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Nichtabnahmeentschädigung
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Geschrieben: 16.01.2010 um 21:36 von HAUSBAU-RATGEBER


Nichtabnahmeentschädigung


Wird ein Darlehen nicht abgenommen, so ist dafür ein Entgelt zu entrichten. Dieser Betrag wird als Nichtabnahmeentschädigung bezeichnet. Eine Nichtabnahmenetschädigung wird also nicht bei der Kündigung eines Darlehens fällig, denn hier hat sich ein kreditierendes Geldinstitut durch die sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung abgesichert.

Eine Nichtabnahmenetschädigung kommt dann zum Zug, wenn der Kreditnehmer das bereits gewährte Darlehen von vornherein nicht in Anspruch nimmt. Sie wird vom betroffenen Kreditnehmer an das kreditgebende Geldinstitut gezahlt und sorgt für einen finanziellen Ausgleich, wenn der Bank durch die Nichtabnahme eines Darlehens ein Schaden entstanden ist, da sie mit Abschluss eines Darlehensvertrages die benötigten finanziellen Mittel bereits im Vorfeld besorgt und bereitgestellt hat.

Es existieren zwei Möglichkeiten, wie eine Nichtabnahmeentschädigung von einer Bank berechnet wird. Zum einen kann von der betroffenen Bank dafür ein pauschaler Betrag verlangt werden. In diesem Fall wird ein fix vereinbarter Prozentsatz von der gesamten Summe des gewährten Darlehens in Rechnung gestellt.

Als weitere Methode zur Berechnung der Nichtabnahmenetschädigung kommt entweder die Aktiv-Aktiv- oder alternativ die Aktiv-Passiv-Methode zum Einsatz.

Im ersten Fall entsteht der Bank sowohl eine Zinsverschlechterungsschaden als auch ein Zinsmargenschaden. Der Zinsverschlechterungsschaden stellt den Schaden aus der Zinsdifferenz dar, während der Zinsmargenschaden die entgangenen einkalkulierten Gewinne für die Dauer der Restlaufzeit der Zinsbindung bezeichnet. Je länger diese noch andauert, desto höher gestaltet sich die Nichtabnahmeentschädigung.

Das Aktiv-Passiv-Modell berücksichtigt die künftigen Zahlungsausfälle, der die Bank Ersatzgeschäfte gegenüberstellt. Der Abschluss dieser Geschäfte gestaltet sich für eine Bank kostenintensiver als das Darlehen, die Differenz stellt den Schaden für die Bank dar.

Die Aktiv-Aktiv-Methode ist für den Kreditnehmer günstiger und wird deshalb selten angeboten.
Zuletzt aktualisiert: 11.10.2010

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