Obwohl Kupfer und Blei zu den altbewährten Bedachungsmaterialien zählen, spielt letzteres heutzutage nur noch eine nebensächliche Rolle. Stattdessen sind Kupfer, rostfreier Stahl und Aluminium derzeit die geläufigsten Materialien für großflächige Spenglerarbeiten. Hohe Körperschallschwankungen bei Regen und Hagel, sowie die Anfälligkeit gegenüber mechanischen Belastungen sind einige der Nachteile, die bei der Verwendung dieser Materialien auftreten können.
Aufliegende Blechdächer Aufliegende Blechdächer, die vom Spengler angefertigt werden, setzen eine durchgehende Unterkonstruktion, die üblicherweise durch eine Holzschalung erfolgt, voraus. Zwischen dem Blech und der genannten Konstruktion benötigt man eine vollflächig lose Unterlagspappe, wobei die Stöße eine kräftige Überlappung aufweisen sollten. Üblicherweise wird die Wasserhaut aus Kupferblech, Aluminium oder Chromstahl erstellt. Die Blechbahnen, die starken Wärmeausdehnungen unterworfen und aufgrund ihres geringen Flächengewichtes starkem Windsog ausgesetzt sind, können nicht fugenlos ausgeführt werden. In Fallrichtung des Daches befinden sich die Hauptdilatationen, während die quer angeordneten Bewegungsfugen am First und der Traufe extra dazu angeordnet werden.
Doppelfalzdach Sie können aus 100 x 200 cm großen Blechtafeln, die sich hauptsächlich für Erker, Türme und Dachlukarnen eignen, oder aus 67 cm bzw. 60 cm breiten Blechbahnen bestehen. Besserer Halt und eine erhöhte Flexibilität werden durch Bänder für alle großflächigen Dächer, die nach Abzug der beidseitig hochgestellten Borde von 35 mm bzw. 45 mm eine verbleibende Falzdistanz von 59 cm aufweisen, gewährleistet. Die zeitraubenden und teuren Querfälze werden daher nicht mehr gebraucht. Für Kupferblech beträgt die maximale Bahnenlänge etwa 8 bis 10 m, während für Aluminium ein Wert von 6 bis 8 m gilt. Die Bahnbreite sollte ihn wind- und schneereichen Regionen reduziert werden. Im Normalfall wird mit einer minimalen Dachneigung von 4° gerechnet, in exponierten Lagen jedoch mit 10°. Die Montage von Schneefängern wird durch den geringen Gleitreibungswiderstand zur Pflicht. Gefälzte Blechverkleidungen, deren Materialien dampfdicht sind, können auch für Fassadenverkleidungen angewandt werden. Dadurch kann auf der warmen Seite unbehindert Kondensat entstehen. Dies lässt sich jedoch durch den Einbau einer Dampfsperre unterhalb der Schalung unterbinden.