Hallo Rene81,
insgesamt ist der Planungsprozess von einem Haus ein iterativer Prozess. Neben den eigenen Wünschen, den Anforderungen durch die Anzahl, ggf. auch Alter/ Gesundheitszustand der Nutzer, den Standortbedingungen, den äußeren Veränderungen wie Energiepreisentwicklung, gesellschaftlichen Veränderungen, sowie den gesetzlichen Bestimmungen, baurechtlich als auch auf Fördermittelseite, dem eigenen Budget usw. usw. entwickelt sich am Ende euer Haus. Beteiligte an solch einem Prozess waren bisher der Bauherr und der Architekt, der eine Vielzahl der genannten Rahmenbedingungen berücksichtigen kann.
Wie Ihr festgestellt habt, ist die Materie hoch komplex, der Anspruch bei Euch und den anderen Beteiligten ist, das Optimum zu entwickeln und möglichst keinen Kardinalfehler zu begehen. Nach unserer Meinung gehört in der Planungsphase ein Energieberater an den Tisch, gerade wenn der Architekt dies anscheinend nicht umfänglich leisten kann bzw. dieses Feld nicht abdecken kann.
Wahrscheinlich aus Kostengründen, ggf. wegen der Grundwassersituation, vielleicht aber auch aufgrund der Thematik „Altersgerechtes Bauen“ habt Ihr Euch für einen Bungalow entschieden.
Durch die Festlegung, dass eine Fußbodenheizung realisiert werden soll, ist erst einmal der Grundstein gelegt, das alle möglichen Heizungsvariationen umgesetzt werden können. Ziel einer Energieberatung, die auch von einem entsprechend qualifizierten Heizungsbaumeister durchgeführt werden kann, sollte ersteinmal sein, einen entsprechend hohen bauphysikalischen Standard der Außenhülle zu realisieren, da Fenster, Dach und Wände Nutzungsdauern von 25 – 40 Jahren haben sollten. Hier stellt sich natürlich die Frage warum z.T. 2 und 3-fach Verglasung realisiert wird, wobei man wissen muss, dass sich die Qualität eines Fensters aus Rahmen, Glas und Einbau zusammen setzt. Hier sollten derzeit Gesamt-U-Werte von 0,95 eingebaut werden.
Durch den hohen energetischen Standard und die Fußbodenheizung, können Heizungsanlagen eingebaut werden, mit kleinen Leistungen. Z.B. moderne Gas-Brennwertgeräte können sich den Bedarf heute anpassen (Modulation) und sind am Markt schon mit Leistungen um die rund 2 KW zu bekommen.
Informationen gibt es vom Energieberater, Heizungsfachmann oder der Stiftung Warentest. Leider ist der letzte Test von Gas-Brennwertgeräten von Mitte 2010, sollte aber einen wertvollen Anhaltspunkt über die Vor- und Nachteile der Anlagen liefern.
Ihr IEU Team



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