Unter einem Dach oder auch Bedachung, wie es heute fachlich bezeichnet wird, versteht man die nach oben gerichtete Grenze eines Gebäudes, welche dafür angelegt ist, das Gebäude und die darin wohnenden Menschen vor Umwelteinflüssen – also Niederschlag, Hitze, Kälte, Staub oder Lärm – bestmöglich zu schützen. Da es für die Einpassung des Gebäudes in die Umgebung von besonderer Bedeutung ist, die architektonische Formgebung auf jeden Fall mit einzubeziehen, werden Dächer im Normalfall von Architekten entworfen. Während der Tragwerksplaner das Tragwerk eines Daches ausgearbeitet, wird diese Aufgabe bei Holzdächern auch häufig vom Zimmerer angetreten. Der Spengler oder Dachdecker nimmt sich schließlich der Aufgabe des Deckens und Abdecken des Daches an. Dächer können nach verschiedenen Kriterien charakterisiert werden, wobei ein Kriterium die Dachform wäre, welche man zum Beispiel in Satteldach oder Pultdach unterscheiden kann. In Bezug auf die Dachneigung besteht die Separierung zwischen Flachdach und Steildach, doch auch eine Unterscheidung anhand der Dachkonstruktion ist möglich, wobei hier das Dachtragwerk, der Dachaufbau oder auch die Dachhaut, womit die Abdeckung des Daches gemeint ist, zu nennen wären. Generell setzt sich das Dach aus Dachtragwerk und der Dachhaut zusammen, wobei Unterbrechungen und Durchdringungen als Dachöffnung – wie zum Beispiel Dachfenster oder Dachgauben – bezeichnet werden.