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  1. #1
    Neuer Benutzer
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    15.08.2011
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    Issum / Niederrhein
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    Standard Fragen über Fragen zu Anbieter, Kosten etc

    Liebe Häuslebauergemeinde,

    meine Frau und ich planen seit einiger Zeit einen Hausbau und würden gerne im Frühjahr nächsten Jahres starten. Bevor ich zu meinen Fragen komme, möchte ich aber erstmal unser Projekt und den bisherigen Sachstand vorstellen.

    Das Grundstück ist momentan noch im Besitz meiner Schwiegereltern. Allerdings soll es in den nächsten Tagen und Wochen zu einer Teilungsvermessung kommen, so dass danach beim Notar eine Schenkung vereinbart werden soll. Ist dies geschafft wären wir um 1000 qm reicher, was einem Wert von ca. 80.000 bis 90.000 Euro entspricht.
    Auf diesem Grundstück in Alpen (Niederrhein/NRW) planen wir mit einem EFH mit insgesamt 135 qm nach DIN. Ein Grundriss unseres hoffentlich zukünftigen Hauses besteht bereits und beinhaltet ein Außenmass von 9m x 11 m. Auf dieser Fläche sollen im EG Diele, Arbeitszimmer, Küche, Gäste-WC, HWR und ein offener Wohn-/Essbereich Platz finden. Im OG sind 2 Kinderzimmer, ein kleiner Abstellraum, ein kleines Bad für die Kinder, ein Schlafzimmer mit begehbarem Kleiderschrank und ein Elternbad geplant. Ein Keller ist nicht vorgesehen. Unter dem Dach soll dafür Stauraum entstehen.
    Das EFH soll ein KfW 70 oder KfW 55 Haus werden, von unserer Seite aus lieber ein KfW 55. Dementsprechend soll das Haus eine Luftwärmepumpe mit entsprechender Fußbodenheizung besitzen. Erwünscht ist auch eine automatische Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Weitere Extras wären die Erhöhung des Drempels auf 100 cm, einzugiger Kamin, elektrische Rolläden für alle Fenster (außer die beiden Dachfenster) und eine weitere Hauseingangstüre von der Garage zum Haus. Die Garage sollte am besten eine Größe von 3,5 m Breite mal 9 m Länge aufweisen. Des Weiteren planen wir mit einer Photovoltaikanlage, da die eine Dachseite komplett Richtung Süden ausgerichtet sein wird. Ach ja und mit das Wichtigste: Wir möchten massiv bauen, genauer gesagt mit Ziegel und einem WDVS. Bitte keine Diskussionen warum wir Ziegel möchten und kein Ytong oder KS, mit diesen Diskussionen haben wir die letzten Monate verbracht.
    So viel zu unserem Hausprojekt.

    Nun waren wir nicht ganz faul und haben natürlich einige Bauträger / Baufirmen angesprochen. Wichtig ist uns neben dem Preis - Leistungsverhältnis vor allem auch, dass wir uns bei dem Bauträger wohl fühlen und das Gefühl haben mit diesem Bauen zu können. Aus diesem Grund ist z.B. für uns Town and Country und Euro-Massivhaus bereits aus dem Rennen. Momentan haben wir Angebote von einem örtlichen Architekten, von Rötzer Ziegelelementhaus und von IBG Haus. Ein Angebot eines örtlichen Bauträgers steht noch aus.
    Jedenfalls unterscheiden sich die uns drei vorliegenden Angebote besonders im Preis, was meine Frau und mich natürlich ein wenig verwirrt. Hinzu kommen noch die Kommentare unserer Eltern, dass die bisher eingeholten Angebote vieeeeel zu hoch seien und uns alle nur über den Tisch ziehen wollen. Um etwas konkreter zu werden:

