Unter den Bereich Sanitärtechnik fällt auch die Wasserversorgung. Diese sorgt dafür, dass das Trink- und Betriebswasser (oder Nutzwasser) ausreichend zur Verfügung stehen. Aus technischer Sicht, auch im Sinne des Hausbaus, beinhaltet dies auch den Bau und den Betrieb der dafür notwendigen Anlagen.
Zunächst einmal müssen die nötigen Versorgungsstrukturen geschaffen werden. In Deutschland übernehmen diese Aufgabe meist die Kommunen oder Wasserverbände, eher selten obliegt die Wasserversorgung privaten Unternehmen. Zu dessen Aufgaben zählen unter anderem die Wassergewinnung (aus Quell-, Grund- und Regenwasser), die Wasseraufbereitung, die Löschwasser- und Warmwasserversorgung (Temperaturen zwischen 30 – 60 Grad). Für das Trinkwasser werden üblicherweise nahe gelegene Quellen angezapft, sodass keine langen Transportwege entstehen. Trotzdem ist man in einigen Gebieten auch auf eine Fernwasserversorgung angewiesen. Die Wasserversorgung beinhaltet auch Wasserverteilungssysteme: So wird sichergestellt, dass in jedem Haushalt oder Gebäude ausreichend Trink- und Nutzwasser vorhanden ist. Die Verteilung sorgt auch dafür, dass die Wasserqualität erhalten bleibt und der Wasserdruck, im Bereich des Endverbrauchers, groß genug ist. Hierfür werden Pumpwerke eingesetzt, die nicht nur Wasser fördern können, sondern auch eine Druckerhöhung bewirken. Das Wasser gelangt somit über Versorgungsnetze direkt zu den Haushalten oder wird als Reserve gespeichert. Üblicherweise kommen im Bereich der Wasserversorgung zwei verschiedene Netzformen zum Einsatz, welche die Wasserverteilung gewährleisten: Das „Verästelungsnetz“ (z.B. auch für die Kaltwasserverteilung in einem Haus) weist dabei eine baumartige Struktur auf, ist aber leider störanfällig. Das „vermaschte Netz“ (typisches Ortsnetz) besteht aus Einzelsträngen, die immer wieder untereinander verbunden sind. Hier ist die Versorgungssicherheit höher, aber auch die Baukosten. Im Normalfall ist also ein Versorgungsnetz für jeden Haushalt gegeben. Unter Umständen, wenn der Wasserdruck nicht ausreichend ist, muss man eine Druckerhöhungsanlage in das hausinterne Versorgungssystem integrieren. Diese wird zwischen dem Hausanschluss und dem ersten Verbraucher (Toilette, Wasserhahn usw.) installiert.
Wer sein Haus nicht in einem entlegenen Gebiet errichtet, muss sich bezüglich der Wasserversorgung keine großen Gedanken machen. Nur wo Wasser verbraucht wird, entsteht auch Abwasser – dieses muss dementsprechend entsorgt und behandelt werden.