Betonaufkantung Bewehrung durchtrennt

Dieses Thema im Forum "Maurer / Maler / Gipser / Elektriker" wurde erstellt von 19Chris84, 20. 04. 2017 um 09:56 Uhr.

  1. 19Chris84

    19Chris84

    20. 12. 2016
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    Frage / Anliegen:

    Muss die Schnittstelle der Bewehrung behandelt werden?

    Hey Leute

    Ich hab folgendes "Problem". Und zwar hab ich eine Betondecke welche über die Terrasse aus dem Haus ragt.
    Der ursprüngliche Plan war auf der Überdachung ein Flachdach zu machen. Dafür würden die Notüberlaufe sowie die Gulliaussparungen und die Durchbrüche für die Anschlüsse an die Wasserrinne gemacht.

    Allerdings haben wir uns aus optischen Gründen doch für ein Blechdach umentschieden. Dadurch sind die Überläufe und Durchbrüche überflüssig.

    Meine Bedachungsfirma hat nun die Notüberlaufe und Durchbrüche mit Styrodur und Schaum zugemacht damit das ganze verputzt werden kann.

    Allerdings hat sich keiner Gedanken über das durchtrennte Eisen gemacht. Da das ganze einige Wochen offen war und auch nass wurde ist die Bewehrung natürlich an der Schnittstelle gerostet.

    Hätte man das noch irgendwie versiegeln müssen oder rostet das nicht weiter? Mein Rohbauerklärung sagt da passiert nichts. Das rostet auf der Oberfläche etwas an und dann wärs das.

    Wasser direkt kommt da zwar nicht mehr hin. Allerdings vielleicht Luftfeuchtigkeit da der Schaum denk ich da nicht die hat genug ist.

    Hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen.

    Hab schon überlegt des Styrodur nochmal rauszuschneiden dann die Bewehrung mit der Drahtbürste etwas an der Schnittstelle zu entrosten und dann etwas Zement drüber zu machen das es luftdicht verschlossen ist. Was sagt ihr dazu?


    Mfg Chris
     
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  3. Knallkörper

    Knallkörper

    19. 07. 2016
    684
    108
    Hallo.

    Das Styrodur muss eigentlich raus und die Löcher müssen mit Beton verfüllt werden, sodass die nötige "Betonüberdeckung" wieder erreicht wird. Den Stahl musst du aber nicht behandeln, das würde auch rein gar nichts bringen, weil du nur auf die Schnittfläche kommst. Der Korrosionsschutz wird durch Abtrennung des Luftsauerstoffs und das basische Milieu im Beton erreicht.

    Wenn der Stahl rostet, dehnt er sich aus, und sprengt so den Beton ab. So arbeitet sich der Rost durch die ganze Konstruktion.
     
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  4. 19Chris84

    19Chris84

    20. 12. 2016
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    0
    Okay erstmal danke für die Antwort.

    Das Problem ist das dass Dach schon drauf ist. Dadurch kann ich habe innen leider keine Schalung mehr Anbringen um zu Betonieren. Muss die Betonüberdeckung auch eingehalten werden wenn da kein Wasser hin kommt?

    Zur Erläuterung. Ich hab das was als Flachdach geplant war mit Dämmwolle zugeklatscht. Auf der Aufkantung würde eine Holzkonstruktion befestigt und darauf ein Blechdach montiert.

    Mfg Chris
     
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  5. Knallkörper

    Knallkörper

    19. 07. 2016
    684
    108
    Ja. Hat mit Wasser nur wenig zu tun. Luftfeuchtigkeit (und Luft) genügt. Stichwort: Karbonatisierung.
     
  6. 19Chris84

    19Chris84

    20. 12. 2016
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    Okay super danke. Würdest du dann noch ein paar Löcher reinbohren und Eisen reinstecken damit sich das beim betonieren gut verbindet?

    Was würde sich da gut eignen? Zement, Mineralbeton...?

    Mfg Chris
     
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  7. 19Chris84

    19Chris84

    20. 12. 2016
    10
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    Was mich noch interessieren würde. Findet diese Karbonatisierung immer statt? So wie ich das im Internet lese findet das bei Stahlbeton immer statt außer man versiegelt den Beton mit Spezialmitteln.

    Danke im voraus

    Mfg Chris
     
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