    Der Architekt hat uns für ein EFH mit 135 qm als KfW 70 Haus Kosten in Höhe von 198.000 Euro ausgerechnet. In diesem Betrag sind bereits sein Architekthonorar und sein Honorar als Bauleitung inbegriffen. Hinzukommen dann noch Garage, die PV-Anlage, die automatische Be- und Entlüftungsanlage, Fliesen, Oberböden, Malerarbeiten, Pflasterarbeiten, Außenanlagen und Erdarbeiten.
    Rötzer Ziegelelementhaus hat uns für das selbe Haus, nur als KfW 55 Variante, ein Angebot in Höhe von 190.000 Euro gemacht. In diesem Betrag fehlen ebenfalls Garage, PV-Anlage, Fliesen, Oberböden, Malerarbeiten, Pflasterarbeiten, Außenanlagen und Erdarbeiten. Die automatische Be- und Entlüftungsanlage ist allerdings inbegriffen.
    Zu allerletzt hat uns IBG ein Angebot zukommen lassen, ebenfalls für eine KfW 55 Variante. In dem Angebot von 200.000 Euro sind inbegriffen Fliesen, Garage (Fertiggarage von Zapf / 3 x 9m) eine Be- und Entlüftungsanlage und sogar eine PV-Anlage. Ziehe ich die Kosten für die Garage und die PV-Anlage ab um besser vergleichen zu können, komme ich auf 172.000 Euro. Darin fehlen dann ebenfalls noch Oberböden, Maler, Pflaster, Außenanlagen und Erdarbeiten.

    Nun zu meinen Fragen:

    Ist überhaupt ein KfW 55 Haus einem KfW 70 Haus vorzuziehen? Rechnen sich die Mehrkosten für eine KfW 55 Variante?
    Sind die beschriebenen Angebote angemessen oder wie unsere Eltern behaupten vieeeeel zu hoch?
    Welcher Preis ist für unser Bauvorhaben denn realistisch?
    Kennt ihr günstige und zuverlässige Bauträger / Baufirmen in unserer Nähe (Alpen am Niederrhein in NRW)?
    Hat jemand Erfahrungen mit Rötzer und wie sind diese? (Anm.: Der Ansprechpartner von Rötzer meinte, dass am Preis "noch etwas gemacht werden könnte", allerdings erst wenn wir eine mündliche Zusagen gegeben haben, dass wir wirklich mit Rötzer bauen wollen. Ebenso gibt es erst ab der mündlichen Zusage eine genaue Baubeschreibung)
    Wie sind die Erfahrungen mit IBG Haus? Sind diese immer noch von einer Insolvenz bedroht oder sind diese gar insolvent?
    Ach, zur Garage - Da wir mit einer etwas breiteren Garage von 3,5 m Breite planen hat uns das Angebot von Juwel Fertigbetongaragen mit 16.500 Euro doch etwas geschockt. Kennt jemand einen Hersteller der Fertigbetongaragen in dieser Größe zu günstigeren Konditionen hat? Oder macht es gar Sinn eine Garage in dieser Größe selbst zu mauern? Weiß da jemand was man dann für Material einrechnen sollte?

    Wie ihr seht bestehen Fragen über Fragen. Ich hoffe ich habe euch nicht voll getextet mit meinem Beitrag und freue mich auf eure Antworten

    Liebe Grüße
    Schuschi





  2. #2
    Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Fragen über Fragen zu Anbieter, Kosten etc

    Hi,

    die meisten Fragen hab ich Dir ja schon beantwortet.

    Mit IBG Haus war irgendwas faul. Die sollten also auch raus sein. Such mal hier im Forum.

    Jetzt, wo ich hier deinen Beitrag sehe und sehe, was Du schon alles drin hast (Kamin haben wir z.B. auch keinen), relativiert sich dein Angebot immer mehr.

    Ich halte das Rötzer Angebot, auch unter dem Aspekt, dass evtl. mit dem Preis noch was geht, nicht für zu teuer. Wenn deine Eltern sagen, dass das alles zu teuer wäre, sollen sie Dir halt eine günstigere Baufirma suchen

    Wie schon per PN angedeutet, alle kochen nur mit Wasser und keiner hat was zu verschenken. Deshalb misstraue ich grundsätzlich zu günstigen Angeboten. Irgendwo müssen die ja sparen, sei es am Material, bei der Bauausführung, usw.

