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Sparrendach aus Massivholz

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Geschrieben: 06.09.2008 um 10:43 von HAUSBAU-RATGEBER


Sparrendach aus Massivholz

Während die Sparren bei den Pfettendächern lediglich eine zweitrangige Tragfunktion innehaben, bewerkstelligen sie hier alle anfallenden Lasten.

Einfaches Sparrendach
Bei diesem Dach charakterisiert man zwischen dem reinen Sparrendach und dem Sparrendach mit Kehlbalken. Die Sparren stehen seitlich auf durchlaufenden Schwellen, Kniewandpfetten bzw. Mauerlatten oder werden mithilfe Versatz direkt mit dem Deckengebälk zusammengefügt. In der Dachschräge gemessen, darf die freie Stützweite der Sparren 5.00m nicht überschreiten und die minimale Neigung beträgt 30% bez. 47%. Um die Längsstabilität am effizientesten zu gewährleisten, wird mit diagonal verlaufenden Leisten, den so genannten Windrispen, gebaut, wobei die Sparren am Fußpunkt schubfest befestigt und gegen Sog und seitliches Verschieben ausreichend gesichert werden müssen. Die Konstruktionsart eignet sich vor allem für steile und schmale Satteldächer mit symmetrischem Aufbau.

Sparrenbinder
Unter Sparrenbinder versteht man ebene Fachwerkträger bestehend aus den zwei Sparren, die auch Obergurt genannt werden. In Fällen, in welchen der Dachraum nicht oder nur zum Teil in Gebrauch genommen werden soll, sind solche Bauknstruktionen wirtschaftlich, welche einen Untergurt und Streben besitzen. Im Falle des Fehlens einer darunter liegenden Decke wird sie solid ausgeführt, woraufhin große Zangen die Aufgabe des Untergurtes übernehmen – Längsträger oder Pfetten werden daher nutzlos, da die Konstruktion ohne Stützen auskommt. Die Querstabilität wird durch biegesteife Dreiecksverbindungen und Knoten gewährleistet, die Längsstabilität durch liegende Knick- und Windverbände. Die maximale Spannweite ist vom Binderabstand abhängig, welche im Normalfall zwischen 70 cm und 80 cm ausmacht, und beträgt für Lösungen mit Untergurt je nach Ausführung 8.00m bis 13.00m und für solche ohne Untergurt bis 12.00m. Als Ausgangsmaterial eignen sich meistens solide Leisten, die für große Spannweiten doppelt genutzt und mithilfe von Füllhölzern zusammengeschlossen werden.



Zuletzt aktualisiert: 09.12.2009



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