Das Thema erneuerbare Energie ist für den Hausbau sehr interessant, da dadurch nicht nur fossile Kraftstoffe ersetzt, sondern auch Wärme und Strom erzeugt werden können. Dabei handelt es sich um Energieressourcen, die nachhaltig zur Verfügung stehen und sich kurzfristig und eigenständig erneuern können. Zudem wird durch deren Nutzung die Energiequelle nicht erschöpft.
Unter dem Begriff erneuerbare Energie werden die Wasserkraft, die Sonnenenergie und die Geothermie (Erdwärme) zusammengefasst, aber auch Gezeiten und Sonnenenergie bedingte Energiequellen wie die Bioenergie (Biomasse = nachwachsende Rohstoffe) und die Windkraft. Die fossilen Energieträger wie Erdöl, Erdgas und Kohle, aber auch die Kernenergie, die durch Kernspaltung entsteht, stehen im Kontrast zu den regenerativen Energieträgern. Mit deren Hilfe können Energieformen wie Strom, Wärme und Kraftstoff erzeugt werden. In Deutschland wird die erneuerbare Energie seit ca. einem Jahrzehnt gefördert und vorangetrieben. Die Gründe dafür sind der steigende Energiebedarf bei gleichzeitiger Erschöpfung der fossilen Energieträger, ein geplanter Atomausstieg, EU-Richtlinien und natürlich auch der Klima- und Umweltschutz. So können die CO2 – Emissionen bzw. Treibhaus-/Klimagase reduziert werden. Auch die Bioenergie, die größtenteils über Heizkraftwerke erzeugt wird, kann auf geringere Emissionswerte verweisen: Der hier freigesetzte CO2 – Wert ist maximal gleich hoch als jener, der über eine natürliche Verwesung in unsere Atmosphäre gelangen würde. Das liegt daran, dass Pflanzen und Holz die schädlichen Stoffe via Photosynthese aufnehmen und in sich speichern. Im Jahr 2000 wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verabschiedet. 2007 folgte das Biokraftstoffquotengesetz und 2009 das EEWG, das Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien im Wärmebereich. Damit folgt man der 2009 schlagend gewordenen EU-Richtlinie, der zu Folge bis zum Jahr 2020 europaweit 20 % des Energiegesamtverbrauches mit regenerativer Energie gedeckt sein muss. Laut einer Studie des Bundesumweltministeriums könnten bis dahin aber schon mehr als 30 %, laut einer Branchenstudie sogar 48 % der Energieversorgung Deutschlands durch erneuerbare Energie gesichert sein.
Diese Gesetze und Richtlinien für erneuerbare Energie wirken sich aber auch auf die deutschen Bürger positiv aus: So sind zahlreiche Förderungen (Kredit, Finanzierung) erhältlich, zudem sind die Preise für die Anschaffung bzw. die Nutzung der Energieformen in den letzten Jahren um mehr als 50 % gesunken. Die fossilen und atomaren Energien hingegen sind teurer geworden.