Eine Klimaanlage zählt ebenso wie eine Lüftungsanlage zu den mechanischen Lüftungen. Das bedeutet, dass über ein technisches Gerät die Luftqualität, in einem oder mehreren Räumen eines Gebäudes, verbessert oder erhalten wird. Zudem kann hier auch die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit reguliert werden.
Bei mechanischen Lüftungen unterscheidet man im Allgemeinen zwischen Lüftungsanlagen, Lüftungsanlagen mit Heizfunktion, Teilklimaanlagen mit Befeuchtungsfunktion oder Kühlfunktion, Teilklimaanlagen mit Befeuchtungs- und Kühlfunktion und einer Vollklimaanlage (gewährleistet auch eine Entfeuchtung). Die Unterscheidung wird also hinsichtlich der thermodynamischen Funktionen der Zuluft getroffen. Man kann aber festhalten, dass eine Klimaanlage gegenüber einer Lüftungsanlage die Raumtemperatur auch kühlen und die Luftfeuchtigkeit verändern kann. Für diese mechanische Kühlung wird ein Kältekreislauf, ähnlich einem Kühlschrank, benötigt, der die Wärme abtransportiert und auch abgibt. Kältemittel dienen hierbei als Medium für den Wärmetransport. Die Filterung der Luft erfolgt über Filtervliese, für die Lufttrocknung werden Kondensationsflächen mit Wasserabläufen benötigt. Der Energieverbrauch hängt sehr stark von der Differenz der Innen- und Außentemperatur ab, auch wenn man sagen kann, dass die aktuellen Geräte sehr energiebewusst arbeiten. Normalerweise verursacht nur der Wärmetransport im Kältekreislauf Kosten. Die Klimaanlage wird sehr häufig auch als Heizung verwendet. In vielen Fällen verfügt sie über eine Wärmepumpenschaltung, welche die thermische Energie der Außenluft und die Antriebsenergie für Raumbeheizung verwendet. So ist es oft möglich, dass nur mehr bis zu 25 % der benötigten Energie einer Heizung aus der Steckdose kommen. In Kombination mit einer Wärmerückgewinnung ist diese Heizmethode teilweise effizienter als eine Elektroheizung. Eine Klimaanlage sorgt also nicht nur für gesunde Atemluft in Wohnräumen, sie kann auch zu Energieeinsparungen und somit auch zu einer Kostenersparnis führen. Außerdem werden so unangenehme Gerüche, Schadstoffe wie CO², aber auch Staub und Ozon abgesaugt. Die Luftqualität, die so entsteht, entspricht mindestens der Außenluft, im Normalfall ist die Raumluft aber von noch besserer Qualität.
Allerdings muss man auch berücksichtigen, dass einige Menschen eine Klimaanlage als unangenehm empfinden. Bei schlechter Wartung können auch die Bausubstanz und die Gesundheit beeinträchtigt werden.