Wer sich um eine Klimaanlage bemüht, kann grundsätzlich zwischen zwei Varianten wählen: Die zentrale und die dezentrale Klimaanlage. Die zentrale Anlage versorgt dabei alle Räume eines Gebäudes, während die dezentrale Variante nur einen einzelnen Raum versorgt. Die dezentrale Klimaanlage lässt sich daher auch nach dem Hausbau leicht integrieren, da keine Luftkanäle verlegt werden müssen. Allerdings können nur Räume in der Nähe der Hausfassade damit versehen werden, Räume im Hauskern müssen darauf verzichten.
Eine dezentrale Klimaanlage versorgt also einen Raum mit den lüftungstechnischen Grundfunktionen der thermodynamischen Luftbehandlung – sie übernimmt die Be- und Entfeuchtung der Luft, die Luftfilterung, die Luftförderung und die Regelung der Lufttemperatur. Meist wird diese in der Brüstung oder „unter Flur“ angebracht. Auf Grund dieser Anbringung kann es passieren, dass die entlassene und bereits belastete Fortluft wieder angesaugt wird. Zusätzlich dazu können der Verkehrslärm und das Ventilatorengeräusch unangenehm auffallen. Auch hier unterscheidet man in zwei Varianten: Der Nur-Luft-Anlage, die für kleine Räume gedacht ist, und der Luft- / Wasser-Anlage, die aus Fenster-Kühlaggregaten entwickelt wurde. Diese wurden zusätzlich mit Lüftungs- und Heizungsfunktionen versehen. Eine dezentrale Klimaanlage verursacht aber leider auch immer wieder eine Reihe von Nachteilen, mit denen man leben muss. Neben den unerwünschten Lärmbelästigungen leidet auch die oftmals erhoffte Energieeffizienz. Zunächst einmal können nur, wie schon erwähnt, Räume in der Nähe der Fassade klimatisiert werden. Für große Räume ist die dezentrale Anlage leider auch ungeeignet, da sie einen zu geringen Wirkungsgrad, auf Grund ihrer geringen Größe, aufweist. Bei Regen oder Wind können bei ungeschützten Anlagen die Filter beschädigt werden (nasse Filter fördern die Keimbildung), aber auch ein höherer Heizbedarf kann die Folge sein. Auch die Wartung kann problematisch werden, da sie nicht nur teurer ist, sondern oft auch den Arbeitsablauf im Raum selbst stört.
Mittlerweile gibt es aber auch eine dezentrale Klimaanlage, die eine Hybridform darstellt. Hier wird die Abluft mehrerer dezentraler Anlagen zusammengefasst und über einen gemeinsamen Fortluftablass am Dach abgeführt.