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Bauabnahme


Mit einem wichtigen Recht des Unternehmers, der Anerkennung seiner abgeschlossenen vertraglichen Bauleistung, der „Abnahme“, entsteht dem Bauherrn eine Hauptpflicht von weit reichender Bedeutung. Der Bauherr bescheinigt dem Unternehmer durch die Abnahme, dass seine Leistung vollständig und gemäß dem geschlossenen Werkvertrag ausgeführt wurde, sie nicht mit Mängeln behaftet ist und nicht zuletzt den gültigen öffentlich-rechtlichen Vorschriften und anderen gesetzlichen Bestimmungen entspricht – die „weit reichende“ Bedeutung der Abnahme entfaltet sich genau in diesem Moment.

Folgende rechtliche Wirkungen sind mit der Abnahme verbunden:

  • Die Vergütung wird fällig.
  • Die Verjährungsfrist für die Gewährleistungsansprüche des Bauherrn beginnt.
  • Die Umkehr der Beweislast tritt ein: Vor Abnahme muss der Unternehmer die vertragsgemäße Erfüllung seiner Leistung beweisen - nach Abnahme muss der Bauherr etwaige Mängel beweisen.
  • Die Gefahrtragung geht auf den Bauherrn über: Vor Abnahme trägt der Bauunternehmer das Risiko der zufälligen Zerstörung seiner Leistung durch unabwendbare Ereignisse, wie z.Bsp. schwere Unwetter. Das heißt, er muss sein zerstörtes Werk (Maurer die Wände, Zimmermann den Dachstuhl, ...) auf eigene Kosten wiederherstellen. Nach der Abnahme bleibt zu hoffen, dass sich der Bauherr gut versichert hat, das wäre jetzt sein zerstörtes Werk.





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