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Nutzung der Erdwärme

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Geschrieben: 02.11.2010 um 20:15 von HAUSBAU-RATGEBER


Nutzung der Erdwärme


Eine in Deutschland vorgenommene Studie unterstreicht das, was von vielen Wissenschaftlern bereits vermutet wurde: Ca. 30 Prozent der gesamten Wärmenergie in Deutschland könnten mit Hilfe der vorhandenen Erdwärme dauerhaft abgedeckt werden. Dementsprechend forciert die Deutsche Regierung seit einiger Zeit, speziell seit 2009 (Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz), auch den Ausbau des dementsprechenden Versorgungsnetzes.

Dies kommt aber nicht nur großen Unternehmen oder Firmen zu Gute, auch der private Hausbesitzer kann davon profitieren. So wird von Seiten des Bundesministeriums für Umwelt ein Marktanreizprogramm bereitgestellt, das nicht nur zinsverbilligte Darlehen und Tilgungszuschüsse gewährleistet, sondern auch Einspeisevergünstigungen ermöglicht. Das bedeutet, dass die Nutzung von erneuerbaren Energien, auch die der Erdwärme, finanziell unterstützt wird. Zumal erneuerbare Energien im Vergleich zu fossilen Energieträgern (Erdöl usw.) und Kernenergie immer billiger werden.
Als Privatmann hat man nun die Möglichkeit Erdwärme direkt oder indirekt zu nutzen. Eine direkte Nutzung ist gegeben, wenn man mit Hilfe der vorhandenen Wärmepotentiale der Erdkruste sein Eigenheim beheizt oder kühlt. Hierfür sind meist Wärmepumpen notwendig, da es sich im privaten Bereich meist um eine Wärmepumpenheizung handelt. Diese ermöglicht nicht nur die Temperaturregulierung, sonder auch eine Warmwasserbereitung. Wenn man an kein Nah- oder Fernwärmenetz angeschlossen ist, handelt es sich dabei meist um eine oberflächennahe Geothermie. Wer die Möglichkeit hat, an ein solches Wärmenetz angeschlossen zu werden, wird häufig mit Wärme, gelegentlich auch Strom, aus der tiefen Geothermie (1000 bis 2500 Meter) versorgt. Hierbei werden meist über Förderbohrungen Tiefengewässer angezapft: Die aufsteigende Wärme (Flüssigkeitstransport) wird an der Oberfläche über „Wärmeüberträger“ in einen sekundären Heizkreislauf übertragen. Das ausgekühlte Wasser wird wieder zurückgeführt.
Die „hydrothermale Stromerzeugung“ ist im Vergleich zur Wärmegewinnung an höhere Temperaturen gebunden. Man spricht hier von einer indirekten Nutzung, weil Strom erst über den Antrieb von Turbinen und Stromgeneratoren gewonnen werden kann. Leider sind hierfür in Deutschland nur sehr wenige Hot Spots gegeben, die auch genutzt werden können. Die Erdwärme kann also vornehmlich zur Beheizung verwendet werden.

Für den Hausbau sind also vor allem Wärmepumpenheizungen und Fern- und Nahwärmenetze interessant. Hierfür gibt es zahlreiche finanzielle Unterstützungen. Wer die Möglichkeit hat, auch Strom, gewonnen aus Erdwärme, zu beziehen, kann sich über günstige Preise freuen.


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