Die Windenergie ist eine Form der Bewegungsenergie (kinetische Energie) und entsteht durch Bewegung von Luftmassen in der Atmosphäre. Diese wird letztendlich durch Sonneneinstrahlung bzw. Sonnenenergie hervorgerufen. Um diese Energie in Strom umwandeln zu können, bedarf es so genannter Windkraftanlagen, die umgangssprachlich unter dem Begriff „Windrad“ besser bekannt sind.
Die Windenergie sorgt dafür, dass die Rotoren einer Windanlage (Kraftwerk) in Bewegung gesetzt werden. Durch diese Bewegung wird auch ein Generator angetrieben, der schlussendlich Strom erzeugen kann. Wenn mehrere Windkraftanlagen geplant oder nach und nach in nächster Nähe errichtet werden, spricht man auch von einem Windpark. Ein wesentliches Merkmal der Windenergie ist allerdings, dass sie sehr unregelmäßig auftritt und somit auch keine gesicherte Stromversorgung gewährleisten kann. Das bedeutet, dass diese immer in einem Energiemix verwendet wird, also auch auf andere Stromquellen angewiesen ist. Zudem gibt es teils gravierende Unterschiede bezüglich der Effektivität der Stromerzeugung: Generell ist diese tagsüber und im Winter intensiver, während nachts und im Sommer weniger elektrische Energie gewonnen werden kann. Glücklicherweise geht diese Begebenheit mit dem durchschnittlichen Energieverbrauch der Menschen konform – im Sommer und nachts ist der Energiebedarf geringer. Die Windenergie kann aber auch überschüssigen Strom speichern und somit Reserveleistungen anreichern. Dazu sind aber genaue Windprognosen, eine Kombination mehrerer Windanlagen an verschiedenen Standorten, eine Regelgenauigkeit des Stromnetzes und ein überschaubarer Stromverbrauch (Größe des Stromnetzes, das versorgt werden soll) notwendig. Generell ist diese Form der Stromgewinnung umweltfreundlich und gilt somit auch als erneuerbare Energie. Sie ist überall vorhanden und kann auch einen Teil dazu beitragen, eine Energie-Autarkie zu gewährleisten. Man wäre somit nicht auf Erdöl-, Erdgas- oder Kohle-Lieferanten angewiesen. In Deutschland wurden im Jahr 2007 ca. 6,4 % der Stromerzeugung durch Windkraftanlagen gesichert, damit rangiert sie noch vor der Wasserkraft auf Platz Eins (unter den erneuerbaren Energien). Das Bundesland Schleswig-Holstein geht einige Schritte weiter und möchte in zehn Jahren (2020) 100 Prozent gewährleisten können.
Die Windenergie betrifft eine Privatperson meist indirekt, wenn das Versorgungsnetz auch an Windanlagen angeschlossen ist. Es gibt aber auch schon Kleinwindkraftanlagen, etwa mit einer Leistung bis zu 5 KWh, die sich nach absehbarer Zeit (8-10 Jahren) amortisieren. Zudem sind auch hier Förderungen und eine Unterstützung von Seiten des Staates möglich.