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Ergebnis 1 bis 6 von 6
  1. #1
    Neuer Benutzer
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    Standard Wie Bausparvertrag einbinden

    Hallo Forum,

    ich haette mal eine Frage zur Finanzierung eines Eigenheims.

    Folgende Eckdaten:

    Geplanter Hauskauf Anfang 2011 bei max. 150000 Kosten (Raum WHV)
    Eigenkapital: ca. 40.000,--.
    Bausparvertrag verm. Zuteilung I/2013 mit 24.000,00
    Haushaltsnettoeinkommen: 2.700,--

    Da naechstes Jahr der Hauskauf anstehen muss, haette ich eine Frage zum Bausparvertrag. Kann man den Bausparvertrag in die Finanzierung direkt einfliessen lassen, obwohl zwischen Hauskauf und Zuteilung ca. 24 Monate liegen? Mein Bausparpartner BHW hat mir einige Angebote gemacht, welche fuer mich aber auf keinen Fall in Frage kommen. Da hier auf mein Erspartes bereits Zinsen zu bezahlen waeren.

    Zweite Frage:
    Waere es ratsam bzw. moeglich sich jetzt schon eine Finanzierungszusage geben zu lassen, da die Zinsen sehr niedrig sind, obwohl noch kein Objekt ausgesucht wurde, jedoch mein maximaler Betrag 150.000,-- betraegt.

    Vielen Dank!
    Rotti





  2. #2
    Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Wie Bausparvertrag einbinden

    Hallo Rotti,

    ob es Sinn macht Ihr Bauspardarlehen mit in die Finanzierung einzuplanen, hängt davon ab, wie hoch der Darlehnszins für Ihren BHW-BSV ist (die haben sich in den letzten Jahren dort ständig geändert und man muss schon sehr genau hinschauen!).

    Auch die monatliche Höhe der Gesamtrate ist entscheidend. Denn Bauspardarlehen haben einen recht rhhen Tilgungsanteil.

    Eine Finanzierungszusage kann es erst dann geben, wenn alle Daten zur Immobilie feststehen. Solange Sie noch auf der Suche sind, können Sie keine Finanzierung beantragen oder zusagen lassen.

    Viele Grüße

    M. ********

  3. #3
    Neuer Benutzer
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    Standard AW: Wie Bausparvertrag einbinden

    Zitat Zitat von M******** Beitrag anzeigen
    Hallo Rotti,

    ob es Sinn macht Ihr Bauspardarlehen mit in die Finanzierung einzuplanen, hängt davon ab, wie hoch der Darlehnszins für Ihren BHW-BSV ist (die haben sich in den letzten Jahren dort ständig geändert und man muss schon sehr genau hinschauen!).

    Auch die monatliche Höhe der Gesamtrate ist entscheidend. Denn Bauspardarlehen haben einen recht rhhen Tilgungsanteil.

    Eine Finanzierungszusage kann es erst dann geben, wenn alle Daten zur Immobilie feststehen. Solange Sie noch auf der Suche sind, können Sie keine Finanzierung beantragen oder zusagen lassen.

    Viele Grüße

    M. ********

    Vielen Dank fuer die Info!

    1.Der Darlehnszins ist bei 1,9%. Der Bausparvertrag wird z.Z. mit 190 Euro mtl. bespart. Diese Summe hatte ich auch im Auge, um das Darlehn wieder zurueckzuzahlen.

    2. Das mit der Finanzierungszusage habe ich mir fast gedacht. Kann die Bank/Geldgeber aufgrund meiner Eckdaten mir eine Hausnummer (monitaer)nennen, um meine finanzierung zu realisieren? Ich denke nicht, dass ich mit meiner Planung aus dem Ruder laufe, oder irre ich da??


    Gruss
    Rotti

  4. #4
    Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Wie Bausparvertrag einbinden

    Hallo Rotti,

    die Finanzierung könnte dann wie folgt aussehen:

    150.000 EUR Kaufpreis
    7.800 EUR Erwerbsnebenkosten
    157.800 EUR Gesamtkosten

    40.000 EUR Eigenkapital
    47.500 EUR KfW 3,00%/3,03% + 1,70% Tilg. = 186,04 EUR mtl.
    70.000 EUR Baudarlehen 3,40%/3,45% + 1% Tilg. = 256,67 EUR mtl.
    = 442,71 EUR mtl. Gesamtrate
    Mischzins effektiv = 3,28%

    Mailen Sie mir bitte mal Ihre E-Mail-Adresse, dann sende ich Ihnen das komplette Angebot per E-Mail zu.

