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Die Hauskanalisation

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Geschrieben: 15.01.2011 um 14:36 von HAUSBAU-RATGEBER


Die Hauskanalisation


Ein Wohnhaus besteht nicht nur aus seiner äußeren, sichtbaren Hülle, es muss auch über eine entsprechende Abwassertechnik verfügen. Eine eigene Hauskanalisation ist notwendig, um das gebrauchte und somit verunreinigte Abwasser, auch das Niederschlagswasser, entsorgen zu können. Dieses wird entweder der öffentlichen Kanalisation zugeführt oder in einer Sickergrube angesammelt. Mit Hilfe eines Kleinklärwerkes kann man auch selbst das Abwasser reinigen.

Die Hauskanalisation besteht im Wesentlichen aus Rohren (10 bis 20 cm Durchmesser), aus Ausgüssen, Dachentlüftungen und Gullis. Diese Elemente fangen das Abwasser von den so genannten Entwässerungsgegenständen auf: Zu diesen zählen Toiletten, Waschbecken, Waschmaschinen, aber auch Regenwasser und Fremdwasser (entsteht durch bauliche Schäden).
Generell unterscheidet man zwischen Schmutzwasser, welches häusliche Abwässer bezeichnet, Regenwasser, das auf Grund der Verunreinigung der Atmosphäre (Ruß, Staub, Pollen, Gase) ebenfalls aufbereitet werden muss, und Mischwasser, welches beide Typen zusammenfasst.
Die Entwässerungsgegenstände sind fast ausnahmslos mit einem Geruchsverschluss (Siphon) versehen. Über diesen gelangt das Abwasser in die Fallrohre, die im Grundkanal enden. Von dort gelangt das Abwasser zum Hausanschlussschacht. Unter Umständen bedarf die Hauskanalisation auch einer Abwasserhebeanlage, beispielsweise wenn tiefer liegende Geschosse vorhanden sind.
Die Fallrohre müssen dabei über Dach entlüftet werden können, damit einerseits die Gerüche nach oben entweichen und andererseits die Geruchsverschlüsse sich nicht „leersaugen“ (Luftzufuhr) können. Im Gebäude selbst erfolgt die Entwässerung nach dem Trennsystem, das bedeutet, dass Regen- und Schmutzwasser separat entsorgt werden. Je nach Kanalnetz werden diese gemeinsam als Mischwasser einer Kläranlage zugeführt oder getrennt aufbereitet.
Für die Hauskanalisation wird mittlerweile meist Kunststoff, Grauguss oder Keramik verwendet. Dies richtet sich nach der Aggressivität des Abwassers, der Verarbeitung, dem Rohrdurchmesser und den angedachten Kosten.

Die Hauskanalisation ist also jener Teil des Kanalnetzes, der den Hausbauer unmittelbar betrifft. Hier hat man unter anderem die Möglichkeit, das Abwasser selbst zu reinigen oder dieses dem öffentlichen Kanalnetz zuzuführen. Die Kosten ergeben sich meist aus der Größe des Gebäudes, dem Material, der Art des Systems und der Lage des Grundstückes.
Zuletzt aktualisiert: 15.01.2011


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