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Verlegeanleitung für Elastische Beläge


Viele Hausbesitzer entscheiden sich in manchen Räumen auch für diese Art des Bodens und somit wollen wir auch in diesem Bereich ein paar nützliche Tipps liefern, wenn es für Sie wieder einmal heisst: „Selbst ist der Mann oder die Frau!“

Lagerung des Ausgangsmaterials
Um Risiken beim Verlegen von elastischen Belägen möglichst gering zu halten, sollten im Vorfeld die Werkstoffe ausreichend akklimatisiert werden. Die günstigsten Vorrausetzungen bestehen dann, wenn der gewünschte Oberbelag sowohl während als auch nach dem Verlegen keiner grossen Temperaturschwankung ausgesetzt ist. Dies nämlich könnte fatale Folgen haben, zum Beispiel die Bildung von Fugen zwischen Belagplatten oder im entgegengesetzten Fall Kantenstippungen. Regelmässig unterlaufen derartige Fehler, wenn die elastischen Beläge in einem nicht geheizten Gebäude gelagert und verlegt werden und nachher der alltäglichen Heizungsluft ausgesetzt sind. Das Material muss also in jedem Fall in einer Umgebung unter Bedingungen aufbewahrt werden, denen der fertige Belag auch später regelmässig ausgesetzt ist.

Vorbereitung des Untergrundes
Was die Vorbearbeitung des Zieluntergundes betrifft, verfügt der Markt über eine grosse Zahl an Gerätschaften für alle erdenklichen Fälle, zum Beispiel für das restlose Entfernen alter Beläge oder das Beseitigen maroder Bereiche. Im Zweifel sollte jedoch eine Kompletterneuerung der Lastverteilungsschichten erwogen werden. Insbesondere sollte bei der Arbeit mit elastischen Oberbelägen auf die Saugfähigkeit des Untergrundes geachtet werden. Ist diese zu hoch, kommt es bei der Spachtelung zu Problemen, da die Ausgleichsmasse mehr versickert als verläuft. So sollte man schon beim Auftragen des Dispersionsvorstrichs auf den Trocknungsverlauf der Grundierung achten. Ist der Aufsaugeffekt hier zu stark, ist ein mehrfacher Auftrag in der Regel unumgänglich. Genauso wichtig ist es, die Spachtelmasse ordentlich dick aufzutragen. Ansonsten ist ein ordentliches Verlaufen nicht möglich. Eine Schichtdicke von 2 Millimetern gilt hier als absolutes Minimum.

Auftragen des Klebstoffes / Abpassen des richtigen Einlagezeitpunktes
Die einzusetzende Klebstoffmenge wird vom Hersteller vorgegeben. Bei elastischen Belägen nimmt man in der Regel die Zahnung A2; Linoleum muss mit der Zahnung B1 geklebt werden. Eventuelle Beulen- oder Blasenbildung ist abhängig vom Einlegezeitpunkt. Ist der Klebstoff noch zu feucht oder wurde nicht mit genügend Druck arretiert, kommt es regelmässig zu derartigen Verformungen. Die beste Konsistenz hat der Kleber dann erreicht, wenn mit dem Finger die Klebstoffriefe gut zerdrückt werden kann, die Riefenstruktur aber erhalten bleibt. Wann der richtige Zeitpunkt zum Einlegen erreicht ist, ist abhängig von den gegebenen Klimaverhältnissen der Umgebung. Daher kann man sich an den Angaben des Klebstofffabrikats nur grob orientieren. Der Fingertest bietet hier eine gute Hilfe.

Auftragen des Belages
Sofort nach der Einlage eines Bahnenbelages sollte mit dem Korkbrett angerieben werden. Die Arbeit erfolgt von der Mitte der Belagbahn zum Rand hin. So können Lufteinschlüsse vermieden werden. Im Gegensatz hierzu wird bei Plattenbelägen das Walzverfahren angewendet. Wie man sieht, sollte sich man sich vor dem Verlegen ausreichend mit den einzelnen Werkstoffen vertraut gemacht haben. Die Hersteller der Verlegewerkstoffe bieten technische Merkblätter an, die dem Interessenten wichtiges Know-How vermitteln können. Sollten noch weitere Fragen bestehen, können Sie es ja in unserem Forum versuchen, oder sich direkt an uns wenden.




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