    Viele Grüße

    M. ********

  5. #5
    Neuer Benutzer
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    Standard AW: Wie Bausparvertrag einbinden

    Zitat Zitat von M******** Beitrag anzeigen
    Hallo Rotti,

    die Finanzierung könnte dann wie folgt aussehen:

    150.000 EUR Kaufpreis
    7.800 EUR Erwerbsnebenkosten
    157.800 EUR Gesamtkosten

    40.000 EUR Eigenkapital
    47.500 EUR KfW 3,00%/3,03% + 1,70% Tilg. = 186,04 EUR mtl.
    70.000 EUR Baudarlehen 3,40%/3,45% + 1% Tilg. = 256,67 EUR mtl.
    = 442,71 EUR mtl. Gesamtrate
    Mischzins effektiv = 3,28%

    Mailen Sie mir bitte mal Ihre E-Mail-Adresse, dann sende ich Ihnen das komplette Angebot per E-Mail zu.
    Viele Grüße

    M. ********
    Vielen Dank fuer die Antwort.
    Im Gesamtpreis kommt dann noch die Maklercourtage mit 5,9% hinzu.
    Zu KfW: Bei 150.000,-- Kaufsumme wird es schon ziemlich eng ein KfW-Haus zu finden, daher habe ich die bereits ausgeschlossen und mich nicht weiter damit beschaeftigt.
    Meine Tilgungsplanung belaeuft sich auf ca. 750,-- pro Monat.
    In einer persoenlichen Mail sende ich Ihnen meine Mailadresse.
    Gruss
    Rotti

  6. #6
    Neuer Benutzer
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    Standard AW: Wie Bausparvertrag einbinden

    Guten Tag zusammen,

    bin ganz neu hier im Forum und als ich mich anmeldete, fiel mir spontan der Username Al Capone ein, weiß auch nicht warum. Ich bin seit rund 30 Jahren Baufinanzierungsmakler und denke, daß ich den einen oder anderen guten Tipp zu der gestellten Frage geben kann.

    Grundsätzlich ist der Aufbau einer gescheiten und für den inviduellen Fall passenden Finanzierung immer erst nach Kenntnis aller infrage kommenden Parameter möglich. So versende ich z.B. einen rund 5 seitigen Fragebogen, der nach heutigem Stand alle wichtigen Bereiche der Interessenten abdeckt. Allerdings ist es auch mit dem Wissen dann leider nicht möglich, sich gegen alle Unwägbarkeiten abzusichern; aber ich meine, daß das auch nicht der Zweck sein kann. Motto: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

    Aus der Fragestellung lese ich "meine Freundin" und da fällt mir ein, daß sich die Allerwenigsten Gedanke darüber machen, was passiert, wenn die Beziehung nicht hält oder z.B. durch Tod eines Partners beendet wird. Deswegen hier mein dringender Apell, diese Punkte mit einem Anwalt des Vertrauens zu besprechen und zu schauen, wie man hier eine faire Regelung in ein Vertragswerk gießt. Das ist m.E. eier der wichtigsten Punkte von allen.

    Der weitere wäre ganz kompromißlos einen persönlichen Finanz-Check zu machen, um festzustellen, wo man selber steht und was gehen könnte. Hier sollten dann gern geplante Änderungen wie Kinderwunsch etc. einfließen.

    Hat man das erledigt, stellt sich die Frage nach einem für sich passenden Wohnraumbedarf bzw. Wohnraumprogramm, der heute praktisch und akzeptabel ist; der aber auch später unproblematisch angepaßt werden können muss. Vielfach geht das später überhaupt nicht.

    Häufig erlebe ich in meinen Beratungen, daß die zukünftigen Bauherr(inn)en ganz illusorische Vorstellungen an Grundrisse etc. (z.B. Spitzerker - sieht vielleicht von der Optik her gut aus, ist aber sehr teuer und bringt null bzw. nur sehr eingeschränkte Nutzungsmöglichkeiten) oder Ausstattungsdatails haben, die einfach nicht zu Ende gedacht sind.

    Die größte und wichtigste Arbeit ist es nämlich jetzt, sich einen Grundriss zu erstellen, mit dem man super zufrieden ist - und das nicht nur heute, sondern auch noch morgen.

