Bei teilvariablen Darlehen weist die Baufinanzierung einen festgesetzten und variablen Teil auf. Der Darlehensnehmer kann mit einem teilvariablen Darlehen einerseits eine relative Zinssicherheit sowie flexibel ausgestaltbare und gleichzeitig hohe Möglichkeiten einer Sondertilgung erzielen.
Die kreditgebenden Geldinstitute bieten bei diesen Darlehen drei unterschiedliche Arten an. Zum einen stellt das Cap-Darlehen ein teilvariables Darlehen dar, zum anderen fallen auch sogenannte Kombi-Darlehen sowie Flex-Darlehen in diese Kategorie.
Das Cap-Darlehen bietet flexible Tilgungsmöglichkeiten und wird vor allem dann abgeschlossen, wenn künftig mit einem gesunkenen Zinsniveau gerechnet wird. Bei dieser Form der teilvariablen Darlehen wird auf langfristig festgeschriebene Zinssätze verzichtet. Es erfolgt regelmäßig alle paar Monate eine Anpassung an das momentane Zinsniveau. Falls es zu einer überdurchschnittlichen Erhöhung der Zinsen kommen sollte, kommt die vereinbarte Zinsobergrenze, der Cap, zum Tragen. Dieser garantiert dem Darlehensnehmer, dass er keinesfalls mehr als die vereinbarte Zinsobergrenze bezahlen muss.
Ein Kombi-Darlehen setzt sich aus einem festverzinslichen Annuitätendarlehen mit monatlicher Rückzahlungsrate sowie einem Sondertilgungsdarlehen mit variablen Zinsen zusammen. Es bietet dem Darlehensnehmer die besten Optionen bei der Sondertilgung.
Das Flex-Darlehen sorgt im Gegensatz zu herkömmlichen Finanzierungsinstrumenten auf dem deutschen Markt für eine kurzfristige Zinsbindung. Alle drei Monate wird bei diesem teilvariablen Darlehen die Zinsbindung an den Euribor angepasst. Außerdem wird bei einem Flex-Darlehen auf eine Vorfälligkeitsentschädigung verzichtet und es besteht die Option, das Flex-Darlehen in ein festverzinsliches Darlehen umzuwandeln.
Die Vorteile eines teilvariablen Darlehens sind neben den flexibel wählbaren Sondertilgungen und der Sicherheit durch die partiell festgeschriebenen Zinsen auch die Verteilung der Darlehenssumme nach individuellen Gesichtspunkten bzw. Bedürfnissen.