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Wasserkraftwerk

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Geschrieben: 02.11.2010 um 21:48 von HAUSBAU-RATGEBER


Wasserkraftwerk


Ein Wasserkraftwerk bietet die Möglichkeit, Strom mit Hilfe kinetischer Energie zu gewinnen. Das bedeutet, dass die Bewegungsenergie des Wassers Turbinen antreibt, die wiederum an Generatoren angeschlossen sind. Für den Hausbau spielt dies meist nur indirekt eine Rolle, da man an ein Stromnetz angeschlossen ist, welches auch mit Strom aus Wasserkraft gespeist wird. In seltenen Fällen besteht die Möglichkeit, Strom aus einem privaten und kleinen Kraftwerk zu beziehen.

Vorne weg sei hier aber erwähnt, dass ein Wasserkraftwerk nur dann möglich ist, wenn man nahe an einer Wasserquelle (meist ein kleiner Bach oder Fluss) sein Haus errichtet. In diesem Fall muss man zunächst einige Dinge beachten: Wird ein folgenschwerer Eingriff in das vorhandene Ökosystem vorgenommen (z.B. Fischpopulationen, Vegetation usw.)? Sind alle anderen Anrainer, auch weiter stromabwärts, damit einverstanden? Ist dies rechtlich möglich? Kann sich diese Investition jemals amortisieren und sind finanzielle Förderungen möglich? Man kann hier sehr gut erkennen, dass eine exakte und rechtlich einwandfreie Planung von Nöten ist. Dementsprechend häufig verpuffen diese Vorhaben auch wieder und kommen über die Planungsphase nicht hinaus. Zudem sollte die Möglichkeit bestehen, die überschüssige Energie speichern zu können.
Außerdem gibt es unterschiedliche Bauformen, die ein Wasserkraftwerk annehmen kann. Am gängigsten sind Laufwasserkraftwerke (Flusskraftwerke) und Speicherkraftwerke. Das Speicherkraftwerk kann Wasser ansammeln und erst nach Tagen oder Monaten zur Stromerzeugung verwenden – so kann auch Spitzenenergie (Höchstwerte) erzeugt werden. Ähnlich verhält es sich bei einem Pumpenspeicherkraftwerk. Hier wird die überschüssige Energie dazu verwendet, Wasser wieder auf ein höheres Niveau zu pumpen, wo es meist in Form eines Stausees gespeichert wird. Ein Wasserkraftwerk kann aber auch am Meer betrieben werden. Häufig handelt es sich dabei um ein Gezeitenkraftwerk, das sich des Energiepotentials von Ebbe und Flut bedient. Ebenso sind ein Wellen- und ein Meeresströmungskraftwerk möglich. Eine neue Form, die noch in den Kinderschuhen steckt, ist eine Stromboje: Dieses schwimmende Kraftwerk ist relativ klein und stellt keinen landschaftlichen Eingriff dar. Ab einer Strombreite von 4 Metern und einer Wassertiefe von 2 Metern kann eine Stromboje verwendet werden.

Ein Wasserkraftwerk kann also nur sehr selten für das private Eigenheim direkt genutzt werden. In der Regel erweist sich dies als zu kompliziert oder es ist rechtlich nicht möglich. Eine indirekte Nutzung durch das Stromnetz ist jedoch häufiger gegeben.


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