    Ist der Grundriss gefinert, folgert daraus das Grundstück; denn der Grundriss mit seinen Abmaßen gibt ja quasi das Grundstück vor.

    Ist das Grundstück gefunden, sollte ein Bodengutachten klären, ob es uneingeschränkt bebaut werden kann und womit man grundsätzlich rechnen muss. Niemand kauf sich ein Auto für 60 - 80 oder 100.000 € und vertraut dann seinem Instinkt. Logischerweise läßt man(n) (auch Frau) Gutachter, TÜV oder wen auch immer draufschauen, damit man keine Fehler macht. Beim Grundstück sollte es nicht anders sein, oder?

    Jetzt weiß man auch, welche Nebenkosten auf einen zukommen; denn die Bebaubarkeit definiert so ziemlich alle weiteren Kosten. Bei den Nebenkosten darf man sich keinen Sand in die Augen streuen lassen; denn nicht selten kommen da Summen von 30.000 oder mehr Euro zusammen.

    Also Grundstück plus Nebenkosten ergeben schon einen großten Teil der zuküntigen Investition.

    Jetzt geht es daram, wer denn das Traumhaus erstellen soll. Das ist der Teil, den die Bauherr(innen)en mit sich selbst ausmachen müssen; denn für alles gibt es bekanntlich Für und Wider. Ob also "Holzhaus" oder "Massiv", ob "Schlüsselfertig" oder in einer anderen Herstellungsvariante, das sind Punkte, bei denen man das eine oder andere sagen kann; aber entscheiden...

    Wenn Eigenleistungen (Muskelhypothek) eingeplant sind, dann sollte man kritisch mal ein Zeitkonto anlegen. Grundsätzlich braucht der Selberbauer rund 30% mehr an Zeit als ein Handwerker, der diese Tätigkeit jeden Tag ausführt. Meistens ist die Qualität dann leider auch nicht die gleiche.

    Dann sollte geschaut werden, wer denn alles hilft, was die Leute können und wie zuverlässig sie sind. AUch hier lassen sich Ableitungen in das Zeitkonto machen. Bitte nicht vergessen: Helfer müssen bei der BG versichert werden; sonst kann das bös ins Auge gehen.

    Hat man das alles erfasst, ergibt sich der Hauspreis und das Material, das man noch kaufen muss. Eingespart wird ja bekanntlich nur der Lohn.

    Jetzt ergibt sich nach Abzug des Eigenkapitals, das man einsetzen will, die Finanzierungssumme. Hier schaut man zunächst nach allen zur Verfügung stehenden staatlich Fördermitteln und zinsverbilligten Darlehen oder Zuschüssen, die genutzt werden können. Hier gilt: "Dummheit schützt vor Strafe nicht"; denn vorbei ist vorbei und da hilft dann auch kein: "Habe ich nicht gewußt"

    Die "Restfinanzierung" wird jetzt nach den Wünschen der Bauherr(innen)en ausgeformt, d.h. alle relevanten Anforderungen werden umgesetzt. Wichtig und häufig übersehen ist z.B. der Punkt, ob eine Finanzierung weiterverkauft werden darf oder nicht. Das kann fatale Folgen haben.

    Hat man(n) (auch Frau) die Arbeit so erledigt, erlebt man viel Freude im neuen Haus - fühlt sich wohl - kommt gern nach Hause - und nimmt auch die Post ohne dunkle Vorahnungen aus dem Briefkasten.) Apropos: Rechtsschutz vor dem Bauvorhaben überprüfen; obwohl ein gewisser Teil des Bauens nicht versicherbar ist, bleibt immer noch ein großer Teil, bei dem es gut ist zu wissen, daß man eine funktionierende RS hat.

    Und damit es hier nicht zu lang wird: Ein guter Baufinanzierungsmakler ist immer sein Geld wert; denn Baufinanzierung geht (meistens) nicht mit ein paar Klicks im Internet; auch wenn man das Ihnen gern weismachen will. Deswegen taugen auch die geposteten Finanzierungsrechner nur bedingt etwas. Der eigentliche Grund, warum es die gibt, ist der, daß der Interessent auf der Seite bleibt und hofffffentlich auch dann die Finanzierungsanfrage stellt.

    Ich hoffe, meine kurzen Erläuterungen haben ein bißchen weitergeholfen.

    Wünsche einen schönen Tag

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