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Bauherrenhilfe während der Bauzeit


Die Bauzeit ist für Bauherren die interessanteste Zeit. Endlich sind Bauarbeiter an der Baustelle, und Maschinen, man sieht, wie das eigene Haus Gestalt annimmt.

Die Bauzeit beginnt mit dem „ersten Spatenstich“, vielmehr mit der ersten Baggerschaufel voll Erde und endet mit der Abnahme der letzten Bauleistungen. Dazwischen liegt eine mehr oder weniger lange Zeit – sechs Monate, ein Jahr, anderthalb Jahre – während der sich einiges auf der Baustelle abspielt. Viele am Bau Beteiligte unterstützen die Bauherrschaft während dieser Zeit, viele stellen Forderungen, andere verlangen Entscheidungen, mit Streit muss man rechnen. Über allem wachen verschiedene Behörden.

Das Wetter wird so bedeutend wie nie zuvor; bisher hatte man sich selten vor angekündigtem Regenwetter gefürchtet, kaum je das Ende eine Schlechtwetterperiode so sehr herbeigesehnt. Und Geld war wohl nie so wichtig, wie es während der Bauzeit werden wird. Konnte man sich das künftige Haus auf den Plänen nicht so richtig vorstellen, bereitet der Anblick des fertigen Rohbaus unerwartete Glücksgefühle. Während des Richtfestes, man feiert mit Freunden und Familie, werden alle Unannehmlichkeiten der Rohbauphase unwichtig. Der Innenausbau steht bevor „Bald ziehen wir ein.“

Kaum sind die Ausbauarbeiten im Gange, kommt doch wieder Unsicherheit auf. Die Leitungen sind verlegt, erste Wände bereits verputzt:„Wird die Küche denn so klein...?“, „Passt unsere Sitzgarnitur wirklich in diese Ecke?“ Aber sobald die ersten Räume Gestalt annehmen, verfliegt die Unsicherheit und erste Euphorie kommt auf. „Nächstes Wochenende fahren wir ins Möbelhaus, Ideen holen.“ Zwischen all den emotionalen Hochs und Tiefs gestaltet sich die Bauzeit auch recht trocken. Rechnungen werden gestellt, wollen geprüft und bezahlt werden. Behördenanfragen geben einem Rätsel auf und die Bank hätte gerne einige Nachweise zum Baufortschritt. 

Und die tägliche Arbeit geht weiter, auch das Familienleben; hat nichts mit der Baustelle zu tun und beeinflusst das Baugeschehen dann doch. „Ich kann die Baustelle nicht mehr sehen; so viel Arbeit im Büro und kein freies Wochenende.“ Die Bauzeit wird von vielen Fachleuten begleitet, die wissen was sie tun, ganz ohne Emotionen; wenn man als Bauherr sich traut, loszulassen, wird man sehen, es klappt auch so.






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