eine Verschlechterung erlebt habe und die Medikamente umgestellt werden müssen mit unüberschaubaren Wirkungen und Nebenwirkungen, werde ich jetzt diesbezüglich nicht aktiver werden in der nächsten Zeit. Auftragszusagen habe ich aber für dieses Jahr schon, die ersten 3.500 bis 5.000 Euro sind quasi schon gesichert.
L
LinaLustig06.01.17 21:59Ich schaue mir die konkrete Immobilie am Di an. Bei Gefallen würde ich gerne zusagen. Bis zum Notartermin wird ja noch etwas Zeit ins Land gehen - ich habe mich noch nicht darum gekümmert, WEN ich alles durch das Haus jagen werde, habe aber einen sehr guten Architekten im Freundeskreis, der unter anderem selbst etliche Altbauten besitzt und saniert hat. Ich habe jetzt erst einmal darauf gebaut, dass dieser mir empfiehlt, wen ich noch konsultieren muss. Ich wollte vor dem Termin am Di erst einmal die Finanzierungsoptionen einholen, um eine gewisse Sicherheit zu haben, dass das Projekt zu stemmen ist und auf welche Weise, darauf lag jetzt erst einmal die Priorität 🙂
Prinzipiell war die Idee des Immobilienkaufes Ende letzten Jahres gefallen, ich trage mich schon länger mit dem Gedanken etc. - nur ist mir eben jetzt recht schnell, womit ich nicht gerechnet hatte, ein für mich auf den ersten und zweiten Blick perfektes Objekt vor die Flinte gelaufen. Ob es denn wirklich "perfekt" ist, muss eben dann noch eingehend geprüft werden auf Herz und Nieren.
Prinzipiell war die Idee des Immobilienkaufes Ende letzten Jahres gefallen, ich trage mich schon länger mit dem Gedanken etc. - nur ist mir eben jetzt recht schnell, womit ich nicht gerechnet hatte, ein für mich auf den ersten und zweiten Blick perfektes Objekt vor die Flinte gelaufen. Ob es denn wirklich "perfekt" ist, muss eben dann noch eingehend geprüft werden auf Herz und Nieren.
H
HilfeHilfe07.01.17 08:06Musketier schrieb:
Da das Vorhaben auch in einem Nicht-Bauforum steht, in dem ich angemeldet bin, weiß ich dass die Freelancertätigkeit eine Größenordnung einnimmt, die für die Finanzierung nicht unerheblich ist.Lisa sollte die zahlen schon genau auf den Tisch legen. Sie schreibt jetzt von 7-20k brutto im Jahr zusätzlich. Also mich reisst es nicht vom hocker 1900 brutto + 1500 Freelancertätigkeit.
aber wie gesagt, im Endeffekt prüft die Bank eh konkret. Die Familie ist ja grundsätzlich solvent. Evtl. kann man da auch Eigenkapital naschiessen
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