Auf dem Markt ist eine Vielzahl an variablen Darlehen erhältlich. Hinsichtlich der Baufinanzierung stellen variable Darlehen eine beliebte Alternative zum klassischen Annuitätendarlehen dar.
Die diversen Modelle der verschiedenen Kreditinstitute weisen vor allem bei den variablen Darlehen beträchtliche Unterschiede bei den Zinsen auf. Das Kennzeichen von variablen Darlehen ist eine Koppelung der Zinssätze an Referenzzinssätze. Dies bedeutet für den Darlehensnehmer eine gewisse Sicherheit und Transparenz, denn damit können die variablen Darlehen hinsichtlich ihrer Zinssätze vom Verbraucher miteinander verglichen werden. Sind sie nicht von einer solchen Abhängigkeit charakterisiert, läuft der Darlehensnehmer Gefahr, dass die kreditgebende Bank die Zinssätze für diese Darlehen häufig nach oben, aber im Gegenzug so gut wie nie nach unten korrigiert.
In der Eurozone orientieren sich variable Darlehen in der Euro-Zone in der Regel am Euribor als Referenzzinssatz. Dieser bezeichnet jene Zinssätze, welche sich Geldinstitute untereinander in Rechnung stellen.
Das Segment der variablen Darlehen lässt sich in die drei Teilbereiche „vollständig variables Darlehen“, „variables Darlehen mit Zinsobergrenze (Cap)“ sowie „Zwischenfinanzierung“ gliedern.
Aufgrund der Flexibilität und dreimonatigen Anpassung der Zinssätze stellt sie eine relativ risikoreiche Variante dar. Der Darlehensnehmer profitiert nur im Falle von einem sinkenden oder zumindest konstant bleibenden allgemeinen Zinsniveau. Auch bei steigender Inflation können sie für den Darlehensnehmer überdurchschnittlich kostenintensiv werden.
Aus diesem Grund sollten nur jene Kunden ein variables Darlehen in Anspruch nehmen, die einerseits über einen gewissen finanziellen Spielraum verfügen, um diese Wellenbewegungen auf dem Finanzmarkt schadlos überstehen zu können, andererseits sollten sie auch ein gewisses Interesse am Zinsmarkt mitbringen und diesen regelmäßig beobachten.