Jedes Wohnhaus verfügt über ein Badezimmer. Dieses versammelt meist mehrere Sanitäreinrichtungen auf einmal an einem Ort: Ein Waschbecken, eine Badewanne, eine Dusche, ab und an auch eine Toilette. Dieser Raum dient vorwiegend der Körperhygiene und muss somit auch hygienische Standards erfüllen. Das bedeutet, dass ein sauberer und sicherer Abfluss des Abwassers gewährleistet sein muss, ebenso wie eine ausreichende Versorgung mit Frischwasser.
Neben dem obligatorischen Waschbecken findet man in einem Badezimmer auch fast immer eine Dusche. Diese kann in Kombination mit einer Badewanne auftreten oder für sich alleine stehen. Der Vorteil einer Dusche ist der geringere Wasserverbrauch (eine 3 Minuten Dusche benötigt in etwa 60 Liter Wasser, eine Badewanne fasst im Schnitt ca. 140 Liter) und die schneller durchzuführende Körperwäsche. Bei einer freistehenden Dusche unterscheidet man zwischen einer Duschwanne, einem Auffangbecken, das zwischen 6 und 12 cm hoch ist, und einer ebenerdigen Dusche. Die ebenerdige Variante besitzt einen Abfluss, zu dem hin sich der Boden leicht absenkt. So kann das Wasser auch ohne Probleme abfließen. Zudem sind hier Bodenfliesen (gefugt) oder ein anderer wasserdichter Untergrund unumgänglich. Häufig findet man auch Halteriffe, Duschstangen samt Duschkopfhalter, ab und an auch einen Duschsitz. Die Armaturen, Wasserhähne, können als Mischbatterie (ein Hebel für Kalt- und Warmwasser) oder als Doppelbatterie (zwei Hebel für kalt und warm) installiert sein. Normalerweise wird die Duschkabine durch Schiebe- oder schwenkbare Türen geöffnet und geschlossen, speziell bei Badewannen- Duschkombinationen kommen aber auch Duschvorhänge zum Einsatz. Da hierbei sehr viel Feuchtigkeit auch an die Raumluft abgegeben wird, sollte man das Badezimmer im Anschluss gut lüften. Geflieste Wände sorgen dafür, dass keine Schimmelbildung entstehen kann. Speziell bei Duschsystemen kann man sehr viel Wasser und Energie einsparen. Der Verbrauch im Badezimmer liegt hinter der Heizung an 2. Stelle. Wassersparende Duschköpfe können den Wasserverbrauch um die Hälfte reduzieren. Auch Wassersparduschen senken die Wasser und Abwasserkosten.
Das Badezimmer ist ebenso an die Hauskanalisation angeschlossen und sorgt somit für eine sichere Abwasserentsorgung. Hier wird nicht nur Körperhygiene betrieben, diese muss von Haus aus in diesem Raum gegeben sein. Durch entsprechende Sparmaßnahmen kann man die Kosten jährlich um bis zu 200 Euro senken.