  3. #3
    Epi
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    Standard AW: Fragen über Fragen zu Anbieter, Kosten etc

    Hallo,

    Zitat Zitat von Schuschi Beitrag anzeigen
    Ist überhaupt ein KfW 55 Haus einem KfW 70 Haus vorzuziehen? Rechnen sich die Mehrkosten für eine KfW 55 Variante?
    Das mußt Du alle Deine Anbieter fragen, was den Mehrpreis für KfW 55 in deren Angebot ausmacht. Erst dann kann der genannte Mehrpreis in Relation zum vmtl. „Mehrwert“ gesetzt werden. Im Regelfall ist es nach meiner Erfahrung so, dass Du mit KfW 55 max. € 100,00 gegenüber KfW 70 einsparst; Deine Entscheidung, ob Dir das einen Aufpreis wert ist.

    Zitat Zitat von Schuschi Beitrag anzeigen
    Sind die beschriebenen Angebote angemessen oder wie unsere Eltern behaupten vieeeeel zu hoch?
    Wenn Du den Eltern mehr vertraust, solltest Du über den Rat von „Häuslebauer“ nachdenken
    Ich würde aus der Erfahrung heraus antworten wollen, das alle Angebote – gemessen an Deinen Ausstattungswünschen – zu niedrig sind.

    Zitat Zitat von Schuschi Beitrag anzeigen
    Welcher Preis ist für unser Bauvorhaben denn realistisch?
    TEUR 210-220 schlüsselfertig (also ohne Malerarbeiten und Teppichboden) als KfW 55-Effizienhaus plus elektrische Rolläden für alle Fenster (außer die beiden Dachfenster), Nebenhaustüre, plus Garage, plus PV, plus Baunebenkosten TEUR 30 - 35

    Zitat Zitat von Schuschi Beitrag anzeigen
    Hat jemand Erfahrungen mit Rötzer. Ebenso gibt es erst ab der mündlichen Zusage eine genaue Baubeschreibung)
    Ich kann mich immer nur wundern; willst Du die Katze im Sack kaufen, Dich entscheiden mit dem Risiko, dass Dir die BB nicht gefällt? Wie anders, als basierend auf einer aussagekräftigen BB sowie dem gesamten Vertragspaket eines Anbieters willst Du denn entscheiden können?

    Zitat Zitat von Schuschi Beitrag anzeigen
    Ach, zur Garage - Da wir mit einer etwas breiteren Garage von 3,5 m Breite planen hat uns das Angebot von Juwel Fertigbetongaragen mit 16.500 Euro doch etwas geschockt. Kennt jemand einen Hersteller der Fertigbetongaragen in dieser Größe zu günstigeren Konditionen hat? Oder macht es gar Sinn eine Garage in dieser Größe selbst zu mauern? Weiß da jemand was man dann für Material einrechnen sollte?
    Hersteller von Fertiggaragen punkten gerade bei Standardmaßen; alles, was davon abweicht, erfordert zus. Genehmigungen, Nachttransporte und Begleitfahrzeuge. Der genannte Preis geht also vollkommen in Ordnung; gemauert sollte sie allerdings durch den Anteil Handwerkerstunden vergleichbar kosten.

    Freundliche Grüße

  4. #4
    Neuer Benutzer
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    Standard AW: Fragen über Fragen zu Anbieter, Kosten etc

    Vielen Dank Häuslebauer und Epi für eure bisherigen Antworten!

    Bzgl. des Preises sind wir halt etwas vorsichtig, schliesslich baut man nicht jeden Tag ein Haus. Als wir ca. vor einem Jahr über einen Neubau diskutierten, haben wir uns bei der Preisvorstellung ein wenig an den Eltern und anderen Bekannten orientiert, die allerdings vor ca. 10 oder mehr Jahren neu gebaut haben. Nachdem wir die ersten Bauträger angesprochen haben, war uns recht schnell klar das wir mit ca. 200 TEuro nur für das Haus ohne Nebenkosten rechnen können. Allerdings wissen bzw wussten wir nicht so recht, ob dies korrekt sei oder man uns einfach nur das Geld aus der Tasche ziehen will. Besonders meine Eltern können es sich einfach schwer vorstellen, dass ein Neubau mittlerweile etwas teurer geworden ist, auch weil mit der EnEv 2009 oder einem KfW70/55 Standard mehr Technik und Dämmung verbaut werden muss, die auch mehr kostet. Aber dafür gibt es ein solches Forum und nette Menschen die einem klar sagen wie die Preise stehen. Ich denke, ich werde meine Eltern mal dazu einladen diesen Beitrag und auch andere Beiträge hier im Forum zu lesen. Ansonsten nehme ich deinen Rat Häuslebauer40 gerne an ;-)

