Dass Bausparverträge beliebt sind, bezeugen die Zahlen, denn in Deutschland gibt es rund 20 Millionen davon. Kein Wunder, denn die eigentliche Bedeutung des Bausparens spielt auch in der heutigen Zeit eine große Rolle, zudem hat sich das grundlegende Prinzip in den vergangenen Jahren nicht groß verändert. Mit einer Ausnahme: Denn die Flexibilität der Bausparkassentarife ist enorm gestiegen. Allerdings hat die breite Angebotsfläche für die Bausparer auch negative Seiten, denn ein Überblick der Materie die unglaublich komplex wurde ist kaum zu halten.
Entscheidungshilfen, welche Form der Eigenheimfinanzierung sich für welche Bauherren eignet, kann man diesbezüglich im Hypothekendarlehen oder Bausparen Beitrag finden. Ein bedeutender Vorteil eines Bausparvertrages ist, dass es durch die vollständige Tilgung keine Anschlussfinanzierung ergibt. Letztendlich sollten sich Interessierte bei einer Anschlussfinanzierung mit dem Forward-Darlehen Thema beschäftigen, bevor man sich für den Abschluss eines Bausparvertrages entscheidet.
Vor- und Nachteile die es bei einer Bausparfinanzierung gibt, werden in der nachfolgenden Tabelle als Stichpunkte in einer groben Übersicht aufgezeigt.
Vorteile die sich beim Bausparen ergeben:
Die Möglichkeit einer hohen Beleihung
Große Tarifauswahl
Grundbucheintragung auch nachrangig möglich
Feststehende Zinshöhe
Bausparer mit geringen Einkünften haben die Möglichkeit eine Arbeitnehmersparzulage oder eine Wohnungsbauprämie auf ihre Bauspareinzahlungen zu erhalten
Jederzeit ist die Leistung von Sonderzahlungen möglich und es müssen keine Vorfälligkeitszinsen bezahlt werden
Nachteile die sich beim Bausparen ergeben:
Aufgrund der kurzen Tilgungsdauer resultiert eine hohe finanzielle Belastung
Die Zuteilungsfristen sind unterschiedlich lang
Der vermittelnde Vertreter berechnet Abschlussgebühren
Bei kurzfristigem Immobilienwunsch eine vollkommen ungeeignete Finanzierungsform
Ggf. können zwischen Zuteilung und Auszahlung Monate liegen
Eine Restschuldversicherung muss teilweise obligatorisch abgeschlossen werden
In der Ansparphase relativ geringe Guthabenzinsen
Bei Inanspruchnahme des Darlehens fallen eventuell noch weitere Gebühren an
Die Transparenz ist schlecht, denn eine gute Berechnung der echten Kosten für den Bausparer kann ohne aufwendige PC-Programm nicht erfolgen
Bei der Vorfinanzierung der Mindestansparsumme auch als Schnellspartarif bekannt, fallen hohe Marktzinsen an
Jedoch sollte man auf keinen Fall einen Bausparvertrag abschließen, wenn man ihn zum Zwecke der Geldanlage nutzen möchte. Die Bausparrendite die darauf fällig ist steht außer Konkurrenz mit der, welche man beispielsweise auf Bundesschatzbriefe erhält. Auch lohnt es sich nicht einen Bausparvertrag zu machen, wenn man ihn statt für wohnwirtschaftliche Zwecke für die Altersvorsorge verwenden möchte. Jedoch bestätigen Ausnahmen die Regel, weshalb sich ein Bausparvertrag als Geldanlage für Geringverdiener lohnt, sofern sie die Wohnungsbauprämie als auch die Arbeitnehmersparzulage beanspruchen.