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| Allgemeine Fragen - Haustechnik, Ökologie Allgemeine Fragen zu Haustechnik und ökologischem Bauen... |
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#1 (permalink) |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 01.09.2010
Beiträge: 7
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Guten Abend in die Runde!
Ich bin neu hier und wollte mal euere Meinung zu Fertighäusern der Firma Streif einholen. Der Hintergrund ist folgender ; Ich kann in unmittelbarer Nachbarschaft meiner Eltern sehr sehr günstig (ein Preis von weit unter 100000€, davon Grundstückswert von knapp 20000€) ein Streif Fertighaus von 1975 erwerben, eine ältere Dame zieht zu Ihren Kindern. Das Haus ist Trocken, voll Unterkellert und mit 700m² Grundstück sowie 2 Garagen. Dach und Dachstuhl sind o.k., der oft beschriebene Muffige Geruch ist gar nicht vorhanden. Alles Doppelverglast. Sogar der Heizöltank ist fast voll. Die Aussenanlagen beherrbergen haufenweise Mängel, es müsste enorm entholzt werden, Treppe und Balkon neu belegt werden. ist halt Knochenarbeit aber nichts so schlimmes. Am Haus müssten augenscheinlich einige Bretter aussen an der Fassade (unter dem Giebel) in den nächsten 1-5 Jahren ausgetauscht werden. Was haltet Ihr davon? Vielen Dank für eure Antworten Buchenhunter |
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#2 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 25.09.2008
Beiträge: 105
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Hallo Buchenhunter...
ja, das scheint ein Schnäppchen zu sein... Aber das Haus hat 75 evtl. mal so um die 100.000 DM (Deutsche Mark) gekostet... damals.. ist schon 35 Jahre her.. also wäre das weit überteuert. Zumal ein Objekt aus dieser Zeit durchweg, falls nicht schon geschehen (wobei.. bei älterer Dame man davon nicht ausgehen könnte...) erheblich renoviert oder gar saniert wurde, nun einigen Nachholbedarf offenbaren würde. Wenn Du also bereit wärst.. dies noch zu investieren... die Grundstückspreise in der Umgebung sehr hoch wären.. dann kann man solche Objekte durchaus erwerben und umbauen. Gehe aber davon aus.. dass Technik (Heizung/Sanitär) Ihre Lebenserwartung schon erfüllt haben... die Dacheindeckung ebenfalls.. evtl. auch die Dachrinnen/Fallrohre.... die Elektrik wird auch noch die alte sein... und die Wärmedämmung ist.. im heutigen Verständnis.. eigentlich keine in diesem Sinne.. also auch hier wäre nachzurüsten... die Fenster, wenn noch die alten... sind auch längst überholt.. also zumindest in Bezug auf Dämmwerte /Rahmen-Glas-Dichtung und ggf. auf Materialqualität... kurz um.. es gäbe viel zu tun... Meine Empfehlung.. vor dem Kauf mit einem Bauberater Kontakt aufnehmen.. alles besprechen.. planen... Kosten schätzen.... dann entscheiden. Dies kannst Du natürlich auch weg lassen, wenn Du selbst Ahnung davon hast und abschätzen kannst, um was genau es dabei ginge.
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#3 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 10.12.2009
Ort: Land Brandenburg
Beiträge: 554
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Hallo,
Zitat:
![]() Fertigteilhäuser lassen sich energetisch meist wesentlich schlechter optimieren, als Massivhäuser. D.h., der investive Aufwand ist um Einiges höher. Ohne fachliche Begleitung kann es sein, man erwirbt ein Groschengrab. v.g.
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#4 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 25.09.2008
Beiträge: 105
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nun das geht auch mit einem alten Fertighaus sehr gut.. man muss nur wissen wie und auf was vorrangig zu achten ist. Zudem muss man sich im klaren darüber sein, dass damals eine 40mm Glas- oder Steinwolldämmung etwas ganz tolles war.. heute sieht das eben anderst aus.. zumal die damals verwendeten Platten meist eh nicht mehr an dem Platz sind, wo sie einstmals waren... und Dampfbremsen gab es damals auch noch nicht.. weshalb das Innenleben interessant wäre zu sehen.. es gibt also einiges zu tun.. aber wenn der Preis passt, die statische Einheit steht und gut ist... dann ist der Rest immer noch günstiger als manch neuer Bauplatz mit Gebühren.
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#5 (permalink) | |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 01.09.2010
Beiträge: 7
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Zitat:
Der Preis passt. Alles in allem 55000€. Das Haus hat 130m² Wohnfläche. Was ist an dem Schuh dran, dass Fertighäuser emens Schadstoffbelastet sein sollen? Buchenhunter |
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#6 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 25.09.2008
Beiträge: 105
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Das war "damals" oft eine sehr luftig,lockere Sache.. das bedeutet, dass in vielen Gefachen die Dämmung längst in sich zusammen sackte... und damit nicht mehr flächig vorhanden wäre. Unten viel...oben dann ggf. wenig bis nichts mehr.
Die Fassade sollte aber eh einer Verjüungskur unterzogen werden, womit man dieses Problem wieder beseitigen kann. Ob und in welchen Konzentrationen Schadstoffe (oder noch..) vorhanden wären, falls dies wichtig wäre, kann man durch einen Baubiologen relativ schnell feststellen lassen. Wenn eine Generalüberholung anstünde.. wäre dies ggf. nicht mehr so entscheidend. Die Schadstoffe lagen damals hauptsächlich in den Spanplatten, den Dichtstoffen und ggf. noch in Brandschutzplatten, falls das Objekt nahe an einer Grenze errichtet wurde. In vielen Bundesländern galt damals die Pflicht, wegen der Brandschutzklasse, einen grösseren Grenzabstand einzuhalten.. oder innerhalb der Fassade entsprechende Brandschutzpaltten einzubauen... was damals meist eine Asbestplatte war. Aber das muss hier nun nicht zutreffen. Möglicherweise sind solche Stoffe auch in Deckenbekleidungen (Holzfarben/lasuren) denkbar. Dies hätte dann eher was mit dem Baualter zu tun, als mit dem generellen Begriff "Fertighaus".
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