    Wie ich aber bei auch beiden raushöre scheint der Preis von Rötzer in Ordnung zu sein. Bei IBG bin ich mir dementsprechend etwas unsicher, da dieses Angebot ja wirklich sehr günstig ist und hier im Forum schon einiges von IBG zu lesen ist - nicht unbedingt positiv. Bin gespannt was uns der noch ausstehende Bauträger ausrechnet.

    Mit Rötzer werden wir auch nochmal sprechen bzgl. einer Baubeschreibung und dem Preisnachlass - und zwar bevor wir etwas zusagen oder gar unterschreiben.

    @Epi: Was würdest du denn sagen, wenn die Garage selbst gemauert wird und somit keine Handwerkerstunden anfallen. Mit welchen Kosten nur für Material kann gerechnet werden? Und welcher Stein eignet sich für eine Garage am besten? Die Garage benötigt ja nicht unbedingt 45 cm Außenwände. Wollte die Garage schon stabil haben, aber möglichst nicht zu dicke Wände, damit uns nicht zu viel Innenraum in der Garage flöten geht.

    Gruß Schuschi

  5. #5
    Epi
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    Standard AW: Fragen über Fragen zu Anbieter, Kosten etc

    Hallo,

    Zitat Zitat von Schuschi Beitrag anzeigen
    Wie ich aber bei auch beiden raushöre scheint der Preis von Rötzer in Ordnung zu sein.
    Ich kenne diesen Anbieter nicht! Und - wie bereits mehrfach hier geschrieben - ich von HLZ, und schon gar nicht in Verbindung mit WDVS - halte. Demzufolge solltest Du meine Antwort tatsächlich rein auf die Preisangabe dieses Anbieters beziehen. Was ich von der Manier halte, BB erst bei Auftragszusage offen zu legen, brauche ich ja nicht mehr zu argumentieren

    Zitat Zitat von Schuschi Beitrag anzeigen
    Was würdest du denn sagen, wenn die Garage selbst gemauert wird und somit keine Handwerkerstunden anfallen. Mit welchen Kosten nur für Material kann gerechnet werden?
    Das kommt auf Deine Verbindungen zum örtlichen Baustoffhandel an

    Ich habe im letzten Jahr einem unserer Kunden über meine Kontakte die Steine zum Selbstbau einer Garage besorgt; hierbei handelte es sich um Porenbetonsteine 62,5x25x24 für eine asymetrische Garage 4,5 x 9 m (vorne 4,5 m und hinten 3,0 m). Mit Bodenplatte, Tor, Fenster und Flachdach aus der Erinnerung imho Materialkosten im Bereich TEUR 8,5 - 9,5.

    Freundliche Grüße

  6. #6
    Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Fragen über Fragen zu Anbieter, Kosten etc

    Hallo,
    Zitat Zitat von Schuschi Beitrag anzeigen
    ...Ist überhaupt ein KfW 55 Haus einem KfW 70 Haus vorzuziehen? Rechnen sich die Mehrkosten für eine KfW 55 Variante?
    Das lässt sich hinreichend mit einer Verbrauchsprognose auf Grundlage der realen Rahmenbedingungen klären!
    Wer ein Haus ohne eine verkaufsunabhängige Prognose kauft, läuft Gefahr erhebliches Geld in den Sand zu setzen.

    v.g.
    Ing.-Büro: TGA Planung u. Energieberatung : GESBB@gmx.eu
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