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Gewachsene Böden

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Geschrieben: 05.09.2008 um 21:14 von HAUSBAU-RATGEBER


Gewachsene Böden

Nichtbindige Böden
Diese bestehen aus Gesteinsmaterial, das auf natürlichem Weg zerkleinert wurde und keine Verkittung der einzelnen Bestandteile des Granulats aufweist.
Dazu gehören Geröll, Kies, Kiessand und Sand.

Geröll
Da Geröll eine Ansammlung von groben Gesteinstrümmern aufweist, ist es je nach
Zusammensetzung des Materials gut bis sehr gut geeignet. Auch der Wasserabfluss ist ausgezeichnet. Zu beachten ist hierbei wiederum die Lagerungsdichte, die zur Bestimmung der Tragfähigkeit beiträgt.

Kies
Kies hat einen Durchmesser von 2 bis 60 mm und erkennt man an mittelgrossen Gesteinstrümmern. Auch hier ist nach Beachtung der Materialzusammensetzung und Schichttiefe die Tragfähigkeit gut bis sehr gut.

Kiessand
Kiessand kann man eigentlich mit Kies vergleichen, dazu muss der Grobanteil mindestens ein Drittel des Volumens ausmachen. Da er aber aus einem Gemisch aus Sand und Kies besteht ist die Schluckfähigkeit etwas vermindert.

Sand
Eine Ansammlung von kleinen Gesteinstrümmern wird Sand genannt. Wer einen gut tragfähigen Baugrund benötigt sollte unbedingt darauf achten, dass der Boden aus Grobsand besteht. Die Tragfähigkeit von Feinsand ist leider sehr mässig. Unbedingt ist darauf zu achten welche Korngröße, wie die Kornverteilung und die Lagerungsdichte aussieht, davon ist nämlich die Wasserdurchlässigkeit abhängig.

Schliesand
Da Schliesand aus einer breiartigen Masse und mineralischen Bestandteilen besteht ist dieser nicht belastbar und als Baugrund ungeeignet.

Bindige Böden
Jene Bodenarten die kohärente Erdstoffe wie Ton, Lehm oder Mergel enthalten nennt man bindige Böden. Da diese eine Verkittung eingeschlossener fester Bestandteile bewirkt, ist eine Durchlässigkeit sehr minimal.

Ton
Die Wasserdurchlässigkeit bei Ton ist sehr minimal, da er aus kleinsten Erdteilchen
Und einem Feinstaubanteil von max. 30% besteht.

Lehm
Eine dichte Mischung aus Sand und Ton wird Lehm genannt. Möchte man eine stabile
Tragfähigkeit erreichen sollte der Lehm im trockenen Zustand ungefähr eine Stärke von 3 Metern haben.

Mergel
Mergel ist ein felsenartiges Gemisch aus Lehm und Kalk.
Trockenes, dichtes Gestein eignet sich daher gut als Baugrund, da die Wasserdurchlässigkeit minimal ist.

Organische Böden
Stark zersetzte Rückstände von Tieren oder Pflanzen nennt man organische Böden.

Humus
Humus auch Muttererde genannt ist die oberste Bodenschicht. Da diese mit Kleinlebewesen besetzt ist, ist sie nicht belastbar.

Torf, Schlamm
Torf und Schlamm findet man vorwiegend in Sümpfen und Mooren. Da Torf keine Tragfähigkeit besitzt ist dieser als Baugrund ungeeignet.


Zuletzt aktualisiert: 27.10.2008


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